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Kleider machen Klima

VERBRAUCHER INITIATIVE mit zehn Tipps zum klimafreundlichen Kleiden

Berlin, 23. April 2020. Kleidung gehört zu unseren wichtigsten Gebrauchsgütern. Für viele Verbraucher ist sie ein Lifestyle-Produkt, mit dem sie Zugehörigkeit, Individualität und Ästhetik ausdrücken. Was Kleidung zunehmend zum Klima-Problem macht, ist das hohe Ausmaß unseres Konsums. Vor allem billig produzierte Mode schädigt Klima und Umwelt.

„Verbraucher in Deutschland besitzen heute viermal so viel Kleidung wie vor 40 Jahren“, so Miriam Bätzing von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Billig produzierte Massenware macht das möglich – und bezahlbar. So verbraucherfreundlich das erscheint, so gravierend sind die Auswirkungen auf Klima, Mensch und Umwelt. In vielen Herstellungsländern werden Umweltauflagen zugunsten niedriger Produktionskosten nicht erfüllt, Löhne gedrückt und Arbeitsschutzmaßnahmen unzureichend umgesetzt. Entlang der Wertschöpfungskette kommt es zu Umwelt- und Klimaschäden, vom Pestizideinsatz im Baumwollanbau, über den Chemieeinsatz in der Textilveredlung bis zum CO2-Ausstoß beim Transport. Auch die energie- und wasserintensive Gebrauchsphase ist problematisch. Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt zehn Tipps für klimafreundlicheres Kleiden:

– Kaufen Sie bewusster ein und fragen Sie sich vor dem Kauf, ob Sie ein Kleidungsstück wirklich benötigen.
– Setzen Sie auf Qualität. Hochwertig verarbeitete Kleidung hält länger und muss weniger schnell ersetzt werden.
– Bevorzugen Sie Kleidung aus Naturfasern, idealerweise aus Bio-Produktion. Synthetische Textilien geben beim Waschen Mikropartikel frei, die ungefiltert in den Wasserkreislauf gelangen und Organismen schädigen können.
– Fragen Sie nach der Herkunft von Kleidung und erhöhen Sie so den Druck auf die Hersteller, ihre Produktionsbedingungen offenzulegen.
– Orientieren Sie sich beim Kleidungskauf an Labels und kaufen Sie Produkte von umweltfreundlich und fair produzierenden Herstellern. Auskunft geben Webseiten wie label-online.de oder Apps wie „Faer“, „Treeday“ und „Fair Fashion?“.
– Vermeiden Sie stark chemisch riechende Kleidungsstücke. Sie können gesundheitsbedenkliche Rückstände enthalten.
– Seien Sie vorsichtig bei Bezeichnungen wie „knitterfrei“, „feuerbeständig“ oder „geruchsneutral“. Diese Textilien werden mit Chemikalien behandelt, die gesundheitsschädigend sein können.
– Pflegen Sie Ihre Kleidung gut, damit sie möglichst lange hält.
– Kaufen Sie hochwertige Kleidung aus zweiter Hand in Second-Hand-Läden, auf Flohmärkten und einschlägigen Online-Portalen.
– Geben Sie gut erhaltene Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, weiter oder verkaufen Sie diese.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt ist die ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherarbeit.

Kontakt
Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.
Georg Abel
Berliner Allee 105
13088 Berlin
030 53 60 73 41
030 53 60 73 45
mail@verbraucher.org
https://www.verbraucher.org

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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