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StahIimporte: IBU lehnt EU-Schutzmaßnahmen-Untersuchung ab

Laut Bundesverband Blechumformung fehlen Fakten – Aktion treibt Stahlpreis hoch

StahIimporte: IBU lehnt EU-Schutzmaßnahmen-Untersuchung ab

IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs

HAGEN – 07. Juni 2018. Der Industrieverband Blechumformung e. V. (IBU) lehnt die EU-Untersuchung über mögliche Schutzmaßnahmen gegen Stahlimporte aus Drittstaaten ab. Nach Ansicht des Bundesverbandes war diese voreilig. Zentrale Kriterien, wie ein signifikanter Importanstieg aufgrund der US-Zölle, seien nicht erfüllt.

Nutznießer ist Stahlindustrie, Verlierer sind Stahlverarbeiter
Laut IBU würde eine Begrenzung der EU-Stahleinfuhren den Markt künstlich verknappen und die Preise hochtreiben. Nutznießer wäre die deutsche Stahlindustrie, Verlierer die stahlverarbeitenden Unternehmen. Der in Hagen ansässige Bundesverband fordert daher einen sofortigen Untersuchungsstopp.

Beweise für Stahlschwemme fehlen
Die EU-Kommission hatte die „Schutzmaßnahmen-Untersuchung“ eingeleitet, um eine sogenannte „Stahlschwemme“ auf dem EU-Markt zu vermeiden. Zölle oder Importbegrenzungen sollen hiesige Hersteller schützen. Auslöser war die Annahme, dass die auf Stahlimporte verhängten US-Zölle Lieferungen Richtung Europa umlenken könnten. Dafür sieht der IBU aber weder Beweise noch Anzeichen.

Verfahren basiert auf Spekulationen
„Zentrale Kriterien der Welthandelsorganisation (WTO) für die Untersuchung sind ein signifikanter Importanstieg und eine Schädigung der EU-Stahlindustrie. Beide sind nicht erfüllt. Es zeigen sich nur einzelne Importveränderungen. Das Verfahren basiert auf Spekulationen“, so der IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs. „Die Verantwortlichen sollten abwarten und analysieren, welche Mengen tatsächlich statt in die USA Richtung EU fließen. Solange das unklar ist, dienen die US-Zölle den EU-Anbietern nur als Vorwand für eine Ausschaltung von unliebsamen Importen.“

Gefahr von künstlichen Importreduzierungen
Sollte die EU an der Untersuchung festhalten, dürften die Einfuhrbeschränkungen nach Meinung des IBU nur für die tatsächlich aus den USA umgelenkten Zusatzmengen gelten. Die zu bestimmen ist aber schwierig. Importbegrenzungen auf Basis von historischen Einfuhrmengen der Vorjahre können nicht die Lösung sein. Dies würde de facto nicht Zusatzmengen abwehren, sondern zu einer künstlichen Importreduzierung führen. Grund dafür ist, dass die Importe der Vorjahre vielfach deutlich unterhalb der Mengen unmittelbar vor Einführung der US-Zölle lagen und auch niedriger als die tatsächlichen Importzahlen des Jahres 2017 waren. Jacobs: „Uns liegen Informationen vor, nach denen etwa bei beschichteten Blechen – beispielsweise verzinkten – eine Kontingentierung um mehr als ein Drittel unterhalb der EU-Einfuhrmengen von 2017 droht.“

„Es geht nicht um Dumping, sondern um fairen Wettbewerb“
Auch die mögliche Kontingentierung für Lieferungen aus einzelnen Herkunftsländern macht dem Industrieverband Sorgen. „Dies würde neuen Lieferanten den EU-Marktzugang versperren und Marktanteile der europäischen Stahlindustrie sichern. Und so Wettbewerb und Importdynamik schwächen – zulasten der Stahlkunden. Es geht nicht um Dumping“, betont Jacobs, „sondern um legitime Einfuhren, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen.“

Branche verunsichert, Preise steigen
Bereits jetzt hat die Marktwirkung der EU-Untersuchung negative Folgen für Stahlverarbeiter. In der Branche macht sich eine große Unsicherheit breit. Importe aus Drittländern sind riskant und entsprechend rückläufig. Der Wettbewerb sinkt, die Preise steigen. 3.299 Z. inkl. Leerz.

Der IBU in Hagen vertritt als Bundesverband circa 240 Mitgliedsunternehmen der blechumformenden Industrie und deren Lieferanten. Diese überwiegend aus mittelständischen Familienunternehmen bestehende Branche wird durch eine industrielle Fertigung für marktmächtige Kunden geprägt. Das Umsatzvolumen des Wirtschaftszweigs 25.50 betrug im Jahr 2015 rund 19,17 Milliarden Euro. Die Verbandsmitglieder sind mehrheitlich Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Möbel- und Bauindustrie sowie der Medizintechnik.

Foto: Industrieverband für Blechumformung (IBU) – Abdruck honorarfrei – bitte nur mit Quellenangabe

Firmenkontakt
Industrieverband Blechumformung (IBU)
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Goldene Pforte 1
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02331 – 95 88 39
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Schlackenmühle 18
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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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