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Zukunftsmobilität: Kleine Kurstadt mit großen Plänen

Inititative Zukunfsmobilität: Elektromobilitäts-Experten aus Trossingen stellen in Bad Säckingen die Weichen für eine emissionsfreie Kurstadt.

Zukunftsmobilität: Kleine Kurstadt mit großen Plänen

Christian Klaiber, Christoph Erdmenger, Thomas Zimmermann

Bad Säckingen, die Kurstadt am Hochrhein entwickelte sich zum Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Seit gut einem Jahr beraten die Experten der Initiative Zukunftsmobilität (http://www.zukunftsmobilitaet.de) die Stadt Bad Säckingen auf ihrem Weg zu einer emissionsfreien Mobilität in der Innenstadt. Schon jetzt kann die kleine Kurstadt mit ihren rund 17.000 Einwohnern auf eine stattliche Anzahl elektromobiler Pionierlösungen blicken. Dazu gehören nicht nur das im Dezember 2015 installierte elektrische Bürgerauto, das sich Bad Säckinger Bürger ausleihen können, sei es weil sie kein eigenes Auto haben, weil gerade ein Fahrzeugengpass in der Familie entsteht oder weil sie gern einmal ein Elektroauto ausprobieren wollen. In Bad Säckingen ist zudem vor wenigen Wochen der erste Taxiunternehmer im südlichen Baden-Württemberg mit einem Tesla Model S an den Start gegangen und von den Stadtwerken Bad Säckingen wurde die erste Schnellladesäule Südbadens in Betrieb genommen. Jetzt nimmt mit dem elektrischen Citybus die erste elektrisch betriebene Stadtbuslinie einer Kleinstadt im Ländlichen Raum ihren Betrieb auf.
Doch was auf den ersten Blick wie Einzelmaßnahmen aussieht ist Teil eines ambitionierten Gesamtplans. Christian Klaiber, Leiter der auf nachhaltige Mobilität spezialisierten Initiative Zukunftsmobilität (http://www.zukunftsmobilitaet.de) aus Trossingen hatte 2015 im Auftrag der Stadt ein Gesamtkonzept entwickelt. Titel und Ziel: „Bad Säckingen fährt emissionsfrei“. Das Ziel hat einen guten Grund. Für die Kurstadt ist die Senkung der Emissionen von existenzieller Bedeutung. Bedingt durch ständig wachsenden innerstädtischen Verkehr und eine hohe Schadstoffbelastung durch eine stark befahrene Bundesstraße klettert die verkehrsbedingte Schadstoffbelastung Jahr für Jahr weiter an. Wenn es nicht gelingt, den Trend umzukehren, ist der Bäderstatus in Gefahr. Der aber ist die wirtschaftliche Grundlage der Kurstadt an der Schweizer Grenze. „Auf den Durchgangsverkehr hat die Stadt keinen Einfluss, also konzentrieren wir unsere Maßnahmen auf die Senkung von Emissionen im Stadtgebiet selbst“ erläutert Mobilitätsexperte Klaiber, der die Stadt bei Planung und Umsetzung der zahlreichen Maßnahmen begleitet.
Dabei seien die Maßnahmen selbst zwar wichtig, um den Stein ins Rollen zu bringen, so der erfahrene Berater. Doch der eigentliche Durchbruch passiere in den Köpfen der Menschen. „Durch die überregionale Vorreiterrolle der Stadt in Sachen Elektromobilität kommt eine Diskussion in Gang und das Thema damit ins Bewusstsein der Menschen“ ist sich Klaiber sicher und sieht darin den Grundstein für die Entwicklung eines emissionsfreien Mobilitätsangebots.
In Bad Säckingen ist man seit langem offen für elektromobile Lösungen. So setzen die Stadtverwaltung wie auch die Stadtwerke bereits seit Jahren Elektrofahrzeuge ein: der Stadtbote fährt mit einem Lastenpedelec, im kommunalen Fuhrpark befindet sich bereits seit längerem ein i-Miev von Mitsubishi, die Stadtwerke fahren einen elektrischen Fiat 500 und Renault ZOE und Touristen können sich vor Ort E-Bikes ausleihen. Und auch bei der Ladeinfrastruktur beschreitet Bad Säckingen neue Wege. Die bereits vorhandenen öffentlichen Ladesäulen der Stadtwerke etwa wurden von den Fachleuten der Zukunftsmobilität in das kommunale Gesamtkonzept für Ladeinfrastruktur eingebunden, welches selbst Teil der großen Idee von „Bad Säckingen emissionsfrei“ ist. Darüber hinaus sind alle Aktivitäten eingebettet in die Klimaschutzaktivitäten der Stadt und damit in das Zertifizierungsverfahren des European Energy Awards (EEA).
Auch außerhalb der öffentlichen Hand ist man auf den Zug Richtung emissionsfreie Innenstadt inzwischen aufgesprungen. Im Pflegedienst der Arbeiterwohlfahrt ist täglich ein Elektroauto im Einsatz, die Volksbank Rhein-Wehra, die den Bau der Schnellladesäule ermöglicht hat, setzt im Fuhrpark ein E-Auto ein und erste Hotels in der Stadt richten Ladestationen für Ihre Gäste ein und wollen künftig auch selbst elektrisch fahren. Zwar sind bis zu einer emissionsfreien Innenstadt noch viele Schritte zu tun, doch Klaiber blickt optimistisch in die Zukunft: „Im nächsten Schritt wollen wir den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen“. Dazu hat der Experte für nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum die nächste Pionierlösung für eine verbesserte Anschlussmobilität bereits in der Tasche.

Die Experten der Initiative Zukunftsmobilität haben sich auf die Elektromobilität in all ihren Facetten spezialisiert. Dazu gehört die Einbindung der Elektromobilität in nachhaltige Mobilitätslösungen im ländlichen Raum ebenso wie die Entwicklung und Realisierung maßgeschneiderter Mobilitätslösungen für Kommunen, Energieversorger, Unternehmen und den Tourismus. Weitere Arbeitsschwerpunkte der bundesweit tätigen Berater, die selbst seit 2011 elektrisch fahren, sind der Aufbau einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur und die Unterstützung von Kommunen bei der Entwicklung von Lösungen für Carsharing, Bürgerbusse und andere alternative Mobilitätskonzepte.
Zu den Kunden der Initiative Zukunftsmobilität gehören Stadtwerke, Gemeinde-, Stadt- und Kreisverwaltungen sowie Industrieunternehmen und Fahrzeughersteller, Handwerks- und Tourismusbetriebe und das Land Baden-Württemberg.

Kontakt
Initiative Zukunftsmobilität
Christian Klaiber
Hohnerareal Bau V Hohnerstraße 4/1
78647 Trossingen
49 74 25 . 94 00 79-20
info@zukunftsmobilitaet.de
http://www.zukunftsmobilitaet.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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