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Kran von Schifferstadt

Schultersieg in Beton gebannt

Kran von Schifferstadt

Das aus Beton gefertigte Relief verweist auf den berühmten Überwurf. (Bildquelle: OPTERRA/Sven-Erik Tornow)

Olympische Spiele 1972 in München. Sportler aus aller Welt kommen zusammen, um die Besten der Besten zu feiern. Natürlich trifft man sich nicht nur im Wettkampf, sondern auch im olympischen Dorf. Hier begegnen sich erstmals zwei Ausnahmeringer: der US-Amerikaner Chris Taylor, der mit seinem Kampfgewicht von 182 kg als einer der schwersten Ringer der Welt gilt, und Wilfried Dietrich, der deutsche Olympiasieger von 1960 in Rom. Zur Begrüßung geht Dietrich freundlich auf Taylor zu und umarmt ihn. Diese Umarmung sollte sich später wiederholen. Aber diesmal nicht freundschaftlich, sondern im Wettkampf auf der Ringermatte.

Hier überrascht Dietrich seinen Gegner in der zweiten Runde und macht seinem Spitznamen „Kran von Schifferstadt“ alle Ehre. Er hebelt den vier Zentner schweren Amerikaner aus und wirft ihn über sich. Der legendäre Kampf endet mit einem Schultersieg für den Deutschen. Später gibt Dietrich zu, er habe mit der ersten Umarmung Maß nehmen wollen. Er hatte sich überlegt, den Amerikaner mit einem Überraschungsangriff und dem Überwurf zu besiegen. Aber er war sich nicht sicher, ob er mit seinen Armen den mächtigen Oberkörper umschlingen könnte.

Noch heute – 50 Jahre später – ist dieser sensationelle Sieg von Dietrich als Video abrufbar. Und das Bild vom Überwurf ging um die ganze Welt. Es war auch Vorbild für ein Relief, das jetzt zu Ehren des am 2. Juni 1992 mit nur 58 Jahren in Südafrika verstorbenen Ringers in seiner Geburtsstadt Schifferstadt enthüllt wurde.

Von vielen Experten als Jahrhunderttalent des Ringens bezeichnet, gewann Wilfried Dietrich in seiner Laufbahn zwischen 1951 und 1977 insgesamt 30 deutsche Meisterschaften. Ohne Frage war der Olympiasieg im Freien Stil 1960 in Rom der Höhepunkt seiner Sportlerkarriere. Im darauffolgenden Jahr wurde der Ausnahmesportler Weltmeister in Yokohama. Als einer der wenigen Ringer gelang Dietrich der Erfolg in beiden Stilarten, so gewann er in Rom nicht nur die Goldmedaille, sondern auch Silber im griechisch-römischen Stil. 1968 war Dietrich bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Mexiko Fahnenträger der bundesdeutschen Mannschaft.

Seine aktive Laufbahn beendete Wilfried Dietrich 1977 und gilt seither als „Kran von Schifferstadt“ weltweit als Ringerlegende. Seine Heimatstadt ernannte ihn bereits 1969 zum Ehrenbürger, 2008 wurde er in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen. Der sportliche Nachlass des verstorbenen Weltklasseringers legte den Grundstein für ein Ringermuseum, das 2010 in Schifferstadt gegründet wurde. Aufgrund eines erheblichen Wasserschadens musste das Museum 2020 bis auf Weiteres schließen.

Mit der im April 2022 in Schifferstadt enthüllten Gedenktafel erhielt der bedeutendste Ringer der Stadt ein ehrendes Andenken der besonderen Art. Das aus Beton gefertigte Relief verweist auf den berühmten Überwurf. Gestaltet hat es der in Schifferstadt ansässige Künstler Martin Eckrich auf Initiative des Unternehmers und früheren Amateurringers Berthold Heberger. Hergestellt wurde die circa 2,5 Tonnen schwere Platte von Biber Beton, einer spezialisierten Beton-Manufaktur für Sonderbauteile in Karsdorf. Um die Farben des Beton-Reliefs dauerhaft zu erhalten, kam der Spezialzement OPTACOLOR® vom OPTERRA-Werk Karsdorf zum Einsatz. Der reifen Leistung des „Krans von Schifferstadt“ folgte Jahrzehnte später eine ebenso gelungene Leistung der Beton-Profis. Die Enthüllung sollte eigentlich schon viel früher stattfinden. Aber die Pandemie sorgte für eine Verschiebung. Schließlich wünschte man sich in Schifferstadt einen angemessenen Rahmen für die erneute Ehrung des Ausnahmesportlers.

OPTERRA ist ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden CRH-Konzerns. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 3,5 Millionen Tonnen Zement gehört OPTERRA zu den führenden Zementherstellern Deutschlands. In den Werken Karsdorf bei Leipzig, Wössingen bei Karlsruhe, Sötenich bei Köln und Neufahrn in Niederbayern sind 400 Mitarbeiter tätig. Sie sichern eine starke Position im Süden, Osten und Westen des Landes. Moderne Technik und fachliche Kompetenz setzen Maßstäbe bei der Qualität der mehr als 30 angebotenen Zementsorten. Daneben bietet OPTERRA umfangreiche Services rund um die Themen Anwendungsberatung, Vertrieb, Qualität und Logistik.

Kontakt
OPTERRA GmbH
Anke Wunder
Goerdelerring 9
04109 Leipzig
+49 341 39378531
+49 341 39378590
anke.wunder@opterra-crh.com
www.opterra-crh.com

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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