Keynote Speaker Andreas Becker erklärt, warum Kulturwandel in Unternehmen fast immer komplex ist.
Der Stromausfall in Berlin hat in den letzten Tagen viele Menschen beschäftigt – und in der öffentlichen Diskussion tauchten wieder zwei Begriffe auf, die oft vermischt werden: „komplex“ und „kompliziert“. Technische Reparaturen sind häufig kompliziert. Doch die wirklich komplexe Disziplin, an der Organisationen regelmäßig scheitern, ist Kulturwandel.
„Wenn Technik ausfällt, sprechen wir schnell von Komplexität. In Unternehmen ist es aber vor allem Kulturwandel, der komplex ist – weil er nicht einfach geplant und ausgerollt werden kann“, sagt Andreas Becker, Keynote Speaker und Sparringspartner für Kulturwandel, Transformation und Führung. „Kulturwandel entsteht im Zusammenspiel von Menschen, Teams, Führung, Strukturen und Alltag – und genau deshalb ist Kulturwandel kein Projektplan, sondern ein Lernprozess.“
Zum Hintergrund: Die Fraunhofer-Publikation “ Unternehmenskulturen verändern – Vielfalt erreichen (https://publica-rest.fraunhofer.de/server/api/core/bitstreams/1bc3caf2-8412-4f92-9e47-0f7fb580d1c5/content)“ zeigt anhand von Praxisbeispielen, warum Kulturwandel mehr als Einzelmaßnahmen braucht und wie Unternehmen Unternehmenskultur gezielt weiterentwickeln können.
Kulturwandel ist komplex – nicht nur anstrengend
Viele Unternehmen behandeln Kulturwandel wie ein kompliziertes Vorhaben: analysieren, Roadmap bauen, Maßnahmen definieren, Kommunikation starten – und dann „implementieren“. Das funktioniert selten nachhaltig. Kulturwandel ist komplex, weil Ursache und Wirkung nicht zuverlässig vorhersehbar sind: Ein Impuls kann in Team A wirken und in Team B das Gegenteil auslösen. Kulturwandel ist komplex, weil das System „zurückspielt“ – wie ein Gegner im Sport.
Warum Kulturwandel wie Teamsport funktioniert (und nicht wie Maschinenbau)
Andreas Becker nutzt in Keynotes und Workshops Teamsport-Analogien, um Kulturwandel verständlich zu machen:
– Ein Spielsystem ist mehr als ein Plan: Es ist eine gemeinsame Logik, wie ein Team unter Druck handelt.
– Training schlägt Einmal-Maßnahmen: Kulturwandel braucht Wiederholung, Feedback und Praxis.
– Spiele werden im Spiel gewonnen: Kulturwandel zeigt sich im Alltag – in Meetings, Entscheidungen, Konflikten und Zusammenarbeit.
– Der Gegner passt sich an: In komplexen Situationen verändert sich das Umfeld – Kulturwandel muss adaptiv bleiben.
„Im Teamsport akzeptieren wir, dass man Ergebnisse nicht garantieren kann – aber man kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen: durch gutes Zusammenspiel, klare Rollen, Feedbackschleifen und eine tragfähige Spielidee. Genau so sollte Kulturwandel gedacht werden“, so Andreas Becker.
Was Unternehmen jetzt anders machen sollten:
1) Klarheit über die Spielidee: Wofür steht die Organisation – und welche Verhaltensweisen zählen im Alltag?
2) Kurze Lernzyklen statt Großprogramme: ausprobieren, beobachten, nachjustieren.
3) Führung als Rahmengeber: Kulturwandel gelingt nicht durch Ansagen, sondern durch Vorleben, Entscheidungen und Konsequenz.
Mehr Informationen zu Andreas Becker, seiner Arbeit als Keynote Speaker mit Kulturwandel und Sport (https://www.andreasbecker.com/keynote-speaker-kulturwandel-sport)- Analogien finden Sie in seinem Profil.
Die COMPLEXcellence AG begleitet Unternehmen bei ihrer agilen Transformation und bei der Skalierung von individuellen Prozessen im Sinne des Agilen Manifests. Dabei wird in den Phasen des Umbruchs unterstützt, damit sich eine Kultur für ein agiles Arbeiten etablieren und Silo-Denken überwunden wird.
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