Neuigkeiten Timeline

IT, NewMedia, Software
Oktober 20, 2026

easy software zeichnet Top-Reseller mit dem easy Glow Award 2026 aus

Umwelt, Energie
Oktober 20, 2026

1.000 Kilometer für den Klimaschutz: Klimapakt-Botschafterin radelt von Aachen nach Passau auf dem Weg zur COP31

Medien, Kommunikation
Oktober 20, 2026

GRIN Publishing auf der ersten Münchner Buchmesse 2026

Umwelt, Energie
Oktober 20, 2026

Doppelt stark gegen Kalk

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Oktober 20, 2026

Asahi Kasei stärkt die Transparenz des CO₂-Fußabdrucks bei der Acrylnitril-Produktion durch unabhängige Verifizierung

IT, NewMedia, Software
Oktober 20, 2026

EMS-Industrie unter Druck: Perzeptron sieht Versorgungssicherheit als Gemeinschaftsaufgabe

Freizeit, Buntes, Vermischtes
Oktober 20, 2026

Bibliotheken: Bald sonntags eine Toniebox ausleihen?

IT, NewMedia, Software
Oktober 20, 2026

LC-Sign – leitzcloud erweitert neuen Web-Workspace um browserbasierte Signatur-Lösung

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 20, 2026

ProMosaik Interlanguage: Sprachunterricht in einem Raum des Dialogs

Essen, Trinken
Oktober 20, 2026

Gustofolio: Eine Getränke-App für Wein, Whisky, Gin und mehr

Elektro, Elektronik
Oktober 20, 2026

electronica 2026: Elektronikfertigung mit Limtronik flexibel skalieren – in Europa und den USA

Wissenschaft, Forschung, Technik
Oktober 20, 2026

Neues Labor für die Fernwasserversorgung Franken

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 20, 2026

Transformation kann man nicht planen

Handel, Dienstleistungen
Oktober 20, 2026

Wenn Technik nicht weiterhilft: Warum guter Hosting-Support den Unterschied macht

Was weiß die Schufa?

ARAG Experten über die Speicherung von personenbezogenen Daten bei der Schufa.

Wer einen Handyvertrag abschließt, Miet-, Kauf- oder Leasingverträge unterzeichnet oder einen Kredit aufnimmt, kann von der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, erfasst werden. Die Grundidee der fast 100 Jahre alten Organisation ist durchaus berechtigt: Die Schufa soll ihre Mitglieder – z. B. Banken, Einzelhändler, Wohnungseigentümer oder Versicherungen – vor finanziellen Verlusten und schlechter Zahlungsmoral schützen. Aber Verbraucher haben nach Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einen Anspruch darauf, zu erfahren, welche personenbezogenen Daten gespeichert werden.

Was weiß die Schufa?
Für den Verbraucher kann die Speicherung bei der Schufa einerseits ein Vorteil sein, da durch Auskünfte seine Kreditwürdigkeit schnell zu beweisen ist. ARAG Experten weisen allerdings auch auf mögliche unangenehme Konsequenzen für den Verbraucher hin. So kann z. B. unter Umständen eine vergessene Handyrechnung dazu führen, dass man kein Konto mehr eröffnen kann, keine Wohnung findet oder keinen Versicherungsvertrag bekommt, weil sich die Unternehmen bei der Schufa nach der Zahlungsmoral des potenziellen Kunden erkundigen.

Wie erfahre ich, was gespeichert wurde?
Wenn Sie wissen wollen, was die Schufa über Sie gespeichert hat, und wer wann zu welchem Zweck Informationen zur Person angefragt hat, können Sie Einsicht in die gespeicherten Daten verlangen. Die Schufa ist verpflichtet, jedem Antragsteller einmal jährlich auf Nachfrage kostenlos eine Schufa-Selbstauskunft zu erteilen. Diese „Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO“ kann hier online bestellt werden. In der Auskunft sind alle Einträge mit Erklärungen zu einzelnen Berechnungsmethoden enthalten. So können Verbraucher erkennen, ob die Daten falsch, unvollständig oder veraltet sind und diese Einträge der Schufa melden. Bei Korrekturwünschen kann es helfen, entsprechende Nachweise mitzuschicken.

Was ist Scoring?
Entscheidend sind nach Auskunft der ARAG Experten die so genannten Score-Werte. Sie gehen weit über die üblichen Informationen zum Bestand von Konten oder Kreditkarten hinaus. Darin enthalten sind soziodemografische Daten, wie etwa Wohnadresse oder die Dauer von Mietverhältnissen. Wer demnach oft die Bank oder Wohnung wechselt oder eben mal vergisst, dass die Handyrechnung bereits angemahnt war, kann trotz ansonsten guter Bonität schnell einen schlechten Score erreichen. Und das kann dazu führen, dass Kredite nicht oder nur teuer vergeben werden oder der Zahnarzt nur gegen Vorkasse zum Bohrer greift.

Scoreformel bleibt Geschäftsgeheimnis der Schufa
Auskunft darüber, wie genau die Schufa eine Kreditwürdigkeit berechnet hat, muss hingegen nicht erteilt werden. Sie bleibt als Geschäftsgeheimnis geschützt. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH). Im zugrunde liegenden Fall war der Klägerin nach Einholung der Schufa-Auskunft die Finanzierung eines Autos verweigert worden. Sie wandte sich daraufhin an die Schufa. Die übersandte ihr eine „Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)“. Diese Übersicht hielt die Klägerin jedoch nach dem Gesetz für nicht ausreichend. Sie wollte zusätzlich wissen, wie die gespeicherten Daten gewichtet worden seien, um den Wahrscheinlichkeitswert – oder „Scorewert“ – über ihre Kreditwürdigkeit zu berechnen.
Die obersten Zivilrichter in Karlsruhe wiesen ihre Klage ab (Az.: VI ZR 156/13). Die Schufa müsse nach dem BDSG nur Auskunft darüber erteilen, welche personenbezogenen Daten bei ihr gespeichert und in die Berechnung der Wahrscheinlichkeitswerte eingeflossen seien. Wie die einzelnen Merkmale dabei gewichtet worden seien, dürfe die Schufa dagegen für sich behalten, so der BGH. Der Gesetzgeber habe bei der Schaffung des datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruchs zwar einerseits für größere Transparenz beim Scoringverfahren sorgen wollen. Das werde dadurch erreicht, dass der Betroffene die in die Bewertung eingeflossenen Umstände erkennen und hierauf reagieren kann. Gleichzeitig habe der Gesetzgeber aber die Geschäftsgeheimnisse der Auskunfteien schützen wollen. Zu diesen zähle auch die Scoreformel.

Was wird gespeichert?
Die Schufa weiß, wie man heißt, wo man wohnt, wie alt man ist, wie viele Konten, Kreditkarten und Handyverträge man besitzt. Auch gewährte Kredite werden erfasst; sie bleiben nach vollständiger Rückzahlung noch drei Jahre gespeichert. Informationen zu Vermögensverhältnissen wie z. B. Einkommen oder Aktienbesitz werden aber laut ARAG Experten nicht gespeichert. Zurzeit sind rund 360 Millionen Einzeldaten von über 60 Millionen Menschen in der Datenbank erfasst.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/job-und-finanzen/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,7 Milliarden EUR.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf, Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Peskes, Vorstand Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender (Vors.), Dr. Renko Dirksen, Dr. Matthias Maslaton, Wolfgang Mathmann, Hanno Petersen, Dr. Joerg Schwarze
Sitz und Registergericht Düsseldorf HRB 66846 USt-ID-Nr.: DE 119 355 995

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
Klaarkiming Kommunikation
Claudia Wenski
Steinberg 4
24229 Dänischenhagen
043 49 – 22 80 26
cw@klaarkiming-kommunikation.de
http://www.arag.de

(Visited 47 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert