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Ultraschnelles Internet sofort für Alle

Eine revolutionäre Technik ermöglicht rasche Umsetzung

Trends wie „Industrie 4.0“ und das „Internet der Dinge“ benötigen immer mehr Bandbreite, wobei Wireless allein diesen Bedarf nicht decken kann. Die damit einhergehenden Herausforderungen und Entwicklungen standen im Fokus der internationalen Fachtagung „Kommunikationskabelnetze 2014“, zu der die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (ITG) rund 200 Experten nach Köln eingeladen hatte. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Beitrag des Neubiberger Chipherstellers Lantiq mit einem revolutionären Konzept zur raschen Bereitstellung von 100 Mbit/s an Endkunden.

Der Bedarf nach immer mehr Bandbreite ist ungebrochen. So lässt die steigende Nachfrage nach Video- und Cloud Services den Bandbreitenbedarf weiterhin explosionsartig ansteigen. Einschätzungen von Experten zufolge wird der Bedarf im Downstream auf 100 Mbit/s oder mehr anwachsen. Führende Anbieter suchen daher nach intelligenten Wegen, um für ihre Kunden möglichst hohe Datenraten bereitstellen zu können, da Glasfaserleitungen direkt bis in alle Haushalte zu teuer sind.

Vor diesem Hintergrund hat der Chiphersteller Lantiq ein neues System für ein schnelles Internet und den flächendeckenden Breitband-Ausbau auf den Markt gebracht. Mit der neuen Chipsatz-Familie VINAX™ dp adressiert das Unternehmen die steigenden Anforderungen im Breitbandmarkt nach ultraschnellem Internet bei möglichst geringem Investitionsaufwand und gleichzeitig effizienter Nutzung der bestehenden Telefonnetze. Unternehmensangaben zufolge ist die als „Fiber-to-the-Distribution Point“ (FTTdp) bezeichnete Technologie das passende Instrument, um dem schleppenden und extrem teuren Breitbandausbau neuen Schwung zu verleihen. In Feldversuchen seien bereits Lösungen mit aggregierten Datenraten von 300 Mbit/s im Feld realisiert worden.

„Zur schnellen Überbrückung der letzten Meile lässt sich die VDSL-Technologie mit verschiedenen Glasfaser-Implementierungen in unterschiedlichen Szenarien kombinieren“, unterstreicht Lantiq Marketing Manager Stefan Hirschner. Hinter VDSL verbirgt sich eine
DSL-Technik, die wesentlich höhere Datenübertragungsraten über gebräuchliche Telefonleitungen liefert als beispielsweise ADSL oder ADSL2+. Hierfür seien unterschiedliche Profile von 8 bis 30 MHz erforderlich. Ein flächendeckender Glasfaserausbau bis in die Wohnungen wäre zwar von der Performance aus betrachtet wünschenswert, die Realisierung eines derartigen Vorhabens würde aber allein in Deutschland nach Expertenschätzung bis zu 80 Mrd. Euro kosten.

Insbesondere aufgrund der hohen Kosten erfolgt die Verbreitung von FTTH in Europa bisher wesentlich langsamer als prognostiziert. Vor diesem Hintergrund bietet sich die FTTdp-Lösung als die derzeit schnellste und kostengünstigste Möglichkeit an, Haushalte flächendeckend an ein schnelles Breitband-Internet anzubinden.

In diesem Szenario bringen die Telekommunikationsanbieter via Glasfaser Daten mit bis zu 2 Gbit/s in die Nähe der Endkunden. Über eine FTTdp Box in der Größe einer Zigarrenschachtel werden die Signale dann in das vorhandene Telefonnetz eingespeist. Auf diese Weise kommt der Kunde ohne bauliche Maßnahmen über herkömmliche Internetrouter der neuesten Generation in den Genuss von ultraschnellem Internet.

Pressebüro für Wissenschaft, Technik, Unterhaltung

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Rolf Froböse
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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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