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Schwimmen in Flüssen: Die unterschätzte Gefahr

R+V-Infocenter: Selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer gefährlich

Schwimmen in Flüssen: Die unterschätzte Gefahr

(Bildquelle: Pixabay)

Wiesbaden, 1. Juli 2025. Sich an den heißen Tagen schnell im nahegelegenen Fluss abkühlen: Das ist selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer gefährlich. Sie können von Strömungen abgetrieben werden oder stark unterkühlen, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Wie gefährlich das Schwimmen in Flüssen ist, zeigen die DLRG-Statistiken: Allein im vergangenen Jahr sind in Deutschland mindestens 138 Menschen in Flüssen und je 23 in Kanälen und in Bächen ertrunken. „Diese Gewässer sind meist unbewacht, so dass im Ernstfall keine Rettungsschwimmer eingreifen können“, sagt Peter Knichel, Berater bei der R+V Versicherung sowie Ausbilder und Rettungsschwimmer der DLRG.

Tückisch sind zudem Strömungen und sich ändernde Fließgeschwindigkeiten. „Die Strömungen sind vom Ufer aus kaum zu erkennen“, erklärt Knichel. „Lebensgefahr besteht auch an Wehren oder Dämmen, hier bilden sich oft Strudel.“ Wer in einen solchen Gefahrenbereich gerät, kann abgetrieben, unter Wasser gezogen oder gegen das Bauwerk gedrückt werden. „Selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer haben gegen eine starke Strömung fast keine Chance“, ergänzt er.

Vorsicht auch in flachen Buchten
Ein weiterer Risikofaktor sind vorbeifahrende Schiffe. Sie verursachen auch in sonst ruhigen Bereichen Wellen, gleichzeitig entsteht ein starker Sog. „Wenn Kinder dort plantschen, werden sie mitgerissen. Dasselbe kann Erwachsenen passieren, die hüfttief im Wasser stehen“, warnt der Rettungsschwimmer. Hinzu kommt: Durch die sinkenden Wasserpegel in Ufernähe lassen sich Badende mitunter dazu verleiten, weiter in Richtung Flussmitte zu gehen. Sobald jedoch das Schiff vorbeigefahren ist, werden selbst Erwachsene durch dessen Sog in die Hauptströmung gerissen.

Schwimmfähigkeit sinkt bei Kälte
In keinem anderen Gewässer zehrt das Schwimmen so sehr an den Kräften wie in einem Fluss. Dazu tragen auch plötzlich auftretende Kältezonen bei: Sie können zur Unterkühlung oder einem Kälteschock führen. Zudem sinkt in kaltem Wasser die eigene Schwimmfähigkeit. Mit Blick auf die aktuelle Badesaison hat Rettungsschwimmer Peter Knichel einen dringenden Appell: „Wir können nur dazu aufrufen, diese Gewässer zu meiden und die Freizeit an bewachten Badestellen zu verbringen.“

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Vorsicht bei trüben Gewässern: Hier können sich glitschige Steine oder ein steil abfallendes Ufer verbergen.
– Wer in eine Strömung gerät, sollte sich mit den Füßen voran treiben lassen. So ist der Kopf vor Zusammenstößen mit Treibholz oder Steinen geschützt. Dann sollte man versuchen, mit der Strömung ans Ufer zu gelangen.
– Viele Flüsse haben ausgewiesene Badestellen, an denen sich Badende abkühlen können. Sie sind besonders empfehlenswert, wenn die Rettungsschwimmer der DLRG als Aufsicht vor Ort sind.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

Firmenkontakt
Infocenter der R+V Versicherung
Gesa Fritz
Raiffeisenplatz 1
65189 Wiesbaden
0611 533-52284
http://www.infocenter.ruv.de

Pressekontakt
Infocenter der R+V Versicherung c/o Arts & Others
Anja Kassubek
Daimlerstraße 12
61352 Bad Homburg
06172/9022-131
http://www.infocenter.ruv.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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