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Über Schuld und Sühne hinausgehen

Ein Weg für Opfer und Täter

Über Schuld und Sühne hinausgehen

Cover

Seine ermutigende Botschaft: Uns bleibt die Wahl! Wir haben es selber in der Hand, ob wir die negative Denkweise des Täters übernehmen – also unsere eigene Sichtweise dem des Täters angleichen – oder uns das eigene positive Selbstwertgefühl bewahren.

Denn häufig missverstehen wir eine negative Erfahrung als gegen uns persönlich gerichtet, und ziehen uns dann mehr und mehr zurück. Eben weil wir nur das Negative sehen, und nicht den Sinn, den es für uns haben kann. Sehen wir zum Beispiel Menschen die uns negatives antun, meinen sie etwa uns persönlich? Nein, ihnen ist es nur wichtig ihr Negatives an uns weiter geben zu können, um es dann nicht mehr so direkt spüren zu müssen. Also tun wir ihnen doch nicht den Gefallen, ihr Negatives zu übernehmen. Lassen wir unser Selbstbild nicht von ihnen fremdbestimmten. Grenzen wir uns positiv ab und bleiben in unserer Eigenwertschätzung. So übernehmen wir – nicht – die negativen Einflüsse einer negativen Erfahrung!
Also genau dafür, für einen positiven Selbstschutz braucht es die eigenen männlichen Charakter Eigenschaften. „Das Wiederachten und Integrieren der eigenen männlichen Charaktereigenschaften und Eigenarten ist ein wesentlicher Schritt, um wieder in die eigene Kraft zu finden“, so Schulte.

Und genau da liegt das Problem, denn männliche Anteile verurteilen wir ja häufig als mit einem Täterhintergrund behaftet. Und so würden wir uns gerne Abgrenzen, schaffen es aber nicht. Versuchen ein positives Selbstwertgefühl für uns zu bewahren, schaffen es aber nicht.
Doch nur das wieder achten und integrieren der eigenen männlichen Charaktereigenschaften macht es für uns wieder möglich, in der eigenen Kraft zu verbleiben. Und uns nicht auf die inneren Bilder des Verletztseins zu beschränken, so Schulte.

Menschen mit Opfer-Täter-Hintergrund finden in dem Buch viele Anregungen für einen positiven Weg aus dem Kreislauf wiederkehrender Traumatisierung heraus, der mit einer fundamentalen Umdeutung einhergeht. Es gilt, etwas, das als vermeintliche „Schwäche“ erlebt wird, verantwortungsvoll zu integrieren. Zu erkennen, dass Verurteilung diesen Weg zwangsläufig blockiert – unabhängig davon, ob man sich selbst oder andere verurteilt.

Seine Darstellung macht eindringlich klar, weshalb andere uns letztlich nur dann verurteilen können, wenn wir uns zuvor selbst verurteilt haben. Und dass andere uns erst dann vergeben können, wenn wir uns zuerst selbst vergeben. Ein kraftvoller Perspektivenwechsel, der letztlich dazu führt, die Verantwortung und die eigene Macht wieder zu uns selbst zurückzunehmen. So entsteht beim Gehen unter den eigenen Füßen ein Weg, der dauerhaft über das Opfer- und Tätersein hinausreicht und der Liebe neue Räume eröffnet: „Auch wieder loslassen, sich hinzugeben trotz Angst, und den festgefügten Weg des Berechenbaren verlassen – das ist es, was in der Liebe zählt“, resümiert Schulte.

Über den Autor:
Als Heilpraktiker und Coach berät Eugen Schulte Frauen und Männer in allen Lebensfragen – vor allem aber in partnerschaftlichen Beziehungen. In seinem Buch „Für die Liebe – oder lieber für sich sein“ plädiert Schulte dafür, den ursprünglichen Qualitäten von Beziehungen wieder einen erfüllten Platz zu geben. Das nun erschienene Buch „Über Schuld und Sühne hinausgehen – ein Weg für Opfer und Täter“ knüpft daran an, indem der Autor auch die negative Bandbreite von Beziehungen beschreibt: die dunkle Seite der Liebe. Weitere Titel von Eugen Schulte: „Mann sein – sich einlassen auf die eigene Bestimmung“ (2013) und „Das Wiederentdecken der Freude. Für ein tieferes Verständnis zwischen Männern und Frauen“ (2014).

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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