Neuigkeiten Timeline

Handel, Dienstleistungen
September 2, 2026

Vebego optimiert Reinigung für CSRD-Vorgaben

Maschinenbau
September 2, 2026

IMA Schelling Precision präsentiert xm 250 auf der ALUMINIUM 2026

Tourismus, Reisen
September 2, 2026

„Wir verstehen uns nicht nur als Hotel, sondern auch als Gastgeber auf La Gomera“

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 2, 2026

Rentenversicherungspflicht für Selbstständige: Position des BDS Rheinland-Pfalz & Saarland e.V. und der Allianz Hauptstadtbüro Mittelstand des BDS D

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 2, 2026

Rentenversicherungspflicht für Selbstständige: Position der Allianz Hauptstadtbüro Mittelstand des BDS Deutschland e.V.

Freizeit, Buntes, Vermischtes
September 2, 2026

Abzocke – Schnittlauch zum Silberpreis oder lieber geschenkt?

Tourismus, Reisen
September 2, 2026

Was macht eine wirklich gute Rundreise aus?

Allgemein
September 2, 2026

Warum Ihre Online-Sichtbarkeit heute auch über den Wert Ihres Handwerksbetriebs entscheidet

Familie, Kinder, Zuhause
September 2, 2026

In jeder fünften Beziehung ist „Ich liebe Dich“ selten geworden (Studie)

Politik, Recht, Gesellschaft
September 2, 2026

ARAG Recht schnell…

Garten, Bauen, Wohnen
September 2, 2026

Bis zu 100 Euro Cashback – Hansgrohe Jubiläumsaktion

Freizeit, Buntes, Vermischtes
September 2, 2026

Wenn der Sinn dort beginnt, wo der Verstand keine Antwort findet

Vereine, Verbände
September 2, 2026

Vorbeugen mit 20, gewinnen mit 80

Vereine, Verbände
September 2, 2026

Wer Bridge lernt, lernt eine neue Sprache

Unausgewogene Darmmikrobiota schadet der Leber

Krankheiten wie alkoholische Lebererkrankung und Zirrhose gehen einher mit einem gestörten mikrobiellen Gleichgewicht im Darm.

Die möglichen Folgen eines Ungleichgewichtes (Dysbiose) der Darmmikrobiota beschränken sich nicht auf Darmerkrankungen. Unter den anderen Organen ist besonders die Leber betroffen. Krankheiten wie die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL), nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH), alkoholische Lebererkrankung und Zirrhose gehen einher mit einem gestörten mikrobiellen Gleichgewicht im Darm. Forschungsergebnisse, die Prof Bernd Schnabl (Universität von Kalifornien San Diego/USA) beim „Gut Microbiota for Health World Summit“ in Miami/USA (5. – 6. März 2016) vorstellte, beleuchten die Abläufe, die diese Krankheiten auslösen.

Eine Verbindung zwischen gestörter Darmmikrobiota und Leberkrankheiten, die Ärzte seit langem kennen, ist die bakterielle Darmüberwucherung – ein übermäßiger Anstieg der Bakterienanzahl im Dünndarm von Patienten mit alkoholbedingten Lebererkrankungen. Inzwischen aber hat sich herausgestellt, dass die Darmmikrobiota von Patienten mit NAFL oder NASH – oft in Verbindung mit Fettleibigkeit – ebenfalls aus der Balance geraten ist. Dabei geht es nicht nur um die reine Quantität wie bei der bakteriellen Dünndarmüberwucherung, wo die Gesamtzahl der Bakterien erhöht ist. Vielmehr sind, wie Prof. Schnabl deutlich machte, qualitative Veränderungen in der bakteriellen Zusammensetzung genau so wichtig: Dazu gehört die zunehmende Konzentration potentiell schädlicher Bakterien wie E.coli und der gleichzeitige Rückgang nützlicher Stämme wie z.B. Lactobacillus.

„Diese Art von Dysbiose löst Entzündungen aus, die die Darmbarriere schwächen und schließlich Breschen entstehen lassen, die es potentiell schädlichen Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten erlauben, die Barriere zu durchdringen und in den Pfortaderkreislauf zu gelangen, der zur Leber führt“, erklärte Prof. Schnabl. Dass eine fettlastige Ernährung ebenso wie langfristiger Alkoholmissbrauch eine defekte Darmbarriere zur Folge haben können, zeigt den Zusammenhang zwischen dem Lebensstil – insbesondere Ernährung – und diesen Funktionsstörungen.

Schädliche Bindungen
Zu den gesundheitsgefährdenden mikrobiellen Produkten, die aus dem Inneren des Darms in den Blutkreislauf gelangen können, gehört Lipopolysaccharid (LPS), ein von Bakterien erzeugtes Endotoxin. Nach dem Verzehr stark fetthaltiger Nahrungsmittel treten diese Verbindungen vermehrt auf und sie können zudem auf eine defekte Schleimhaut-Barriere hindeuten. LPS, das durch die Lücken in der Darmbarriere schlüpft und die Leber über die Pfortader erreicht, kann an den toll-artigen Rezeptor 4 (TLR/toll-like receptor 4) binden, der sich auf Leberzellen befindet und Teil des Immunsystems ist. TLR4 reagiert durch die Aktivierung unterschiedlicher Leberzellen, die Entzündungen verursachen sowie durch den Tod von Leberepithelzellen und schließlich das Vernarben der Leber (Fibrose, Zirrhose). TLR4 und LPS bilden nur eine von mehreren Kombinationen aus Rezeptoren und daran bindenden Molekülen, die an der Entstehung entzündlicher und fibrotischer Prozesse beteiligt sind.

Weitere Nachweise stammen aus Tierversuchen, die zeigen, dass gentechnisch veränderte Mäuse, die keine Rezeptoren zum Erkennen dieser bakteriellen Produkte haben, auch keine Lebererkrankungen entwickeln. Eine klinisch relevante Möglichkeit besteht darin, die Verlagerung solcher bakteriellen Erzeugnisse wie LPS zu reduzieren. Das lässt sich durch Antibiotika erreichen, die die Menge an Darmbakterien insgesamt verringern, so dass dann auch weniger Bakterien in den Blutkreislauf gelangen können.

Das Potential von Probiotika
Ein anderer Erfolg versprechender Weg besteht darin, die zugrunde liegende Dysbiose durch Einnahme von Probiotika zu korrigieren. Prof. Schnabl verwies auf Studien mit Lactobacillus, das bei Zirrhose-Patienten die Dysbiose rückgängig machte und die LPS-Konzentration senkte. Bevor allerdings der probiotische Ansatz zum Behandlungsstandard werden kann, müssen diese Ergebnisse durch zusätzliche Studien bestätigt und ergänzt werden. „Eng verknüpft mit dieser Forschungsrichtung ist unser Ziel, personalisierte Behandlungen von Leberkrankheiten zu entwickeln. Das setzt eine gründlichere Kenntnis der verschiedenen Arten von Mikrobiota-Zusammensetzungen voraus, die dann klinischen Symptomen und Krankheitsverläufen zugeordnet werden können. Patienten mit unterschiedlichen Mikrobiotas könnten unterschiedlich und damit wirksamer behandelt werden. Es liegt noch eine Wegstrecke vor uns, aber wir bewegen uns zweifellos in die richtige Richtung“, so Prof. Schnabl.

Weitere Informationen gibt es unter www.gutmicrobiotaforhealth.com (http://www.gutmicrobiotaforhealth.com/en/media-center/)

Presseagentur für Medizinthemen

Kontakt
impressum health & science communication
Frank von Spee
Hohe Brücke 1
20459 Hamburg
040 31786410
vonspee@impressum.de
http://www.impressum.de

(Visited 38 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert