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Orientierungshilfe für Eltern

Begrenzter Medienkonsum für Kids

Orientierungshilfe für Eltern

Grafik: komm-in-schwung.de (No. 6026)

sup.- Die Dosis macht bekanntlich das Gift. Das gilt auch für den Umgang mit elektronischen Medien. PC, Tablet, Handy und Co. sind zu einem nahezu unverzichtbaren Bestandteil des Berufsalltags wie auch der Freizeit geworden. Das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern vor allem auch für Kinder und Jugendliche, die mit diesen Medien groß geworden sind und oftmals viel spielerischer und vertrauter mit ihnen umgehen können als ihre Eltern. Die digitalisierte Welt ist aus der Kinderwelt nicht mehr wegzudenken. Daraus ergeben sich unbestritten große Vorteile und Chancen, aber auch erhebliche Gefahren für die körperliche und psychische Gesundheit von Kids, die häufig unterschätzt werden.

Die BLIKK Medienstudie, bei der auf Initiative des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) das Medienverhalten von über 5.500 Kindern bis 14 Jahren bei den Kids selbst bzw. bei deren Eltern in 84 Arztpraxen erfragt wurde, zeigt eindeutige Zusammenhänge zwischen Entwicklungsproblemen und der Nutzungsdauer von digitalen Medien. Bei Kindern bis zu sechs Jahren sind dies bei nicht altersgemäß angepasstem Konsum insbesondere Störungen der Sprachkompetenz. Bei Schulkindern wurde das vermehrte Auftreten von schlechten schulischen Leistungen, ADHS sowie sozial bedingten Auffälligkeiten, außerdem Übergewicht und Schlaf- sowie Angststörungen beobachtet.

Eine ganz wesentliche Herausforderung für Eltern, aber auch für Kitas, Schulen und Ärzte besteht deshalb darin, ihre digitale Fürsorgepflicht wahrzunehmen. Und diese erstreckt sich nicht nur auf die Kontrolle, welche Inhalte für den Nachwuchs geeignet sind, sondern vor allem auch auf die Nutzungsdauer von elektronischen Medien. Als Orientierungshilfe empfiehlt das Bundesfamilienministerium bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren maximal 30 Minuten pro Tag, für Sechs- bis Neunjährige höchstens eine Stunde täglich und für Zehn- bis Dreizehnjährige rund neun Stunden je Woche. In der Realität fällt das Mediennutzungsverhalten bei der überwiegenden Mehrheit der Heranwachsenden deutlich höher aus. So hat z. B. eine Umfrage offenbart, dass es mehr als 60 Prozent der Neun- bis Zehnjährigen nicht mehr schaffen, sich eine halbe Stunde lang ohne Fernseher oder Computer zu beschäftigen. Diese starke Fixierung auf digitale Medien hat zur Folge, dass eine körperlich aktive Freizeitgestaltung oftmals viel zu kurz kommt. So zeigen Untersuchungen, dass weniger als die Hälfte der Sechs- bis Zwölfjährigen in Deutschland der WHO-Minimalanforderung von täglich einer Stunde moderater bis intensiver körperlicher Anstrengung entsprechen. „Sinnvolle Begrenzung des Medienkonsums auf der einen Seite, Förderung eines bewegungsfreudigen Lebensstils auf der anderen Seite bilden eine wichtige Basis für gesundes, ausgeglichenes Heranwachsen“, bestätigt Dr. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich als Experte u. a. für die Portale www.komm-in-schwung.de sowie www.familienaufstand.de engagiert.

Supress
Redaktion Andreas Uebbing

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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