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Palmöl in Lebensmitteln schwer ersetzbar

Einmalige Eigenschaften für Produktqualität

Palmöl in Lebensmitteln schwer ersetzbar

Grafik: Supress (No. 5781)

sup.- Weder unter qualitativen noch unter ökologischen Gesichtspunkten ist es die bessere Wahl, wenn Konsumenten sich gezielt für Lebensmittel mit der vermeintlichen Auszeichnung „ohne Palmöl“ entscheiden. Immer mehr Verbraucher glauben, mit solchen Prioritäten beim Einkauf einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dass dies tatsächlich der Fall ist, bezweifeln aber selbst anerkannte Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Greenpeace oder der WWF (World Wide Fund For Nature).

Hinzu kommt: Palmöl als Zutat von Lebensmitteln z. B. in Backwaren, Brotaufstrichen, Süßigkeiten, Soßen oder Fertiggerichten lässt sich keineswegs problemlos durch ein anderes Pflanzenöl ersetzen, ohne dass dafür qualitative Abstriche in Kauf genommen werden müssen. Der Grund: Das Pflanzenfett aus den Früchten der Ölpalme hat einmalige Eigenschaften, die kein anderes Pflanzenöl in vergleichbarer Perfektion zu bieten hat. So ist Palmöl die einzige natürliche Rohstoffquelle, die einen festen Zustand der Ware bei Zimmertemperatur ermöglicht. Nach Informationen des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel (eufic) in Brüssel besticht Palmöl zudem durch eine hohe Wärme- sowie Oxidationsbeständigkeit, ein entscheidendes Merkmal für die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Außerdem ermöglicht Palmöl eine Cremigkeit und Konsistenz, ohne dass es hierzu, wie bei anderen Pflanzenölen erforderlich, gehärtet werden muss, wodurch gesundheitsschädliche Transfettsäuren entstehen. Weitere Pluspunkte von Palmöl für den vielseitigen Einsatz bei Lebensmitteln sind seine Geschmacks- und Geruchsneutralität. Darüber hinaus ist es z. B. im Gegensatz zu Sojaöl genetisch unverändert.

Palmöl hat jedoch nicht nur unter Qualitätsaspekten erhebliche physikalische Vorzüge, sondern auch unbestrittene ökologische Vorteile. Denn Fakt ist: Der herrschende Umwandlungsdruck auf natürliche Flächen wie Wälder, Feuchtgebiete oder Savannen wird bei einem Austausch von Palmöl durch andere fettliefernde Nutzpflanzen nicht kleiner, sondern sogar bedeutend größer. „Würde man Palmöl durch einen Mix aus Raps-, Sonnenblumen-, Kokos- und Sojaöl ersetzen, so würde Deutschland das Fünffache an Fläche benötigen: 1,85 Mio. ha“, heißt es in der aktuellen WWF-Studie „Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“.

Statt Lebensmittel „ohne Palmöl“ zu bevorzugen, ist es deshalb nach Ansicht des WWF sinnvoller, wenn Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung Produkte von Unternehmen favorisieren, die sich bei ihrer Einkaufspolitik für nachhaltig angebautes Palmöl stark machen. Dies trifft nach Angaben von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) bereits auf über 50 Prozent des in der Lebensmittelbranche genutzten Palmöls für den deutschen Markt zu. Der weltweite Anteil von Palmöl mit einer entsprechenden Nachhaltigkeits-Zertifizierung liegt hingegen erst bei 18 Prozent.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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