Neuigkeiten Timeline

Immobilien
Juli 22, 2026

Hotel Investments AG: Hotelinvestoren & diskrete Off-Market-Hotelimmobilien-Transaktionen in Deutschland, Österreich, Schweiz

Umwelt, Energie
Juli 22, 2026

Bedeutung der TA Luft für Industrieanlagen

Auto, Verkehr
Juli 22, 2026

Studie: E-Bikes schaffen real oft nur die Hälfte der beworbenen Reichweite – auch teure Premium-Marken

Immobilien
Juli 22, 2026

Hotel Investments AG sucht Hotelimmobilien: Ankauf, Verkauf & Hotelverpachtung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Immobilien
Juli 22, 2026

Hansch Immobilien: Digitaler Neustart

Tourismus, Reisen
Juli 22, 2026

„Jedermann“ 2026 in Weimar: VIP Meet & Greet im Amalienhof

IT, NewMedia, Software
Juli 22, 2026

Softengine und Step Ahead formieren sich zum vertikalen ERP-Powerhouse für den Mittelstand

Computer, Information, Telekommunikation
Juli 22, 2026

Aagon beruft Sven Häckel zum Head of Sales

Handel, Dienstleistungen
Juli 22, 2026

50 Jahre dm Österreich – allcop Fotobox in Lustenau

Tourismus, Reisen
Juli 22, 2026

Hong Kong Tourism Board startet globale Kampagne „Only in Hong Kong“

IT, NewMedia, Software
Juli 22, 2026

Box stellt neue Kontrollfunktionen für KI-Agenten mit Zugriff auf Unternehmensinhalte vor

Allgemein
Juli 22, 2026

Mehr als eine Tragehilfe: Wie Papiertragetaschen Handel, Gastronomie und Markenauftritt verbinden

IT, NewMedia, Software
Juli 22, 2026

Extreme Networks begleitet Bond Almand auf seiner Solo-Radtour zu allen NFL-Stadien

Immobilien
Juli 22, 2026

Kurzfristige Verkaufsentscheidungen: Professionelle Unterstützung in besonderen Lebenslagen

Zum G20-Gipfel: Die Frage „Gewalt – ja oder nein?“ ist falsch

Unabhängige Aktivist*innen fordern: Qualität statt Bekenntnisse

Die überwältigende Mehrheit aller an den Auseinandersetzungen der vergangenen Tage in Hamburg beteiligten Personen und Organisationen hat sich bekenntnishaft über die Legitimität von Gewalt als Mittel des politischen Protestes oder als Mittel der uniformierten Sicherung stattlicher Macht geäußert. Das gilt sowohl für die dort versammelten Politiker*innen als auch für Journalist*innen und die meisten der Aktivist*innen und Führungspersonen politischer Organisationen und Netzwerke. Die Frage nach der Qualität politischer Protestaktionen blieb dabei auf der Strecke. Kaum eine Stimme war hörbar, die sich mit der Art militanter Aktionen auseinandersetzte. Das Gleiche gilt für die sogenannten friedlichen Proteste, die ihre einzige Legitimation aus der Ausgrenzung zur dogmatischen Ablehnung von Gewalt zu ziehen schien. Dabei war vor allem auffällig: Fast alle Aktionen in Hamburg, die öffentlich sichtbar wurden, waren stumpf, inhaltsleere, ritualhaft und wenig von der Kreativität der Einzelnen geprägt. Stattdessen wurden sowohl Militanz als auch Gewaltfreiheit fetischisiert. Befürwortung und Ablehnung erfolgten als Bekenntnis und verdeckten, dass bei fast allen Aktionen Inhalt und Qualität mangelhaft waren. Die öffentliche Berichterstattung reduzierte sich in der Folge auf die Nachricht „friedlich“ oder „gewalttätig“. Damit haben sowohl die plakative Gewaltfreiheit wie auch die plakative Militanz die Inhalte verdeckt.

Statt der Fortsetzung der dogmatisch orientierten Debatte um Militanz oder Gewaltfreiheit rufen wir zu mehr Qualität auf:

Aktionen müssen so ausgerichtet sein, dass sie unsere Inhalte und Forderungen sichtbar machen.
Aktionen müssen die Unterschiedlichkeit unserer Auffassungen und Vorlieben zum Ausdruck bringen. Statt vereinheitlichender Schulungen und Aktionsstrategien gilt es, uns viele unterschiedliche Ausdrucksformen anzueignen und in die Praxis umzusetzen. Demos mit Tausende von Menschen, die sich weitgehend gleichförmig verhalten, sind immer eine Verschwendung unser Möglichkeiten – egal ob gewaltfrei oder militant. 1000 ausdrucksstarke Gruppen a 10 Leute mit eigenen Ideen sind viel mehr wert als ein geschlossener Zug von 10.000 Menschen.
Kriterium für die Bewertung von Aktionen muss deren emanzipatorische Qualität und Ausdrucksstärke sein. Die Ohrfeige von Beate Klarsfeld gegen Kurt-Georg Kiesinger oder der militante Kampf der Roten Zora gegen den frauenausbeutenden Adlerkonzern sind nicht das Gegenteil der Sitzplatzwahl von Rosa Parks oder der Besetzung von Genversuchsfeldern, sondern sie sind sich hinsichtlich der relevanten Qualitätsmerkmale vor allem ähnlich. Nur die Bekenntnisdebatte um Militanz und Gewaltfreiheit macht sie zu Gegenteilen.
Um einen Qualitätssprung sowohl bei militanten als auch bei sogenannten gewaltfreien Aktionen zu erreichen, muss die Macht derer gebrochen werden, die an bekenntnishaften, ritualisierten und dadurch leicht führbaren Protestformen Interesse haben. Dieses sind die Sicherheitsbehörden des Landes, aber auch die Vorstände, Sprecher*innen usw. der politischen Bewegungen – wie auch immer sie ihre Kreise nennen, die andere Menschen vereinnahmen, steuern, um Spenden erleichtern oder für sie sprachen wollen.

Die entscheidende Frage ist nicht: Gewalt – ja oder nein? Die entscheidende Frage ist die nach der Qualität unserer Aktionen. Die Gewaltdebatte verschleiert, dass hier ein riesiger Nachholbedarf besteht.

Mehr Informationen: www.direct-action.tk
Kontakt: Projektwerkstatt, saasen@projektwerkstatt.de, 06401-903283

Projektwerkstatt – die Villa Kunterbunt des kreativen Widerstandes … unabhängig, kreative, (versucht) herrschaftsfrei

Kontakt
Projektwerkstatt
Jörg Bergstedt
Ludwigstr. 11
35447 Reiskirchen
06401-903283
saasen@projektwerkstatt.de
http://www.projektwerkstatt.de

(Visited 44 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert