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Glaubwürdigkeit braucht Timing

Warum gute Krisenkommunikation auch den Kalender kennen muss

Glaubwürdigkeit braucht Timing

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In Zeiten von Change und Krise ist eines für Unternehmen überlebenswichtig: Glaubwürdigkeit. Wer Vertrauen aufbauen oder erhalten will, braucht mehr als die richtigen Worte – er braucht das richtige Timing.

Keynotes, Strategiepapiere oder empathisch formulierte Memos sind oft sauber abgestimmt auf Zielgruppen, Werte (https://arbeitgeberportal.kununu.com/blog/was-sind-unternehmenswerte/) und Medienkanäle. Doch selbst die beste Botschaft verliert ihre Wirkung, wenn sie zum falschen Zeitpunkt kommt. In der Krisenkommunikation entscheidet der Moment der Veröffentlichung mit über den Eindruck von Authentizität – und ob das Publikum bereit ist, der Botschaft überhaupt zuzuhören. Das zeigt Stefan Häseli in seiner Keynote „Manipulation ade! Glaubwürdigkeit schafft Vertrauen!“ (https://stefan-haeseli.com/keynote-krise-change-werte/)

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein grosses Unternehmen kündigt am Montag eine saftige Preiserhöhung an – wirtschaftlich nachvollziehbar, transparent erklärt, sachlich korrekt. Doch nur wenige Tage zuvor wurde ein kostspieliges Rebranding präsentiert – inklusive neuem Logo und dazugehöriger Investitionen. Am Freitag folgt dann noch die Meldung, dass Mitarbeitende zu einer rauschenden Firmenfeier geladen wurden. Auch das ist einzeln betrachtet plausibel, verdient oder sogar notwendig. Doch zusammengenommen entfaltet sich eine andere Wirkung: Die Öffentlichkeit nimmt keine drei voneinander unabhängigen Ereignisse wahr, sondern ein irritierendes Gesamtbild. Die Krisenkommunikation hat inhaltlich keinen Fehler gemacht – aber sie hat die Wirkung durch falsches Timing selbst sabotiert.

Vertrauen entsteht nicht nur durch Wahrhaftigkeit, sondern auch durch die Fähigkeit, sich in den emotionalen Zustand der Zielgruppe hineinzuversetzen. Wer kommuniziert, muss spüren, wann Menschen aufnahmefähig sind – und wann nicht. Besonders im Change-Kontext ist das Timing ein entscheidender Faktor, um eine Brücke zwischen Botschaft und gelebten Werten zu schlagen. Wer heute ein Versprechen gibt, sollte nicht morgen durch widersprüchliches Verhalten seine eigene Keynote unterlaufen.

Das Timing ist also keine Kür, sondern Teil der Pflicht in jeder Kommunikationsstrategie. Gute Krisenkommunikation weiss: Glaubwürdigkeit hängt nicht nur vom Was ab, sondern ganz wesentlich vom Wann. Die falsche Botschaft zur richtigen Zeit kann Verwirrung stiften. Die richtige Botschaft zur falschen Zeit kann sogar Schaden anrichten.

Gerade in der aktuellen Wirtschaftslage, in der viele Unternehmen fast permanent im Change-Modus operieren, ist eine reflektierte Kommunikationsplanung Gold wert. Nicht nur, um Missverständnisse zu vermeiden, sondern um aktiv Vertrauen aufzubauen – gegenüber Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden, aber auch gegenüber der Öffentlichkeit.

Führungskräfte sollten sich diese Erkenntnis zu Herzen nehmen – nicht nur in der Kommunikation nach aussen (https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/2604390/866aa5ea8af709b170d83bab0840e808/tipps-fuer-die-oeffentlichkeitsarbeit-krisen-pr-data.pdf), sondern auch im täglichen Miteinander. Wer einen schwierigen Entscheid erklären, eine neue Strategie einführen oder nach einer Krise wieder Zuversicht vermitteln will, sollte sich immer auch fragen: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?

Denn Glaubwürdigkeit ist kein einmal erreichter Zustand – sie ist ein laufender Prozess. Und wer sie verlieren will, muss nichts weiter tun, als zur falschen Zeit das Richtige zu sagen.

Vortragsredner

Kontakt
Atelier Coaching & Training AG
Stefan Häseli
Ringstrasse 16a
9200 Gossau
+41 79 456 98 22

Stefan Häseli – Profil

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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