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Schreckgespenst Alzheimer

Hoffnungsoption: Stammzelltherapie

Schreckgespenst Alzheimer

Foto: Fotolia / michaelheim (No. 5864)

sup.- Jeder zweite Bundesbürger fürchtet sich davor, im Alter an einer Demenz zu erkranken. Damit ist die Sorge vor einer neurodegenerativen Erkrankung laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts noch ausgeprägter als die Angst z. B. vor einem Schlaganfall (47 Prozent) oder Herzinfarkt (40 Prozent). Lediglich die Furcht vor Krebs (69 Prozent) ist für die Bundesbürger ein noch größeres Schreckgespenst. Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland etwa eine Million Menschen an einer Demenz, also an einer Erkrankung, die fortschreitend zu Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie einem Verlust an Denk- und Urteilsvermögen führt.

Mit einem Anteil von rund zwei Dritteln, ca. 700.000 Betroffenen, ist Alzheimer bei weitem die häufigste Form der Demenz. Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Alzheimer-Krankheit ist das Alter. Parallel zum Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten hat auch die Häufigkeit dieser hirnorganischen Krankheit zugenommen. Im Krankheitsverlauf von Alzheimer sterben mehr und mehr Gehirnzellen ab, weil Reparaturprozesse nicht mehr richtig funktionieren. Mit dem Verlust von Nervenzellen gehen zunehmend auch die Nervenzellkontakte verloren. Im Gehirn von Alzheimer-Patienten sind typische Eiweißablagerungen nachweisbar.

Moderne Alzheimer-Medikamente können den Krankheitsverlauf im besten Fall verzögern, jedoch nicht stoppen. Weltweit forschen Wissenschaftler, um neue Methoden zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen zu entwickeln. Eine vielversprechende Option könnte eine Stammzelltherapie sein. Die Vision: Durch die Transplantation von gesunden und voll funktionsfähigen Gehirnzellen werden zerstörte Nervenzellen ersetzt, um die Krankheit aufzuhalten. Hoffnung auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel macht eine Studie von Forschern der Stanford University School of Medicine (Kalifornien) unter Leitung von Dr. Tony Wyss-Coray. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, mit injiziertem Nabelschnurblut von menschlichen Neugeborenen die Hirnleistung von alten Mäusen zu revitalisieren. Neben bestimmten Eiweißstoffen sind im Nabelschnurblut Millionen von vitalen, unbelasteten Stammzellen enthalten, von denen sich Forscher eine verjüngende Wirkung erhoffen.

Von der Studie mit Mäusen bis zur erfolgreichen Behandlung von Alzheimer-Patienten ist es ohne Zweifel noch ein langer Weg. Dennoch rät Prof. Joanne Kurtzberg (Duke University Medical Center, Durham, England), eine führende Pionierin in der Erforschung und Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut bei kindlichen Hirnschäden, schon heute Eltern: „Ich würde jeder Familie empfehlen, sich zum Thema Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur zu informieren. Auch gesunde Eltern mit einem wahrscheinlich gesund zur Welt kommenden Kind können einlagern. Viele Erkrankungen im Laufe des Lebens des Kindes sind denkbar. Hier bieten Stammzellen ein hohes Potenzial.“ Weitere Infos zur fachgerechten Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur gibt es z. B. auf www.vita34.de, dem Internetportal der im deutschsprachigen Raum führenden privaten Stammzellbank.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

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