Neuigkeiten Timeline

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 3, 2026

BusinessCode reduziert Aufwand bei Ausschreibungen deutlich

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 3, 2026

Sommerferien zu kurz für großes Fernweh?

Handel, Dienstleistungen
Juni 3, 2026

Lokaler Supermarkt plus(!) digitaler Warenkorb: Shopnow24 startet Pilotprojekt in Bergisch Gladbach und Koblenz

Auto, Verkehr
Juni 3, 2026

Construction Komplete: NavVis unterstützt Flughafen München mit Dynamic Laserscanning beim Bau des Terminal 1-Pier

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 3, 2026

Nordstern gesucht: Warum Vision wieder zählt

IT, NewMedia, Software
Juni 3, 2026

DBR77 stellt das erste europäische Large Language Model für industrielle Entscheidungen vor

IT, NewMedia, Software
Juni 3, 2026

AI-SECURITY-REPORT 2026: MICROSOFT-365-NUTZUNG IM BLINDFLUG

Wissenschaft, Forschung, Technik
Juni 3, 2026

Qualitätskontrolle im Wandel: Exponat zeigt menschzentrierte KI in der Praxis

Immobilien
Juni 3, 2026

Planon in Microsoft Places integriert zur Optimierung von Flächen und Workplace Management

Immobilien
Juni 3, 2026

Zukunft der Immobilienverwaltung: BVI richtet Digital-Event WEG.SMART neu aus

Immobilien
Juni 3, 2026

Lebensmittelmarkt Immobilien Makler

Computer, Information, Telekommunikation
Juni 3, 2026

Parasoft beseitigt Abhängigkeitsengpässe bei Softwarebereitstellung

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 3, 2026

TGI AG Investieren in Gold: FMA – Anordnung gegen die TGI AG – fachanwaltliche Vertretung – Rückabwicklung der Goldmodelle

Immobilien
Juni 3, 2026

Supermarkt Immobilien Makler: Holger Ballwanz Immobilien

Nimmer versiegende Wasserstoffquelle – Energie aus Algen

Nimmer versiegende Wasserstoffquelle - Energie aus Algen

Reinalgenzucht in industrieller Modulbauweise, Anlage in Bassum Niedersachsen

„Angetrieben mit Algen-Wasserstoff“ – so wird es vielleicht in Zukunft einmal auf Autos zu lesen sein. Aber nur sofern es gelingen sollte, die Wasserstoffausbeute aus Algen wesentlich zu erhöhen. Im Rahmen von Seminarveranstaltungen informiert das Unternehmen Energiestrategen GmbH mit Sitz in Berlin über die Forschung, Entwicklung und Marktfähigkeit von der Züchtung von Algen in Reinalgenzuchtanlagen in industrieller Modulbauweise. Interessierte aus Forschung, Wirtschaft, der Landwirtschaft und Experten diskutierten über weitere Fortschritte und die wirtschaftliche Umsetzung. Gartenbauingenieur Rudolf Cordes, auch bekannt als der „Herr der Algen“, stand für die Beantwortung der Zusammenhänge zur Verfügung und berichtete über die Erfahrungen aus der Praxis und dem Konzept mit Umsetzung „Algenfarm“.

Wolfgang Seliger, Geschäftsführer der Energiestrategen GmbH fasst die Erkenntnisse wie folgt zusammen:

– Algen gelten als vielversprechender Rohstoff der Zukunft mit vielen Vorteilen:
– Algen binden Kohlenstoffdioxid aus der Luft und auch direkt aus industriellen Prozessen wie zum Beispiel: Rauchgase von Kraftwerken.
– Weiterhin produzieren Algen eine Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen und sind dabei nicht an landwirtschaftlichen Flächen gebunden
– Als phototophe Organismen können Algen die Lichtenergie direkt über ihren Stoffwechsel nutzen.
– Die Vermehrung erfolgt rasch in so genannten Schlauch-Inkubatoren und wandeln Sonnenlicht in chemische Energie um.
– Die hohen Anteile an fetten Ölen (Lipiden), die einige Algenspezies enthalten, ermöglichen weitere Einsatzmöglichkeiten: Ölgewinnung aus Algen und die Umwandlung in Biokerosin

Produktion von Wasserstoff durch Algen

Verschiedene Grünalgen produzieren unter anaeroben Bedingungen Wasserstoff. Dies geschieht mit Hilfe des Enzyms Hydrogenase und Energie aus der Photosynthese. Die Algen müssen dafür jedoch quasi gezwungen werden, ihren Stoffwechsel umzustellen. Dies gelingt zum Beispiel, wenn man den Algen Schwefel vorenthält. Ohne Schwefel kommt die Photosynthese zum Erliegen und es wird kein Sauerstoff mehr produziert, anaerobe Bedingungen entstehen. Die Alge schaltet auf Sparmodus und beginnt, energiereiche Reservestoffe zu verbrennen. Als Nebenprodukt fällt dabei Wasserstoff an. Der wesentliche Schritt bei der biochemischen Wasserstofffreisetzung ist die Übertragung von Elektronen auf Protonen durch das Enzym Hydrogenase: 2 H+ + 2 e- -> H2. Diese Reaktion läuft allerdings nur unter anaeroben Bedingungen ab, da Sauerstoff das Enzym blockiert.

Diese Phase der Wasserstoffproduktion ist zeitlich begrenzt. Nach etwa vier Tagen sind alle Reservestoffe verbraucht und die Alge muss sich wieder zwei bis drei Tage mit normaler Photosyntheseaktivität regenerieren, in der anaeroben Phase produzieren die Algen etwa drei Milliliter Wasserstoff pro Liter Algenkultur. Wissenschaftler sind der Meinung, die Ausbeute sei noch um das zehnfache zu erhöhen. Dazu nehmen sie vor allem die Hydrogenase genauer unter die Lupe. Sie hoffen, das Enzym durch gentechnische Manipulation unempfindlicher gegenüber Sauerstoff zu machen.

Forschern der Universität Bonn gelang es vor kurzem, das Gen mit dem Bauplan für die Hydrogenase zu isolieren. Sie veränderten das Genom so, dass die Algen doppelt so viel Wasserstoff produzierten wie nicht manipulierte Artverwandte. Sie schalteten dem Hydrogenase- Gen eine Sequenz vor, die dafür sorgt, dass die Konzentration des Enzyms in der Zelle höher ist und somit auch mehr Wasserstoff produziert werden kann.

Die Nachfrage nach den Algen steigt weltweit immer stetiger an. Zum Teil wird die in künstlichen angelegten großflächigen Algenteichen gefördert. Neue Entwicklungen ermöglichen die technisch stabile und hocheffiziente Industrieproduktion von Algen in Deutschland. In Niedersachsen in Bassum und Essen Kreis Cloppenburg entstehen Reinalgenzuchtanlagen in industrieller Modulbauweise. Algen haben also durchaus das Potenzial, eines Tages ihren Teil zum Energiemix beizutragen. Auch wenn es sicher utopisch ist, den gesamten Wasserstoffbedarf aus Algen zu produzieren. Für eine wirtschaftliche Nutzung sind bislang die Kosten für die Anlagen zu hoch und die Wasserstoffausbeute zu niedrig. Spannend bleibt wie Forschung und Entwicklung weitere Fortschritte zur Verwirklichung der Marktfähigkeit in neue Produkte aus der Alge entsteht.

V.i.S.d.P.:

Wolfgang Seliger
Geschäftsführer / Managing Director
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Erneuerbare oder regenerative Energie stammt aus nachhaltigen Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Biomasse und Geothermie. Die Energiestrategen GmbH steht für Unabhängigkeit, bündelt Aktivitäten, engagiert sich in Energieprojekten im Inland sowie im europäischen Ausland und unterstützt somit die Integration der erneuerbaren Energien in die Energiemärkte.Weitere Informationen unter www.energiestrategen-gmbh.de

Kontakt:
Energiestrategen GmbH
Wolfgang Seliger
Budapester Strasse 39
10787 Berlin
030 26395373
info@engergiestrategen-gmbh.de
http://energiestrategen-gmbh.de

(Visited 18 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert