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Rassismus im Alltag – wie Soziale Arbeit intervenieren kann

Rassismus im Alltag - wie Soziale Arbeit intervenieren kann

Weltoffen und tolerant, bunt und vielfältig – mit diesen Werten beschreibt sich die deutsche Gesellschaft gerne selbst. Doch Untersuchungen wie die so genannte Heitmeyer-Studie und die Erfolge der AfD zeigen ein anderes Bild: Rassismus und Menschenfeindlichkeit sind auch in der Mitte der Gesellschaft tief verankert. Genau hier muss die Soziale Arbeit intervenieren, so die These von Anna-Serafina Löffler, deren Buch „Rassismus und Menschenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft. Perspektiven der Intervention für die Soziale Arbeit“ im GRIN Verlag erschienen ist.

„Wir schaffen das!“, dieser Satz von Angela Merkel ist berühmt geworden. Doch wer ist eigentlich „Wir“? Anna-Serafina Löffler stellt diese Frage an den Beginn ihrer Untersuchung. Für viele Deutsche ist jenes „Wir“ geprägt durch die nostalgische, aber faktisch falsche Vorstellung einer homogenen Bevölkerung. Das machen sich Rechtsextremisten und -populisten zunutze, wenn sie das Schreckensszenario einer „überfremdeten“ Gesellschaft an die Wand malen. In der Folge sind die Zahlen rassistisch motivierter Straftaten gestiegen und rassistische und menschenfeindliche Aussagen scheinen wieder salonfähig zu werden. Und das nicht nur am „rechten Rand“, sondern auch in der so genannten „Mitte der Gesellschaft“.

Den Demagogen nicht das Feld überlassen – Perspektiven der Intervention

In „Rassismus und Menschenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft. Perspektiven der Intervention für die Soziale Arbeit“ schildert Löffler die Tragweite des Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft. Die Autorin zeigt, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit keine Probleme sind, die nur wenige betreffen. Detailliert beschreibt sie die Entwicklung des Rassismus in seinen verschiedenen Varianten und zeigt anhand der aktuellen Flüchtlingssituation, wie rassistische Zuschreibungen in Sprache, Medien und Kriminalstatistiken reproduziert werden. Löffler nimmt in ihrem Buch auch die größeren Zusammenhänge in den Blick und betont, dass die Verbreitung von Ungleichwertigkeitsideologien eng mit sozialen und ökomischen Faktoren verbunden ist.

Besonderes Augenmerk richtet die Autorin auf das Feld der Sozialen Arbeit. Die größte Herausforderung einer rassismuskritischen Sozialpädagogik liegt darin, dass sie oft erst dann beginnt, wenn sich menschenfeindliche Tendenzen bereits zeigen. Eine Intervention zielt hier auf die Vermittlung von Wissen und die Reflexion von rassistischen Zuschreibungen – und versucht, die Alltäglichkeit dieser Denkmuster zu durchbrechen. Letztlich, so Löffler, gehe es hierbei jedoch um Symptombekämpfung. Die Ursachen für rassistische Denkmuster könne die Soziale Arbeit nicht beheben. Dies, so ihre Schlussfolgerung, ist Aufgabe des Staates.

Das Buch ist im Januar 2017 im GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-96095-028-8).
Direktlink zur Veröffentlichung: http://www.grin.com/de/e-book/342670/

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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