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TU Berlin: E-Learning im Gefängnis

Lernplattform für Gefangene am Institut IBI in Kooperation mit der TU Berlin verstetigt

„E-Learning im Strafvollzug“, kurz „elis“, heißt eine Lern- und Kom-munikationsplattform, die speziell für das Lehren und Lernen im Strafvollzug entwickelt wurde. Durch den Einsatz der beteiligten Justizverwaltungen konnte nun die Grundlage für den Dauerbetrieb der Lernplattform und die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen den Ländern sichergestellt werden.

Seit 2004 ist „elis“ im deutschen Strafvollzug etabliert und wird derzeit in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie in der Republik Österreich genutzt. Das IBI (Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft e. V.), ein An-Institut der Technischen Universität Berlin, betreut die Lernplattform technisch und pädagogisch.

Nach Ablauf der Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) Ende 2011 ist es dem Länderverbund in diesem Jahr gelungen, die Leistungen des Leuchtturmprojekts „BLiS“ („Blended-Learning im Strafvollzug“) – die „elis“-Lernplattform ist Teil des Projekts – in ein langfristiges Dienstleistungsangebot zu überführen. Die beteiligten Länder haben sich zum Ziel gesetzt, in der (medien-)pädagogischen Arbeit für bildungsbenachteiligte Strafgefangene auch in den kommenden Jahren Schwerpunkte zu setzen. Sie sind im deutschsprachigen Raum Vorreiter für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien im Strafvollzug.

„Mit der „elis“-Lernplattform haben Strafgefangene in 45 Haftanstalten nun dauerhaft die Chance, ihre Medienkompetenz zu stärken“, betont Prof. Dr. Johannes Meyser, wissenschaftlicher Direktor des IBI und Professor am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre der TU Berlin. Die von der TU Berlin verfolgten Ziele, Bildungsbenachteiligte in die berufliche Bil-dung stärker einzubeziehen und somit auch Strafgefangenen die (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, werde hiermit hervorragend vorangetrieben. Im Sinne dieser Bemühungen sei es äußerst erfreulich, dass Bildungsmaßnahmen für Strafgefangene im berufsbildenden Bereich mit der „elis“-Lernplattform nachhaltig gestärkt werden. Damit werde ein entscheidender Beitrag für ein erfolgreiches Übergangsmanagement zwischen Haft und Rückkehr in die Gesellschaft geleistet.

Die Lernplattform bietet eine umfassende Mediathek mit rund 200 verschiedenen Lernprogrammen für die schulische und berufliche Bildung sowie für Medien-, Sozial- und Alltagskompetenzen. Neben Alphabetisierungsprogrammen oder ausbildungsbegleitenden Modulen der beruflichen Bildung werden auch Programme zur Medienkompetenzförderung bereitgestellt. Lehrende haben die Möglichkeit, auf zentral verwaltete digitale Bildungsmedien und ausgewählte Internetseiten im Unterricht zuzugreifen.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Ariane von der Mehden, Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft e.V. in Kooperation mit der TU Berlin, Tel.: 030 / 397 42 945, E-Mail: mehden@ibi.tu-berlin.de, Internet: www.ibi.tu-berlin.de

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.

Kontakt:
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030/314-23922
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Pressekontakt:
Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft e.V. in Kooperation mit der TU Berlin
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030/39742945
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