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Schwemme von Frühsommer-Kätzchen

Kastrationspflicht für freilaufende Katzen als einzige Chance gegen Katzen-Schwemme

Schwemme von Frühsommer-Kätzchen

Kastrationspflicht für freilaufende Katzen

Gerade jetzt im Frühsommer im Mai und Juni wird eine wahre Schwemme von wildgeborenen jungen Kätzchen befürchtet und viele von ihnen haben kaum Überlebenschancen. Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. hat vor dem Hintergrund der steigenden Zahl der verwilderten und ausgesetzten Katzen in Deutschland seine Forderung nach Einführung einer bundesweiten Kastrationspflicht für freilaufende Katzen bekräftigt. Nach Schätzungen nehmen die Tierheime in Deutschland jährlich weit über 100.000 Katzen auf – Tendenz steigend. Viele Tierheime sind angesichts der Katzenschwemme finanziell völlig überfordert, denn viele der Tiere sind unterernährt oder krank. Einzige Chance im Kampf um das Leben der Katzen und gegen die Katzenschwemme ist die Kastrationspflicht.

„Das Problem ist die uferlose Vermehrung der Katzen“, so Gerhard Kipper, Geschäftsführer von Tiere in Not e.V. in Bochum Kooperationspartner vom Bund Deutscher Tierfreunde und Katzenexperte. „Die Katzen leben ein elendes Leben. Sie sind unterernährt, so dass sie so eben am Leben bleiben, aber sie bekommen trotz der schlechten körperlichen Verfassung Babys.“ Die Kinder einer unterernährten Katze würden von der schwachen Mutter keine Abwehrstoffe weitergegeben bekommen und sich krank weiter fortpflanzen. Katzenkrankheiten werden so mit jedem Wurf weitergegeben. Das Problem verschärft sich noch, weil sich Freigänger mit den Tieren paarten. Dadurch breiten sich auch Katzenseuchen und Krankheiten einfacher aus, können Freigänger anstecken – und letztlich sogar dem Menschen gefährlich werden.

Schon jetzt gilt in mehr als 250 Städten und Gemeinden – in NRW beispielsweise in Bonn und Detmold – eine entsprechende Verpflichtung, doch reichen diese regionalen Regelungen nicht aus. Der Bund Deutscher Tierfreunde mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen forderte eine bundesweite verbindliche Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang. Auch in einigen EU-Staaten wie etwa Belgien oder Österreich wurden Halter von sogenannten „Freigängern“ zur Kastration verpflichtet.

Kastration ist nach Auffassung von Tierexperten und Tierschützern die einzige Möglichkeit, die Flut an verwilderten Katzen einzudämmen. Regionale Regelungen auf Städte oder Gemeindeebenen sind zwar ein erster Schritt, so der Bund Deutscher Tierfreunde, durch die ständig wachsende Zahl der ausgesetzten Katzen und die Wanderbewegungen der Tiere reichten sie jedoch.

Die nordrheinwestfälische Landesregierung spricht von rund zwei Millionen Katzen auf den Straßen in Deutschland. Rund 8,2 Millionen Katzen leben demnach in deutschen Haushalten. Andere Schätzungen sprechen von weitaus mehr freilebenden Katzen. Eine Zählung gibt es naturgemäß nicht. Auffällig ist, dass vermehrt Meldungen etwa bei der Zentrale des Bundes Deutscher Tierfreunde in Kamp-Lintfort über freilebende Katzenkolonien eintreffen. Verschärft wird das Problem durch nicht kastrierte Hauskatzen mit Freigang, die sich unkontrolliert mit freilebenden Katzen verpaaren. Bei einer ungehinderten Vermehrung droht eine „Katzen-Explosion“, so die Tierschützer vom Bund Deutscher Tierfreunde.

Die nordrheinwestfälische Landesregierung betont, dass eine etwa den österreichischen Regeln entsprechende Verordnung in Deutschland nur auf Bundesebene eingeführt werden könnte. Auch der Bund Deutscher Tierfreunde hält eine Regelung auf Bundesebene für die beste Lösung. In Österreich gilt: Werden Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie gehalten, so sind sie von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern das Tier nicht zur kontrollierten Zucht verwendet wird oder in bäuerlicher Haltung lebt. In Belgien gilt eine ähnliche Regelung.

Der Bund Deutscher Tierfreunde lässt alle Katzen in seiner Obhut kastrieren und unterstützt auch andere regionale Initiativen beim Kampf gegen die Katzenflut. Nur durch Kastration kann Tierleid schon im Vorfeld verhindert werden, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Der Bund Deutscher Tierfreunde betreibt zwei eigene Tierheime und unterstützt Tierheime und Tierschutzvereine im gesamten Bundesgebiet.

Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz im nordrheinwestfälischen Kamp-Lintfort ist ein überregionaler Tierschutzverein.Der 1999 gegründete BDT e.V. unterhält zwei eigene Tierheime in Kamp-Lintfort sowie in Weeze und unterstützt rund 40 Tierheime und Tierschutzvereine im gesamten Bundesgebiet. Der BDT e.V. ist ein Verein für Tier-, Natur- und Artenschutz. Das Tierheim in Kamp-Lintfort feierte 2014 bereits sein zehnjähriges Bestehen.

Kontakt
Bund Deutscher Tierfreunde e.V.
Harald Debus
Am Drehmanns Hof 2
47475 Kamp-Lintfort
02842/92 83 20
presse@bund-deutscher-tierfreunde.de
http://www.bund-deutscher-tierfreunde.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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