Während alle über Hochvoltbatterien sprechen, steigen die Anforderungen an das 24-Volt-Bordnetz rasant
Krefeld, August 2026 – Die Transformation des Straßengüterverkehrs hat begonnen. Batterieelektrische Antriebe gewinnen an Bedeutung, erste Wasserstoffkonzepte befinden sich im Praxiseinsatz und immer strengere Emissionsvorgaben beschleunigen den technologischen Wandel. Gleichzeitig wird der europäische Güterverkehr auch in den kommenden Jahren von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor geprägt sein. Für Flottenbetreiber bedeutet das: Unterschiedliche Antriebskonzepte werden über lange Zeit parallel betrieben werden – mit entsprechend unterschiedlichen Anforderungen an die Energieversorgung.
Während sich die öffentliche Diskussion vor allem auf Hochvoltbatterien konzentriert, rückt ein wesentlicher Bestandteil moderner Nutzfahrzeuge häufig in den Hintergrund: das 24-Volt-Bordnetz. Dabei ist dessen Bedeutung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Fahrerassistenzsysteme, Telematik, digitale Cockpits, Kameras, Sensorik, Kühlaggregate, Standklimaanlagen und Hoteling-Funktionen sorgen dafür, dass moderne Nutzfahrzeuge heute deutlich mehr elektrische Leistung benötigen als frühere Fahrzeuggenerationen.
Die Bordnetzbatterie übernimmt dabei längst weit mehr als den Motorstart. Sie muss hohe Startströme liefern, Rekuperationsenergie aufnehmen, zahlreiche Verbraucher auch während langer Standzeiten zuverlässig versorgen und unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen dauerhaft funktionieren. Aus der klassischen Starterbatterie ist damit ein zentraler Baustein des Energiemanagements geworden.
„Wer über die Zukunft des Nutzfahrzeugs spricht, denkt häufig zuerst an den Antrieb. Tatsächlich verändert die Elektrifizierung aber das gesamte Fahrzeug – und damit auch die Anforderungen an die Bordnetzbatterie“, erklärt Erik Rothe, Group Sales Manager der GS Yuasa Battery Germany GmbH. „Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht Blei oder Lithium, sondern welche Batterietechnologie die jeweilige Aufgabe technisch und wirtschaftlich am besten erfüllt.“
Transformation bedeutet nicht Austausch über Nacht Nach Einschätzung von GS Yuasa wird die Transformation des Nutzfahrzeugmarktes über viele Jahre hinweg von unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten geprägt sein. Flottenbetreiber ersetzen ihre Fahrzeuge nicht schlagartig, sondern orientieren Investitionen an Einsatzprofilen, Lebenszyklen und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer Flotten. Konventionelle Nutzfahrzeuge, Hybridmodelle und batterieelektrische Fahrzeuge werden deshalb auf absehbare Zeit parallel im Einsatz sein.
Hinzu kommt: Auch batterieelektrische Nutzfahrzeuge benötigen weiterhin ein Niedervoltbordnetz, das sicherheitsrelevante Systeme und zahlreiche Nebenverbraucher zuverlässig versorgt. Die Anforderungen an leistungsfähige Bordnetzbatterien nehmen deshalb unabhängig vom jeweiligen Antrieb weiter zu.
„Die Transformation ist kein entweder/oder, sondern ein Nebeneinander unterschiedlicher Technologien“, so Rothe. „Genau deshalb entwickeln wir unsere Bleisäuretechnologien konsequent weiter. Moderne AGM-, EFB- und VRLA-Batterien bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil heutiger und künftiger Nutzfahrzeuge.“
Produktentwicklung folgt dem Fahrzeugeinsatz Die steigenden Anforderungen an das Bordnetz spiegeln sich unmittelbar in der Produktentwicklung wider. Statt klassische Starterbatterien lediglich weiterzuentwickeln, entstehen Batterielösungen, die auf deutlich höhere elektrische Dauerbelastungen ausgelegt sind.
Ein Beispiel dafür ist die YBX9625 AGM SHD von GS Yuasa. Sie wurde speziell für Nutzfahrzeuge entwickelt, die durch umfangreiche Bordelektronik, Standklimaanlagen, Kühlaggregate oder lange Hoteling-Phasen besonders hohe Anforderungen an ihre Energieversorgung stellen.
Mit bis zu viermal höherer Zyklenfestigkeit gegenüber vergleichbaren EFB-Batterien, hoher Ladeakzeptanz und XVR-Vibrationsbeständigkeit trägt sie den veränderten Einsatzbedingungen moderner Nutzfahrzeuge Rechnung. Die wartungsfreie AGM-Technologie sorgt darüber hinaus für hohe Betriebssicherheit und eine lange Lebensdauer – entscheidende Faktoren für wirtschaftlich denkende Flottenbetreiber.
Für GS Yuasa steht deshalb fest: Die Zukunft der Nutzfahrzeugmobilität wird technologieoffen sein. Hochvolt- und Niedervoltsysteme werden unterschiedliche Aufgaben übernehmen – und moderne Bleisäuretechnologien werden dabei auch künftig eine zentrale Rolle spielen. Nicht als Alternative zur Elektrifizierung, sondern als ihre konsequente Ergänzung.
GS YUASA ist einer der größten Hersteller und Lieferanten von wiederaufladbaren Batterien mit Produktionsstätten weltweit sowie Erstausrüster vieler großer Marken.
Die GS YUASA Battery Germany GmbH, gegründet 1983 als YUASA Battery (Europe) GmbH, hat ihren Sitz in Krefeld und betreut von dort aus 15 Länder innerhalb Europas. Zu den drei Geschäftsbereichen zählen neben dem Bereich Automotive (Automobil-Starterbatterien) zudem Motorcycle (Motorrad-Starterbatterien) und Industrial (Industriebatterien für Standby- und zyklische Anwendungen).
GS YUASA ist Sponsor des Repsol Honda Teams HRC in der MotoGP.
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