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Schokoladenbranche zeigt öko-soziale Verantwortung

Genuss und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch

Schokoladenbranche zeigt öko-soziale Verantwortung

Foto: Fotolia / mikolajn (No. 5793)

sup.- „Genuss und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: Nachhaltigkeit kann durch die Beachtung und das Bewusstsein für mehr Gesundheit, ökologisch und sozial verantwortlich zu handeln und ökonomisch fair agiert zu haben, zu mehr Genuss beitragen“, so lautet die Überzeugung des „Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum“, das Anfang 2016 von der Bundesregierung verabschiedet worden ist.

Der Konsum der privaten Haushalte, und das gilt insbesondere auch im Bereich der Ernährung, ist für einen großen Teil der Inanspruchnahme von Ressourcen und der Umwelteinflüsse verantwortlich. Außerdem hat der Konsum Auswirkungen auf soziale Aspekte wie die Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette und die Vielfalt der Angebotsstruktur. Von besonderer Bedeutung ist die Anerkennung, dass nur durch die gleichmäßige und angemessene Berücksichtigung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Belange und durch die Beteiligung aller relevanten Akteure (Regierungen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Bürgerinnen und Bürger) echte Nachhaltigkeit sichergestellt werden kann.

Von der Theorie zur Praxis: Wie diese Zielsetzungen wirkungsvoll verfolgt werden können, zeigt beispielhaft die 2012 gegründete Initiative „Forum Nachhaltiger Kakao“, die von der Bundesregierung als Leuchtturmprojekt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie für das Jahr 2016 ausgezeichnet worden ist. Kakao, die wichtigste Zutat von Schokoladenprodukten, wird zu rund 90 Prozent von Kleinbauern in Westafrika, Indonesien und Südamerika aus den Früchten von Kakaobäumen gewonnen. Im Zentrum des Engagements der Gemeinschafts-Initiative stehen die Verbesserungen der Lebensbedingungen der Kleinbauern und ihrer Familien sowie das Forcieren von nachhaltig orientierten Anbaumethoden zur Ertrags- und Qualitätsoptimierung unter Berücksichtigung des Schutzes der Biodiversität sowie der Schonung der natürlichen Ressourcen.

Zur Realisation dieser Nachhaltigkeitsstrategie müssen alle Beteiligten der gesamten Lieferkette an einem Strang ziehen. Deshalb gehören zu den rund 70 Mitgliedern des „Forum Nachhaltiger Kakao“ ( www.kakaoforum.de) sowohl Unternehmen der Süßwarenindustrie und des Lebensmittelhandels als auch Nichtregierungsorganisationen und standardsetzende Vereinigungen (z. B. Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ Certified). Die Bilanz der ambitionierten Aktivitäten des Forums ist beeindruckend: Von drei Prozent im Jahr 2011 ist der Anteil der in Deutschland verkauften Süßwaren mit nachhaltig zertifiziertem Kakao auf heute 40 Prozent, bei Produkten der Forumsmitglieder sogar auf 50 Prozent gestiegen. Von großen Herstellern mit Vorreiterfunktion wie z. B. Ferrero, Lindt, Mars und Nestle wird bis spätestens 2020 eine ausschließliche Verwendung von entsprechend angebautem Kakao angestrebt. Konsumenten können diese Entwicklung pro Bevorzugung von nachhaltig erzeugten Rohstoffen unterstützen, indem sie bei ihren Kaufentscheidungen nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Nachhaltigkeitskriterien achten.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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