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Kinderarbeit wirksam bekämpfen

Kinderarbeit wirksam bekämpfen

(Mynewsdesk) München – Millionen Kinder weltweit müssen unter extremen und gefährlichen Bedingungen arbeiten. In der aktuellen Diskussion um die Anforderungen an ein Lieferkettengesetz in Deutschland sprechen sich die SOS-Kinderdörfer für verbindliche und wirksame Regelungen aus, um dringend notwendige Fortschritte im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu erzielen.

„Weltweit werden 72 Millionen Kinder durch schwere und gefährliche Arbeit ausgebeutet. Das Schicksal dieser Kinder ist eine Aufforderung zum Handeln. Wir brauchen deshalb auch in Deutschland endlich glasklare gesetzliche Regelungen, damit Maßnahmen gegen die Ausbeutung von Kindern Wirkung entfalten können“, sagt Boris Breyer, stellvertretender Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Das geplante Lieferkettengesetz soll sicherstellen, dass große Unternehmen in ihren Lieferketten Sorgfaltspflichten einhalten und Menschenrechtsverstöße wie ausbeuterische Kinderarbeit ausgeschlossen werden. Ein von Entwicklungsminister Gerd Müller und Arbeitsminister Hubertus Heil erarbeiteter Gesetzentwurf liegt vor, die Ausgestaltung ist jedoch innerhalb der Bundesregierung immer noch umstritten.

Wie dringend erforderlich Maßnahmen im globalen Kampf gegen Kinderarbeit sind, verdeutlichen die Folgen der Corona-Krise. Weil Millionen Familien durch die Pandemie in extreme Armut geraten sind, müsse von einem massiven Anstieg von Kinderarbeit ausgegangen werden, so Breyer. Zu den verheerenden seelischen und körperlichen Folgen der Kinderarbeit komme hinzu, dass diese Kinder keine Schule mehr besuchen könnten. Breyer: „Kinder gehören nicht in Steinbrüche oder Kupferminen. Sie müssen in die Schule gehen, um später einen Beruf erlernen zu können.“ Kinderarbeit zu bekämpfen bedeute daher immer auch, Armut zu bekämpfen, Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen sowie Familien zu stärken, damit sie ohne Kinderarbeit leben können.

In mehreren europäischen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden sind bereits Gesetze in Kraft, welche die Einhaltung verbindlicher menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in globalen Lieferketten vorsehen. Auch Deutschland müsse jetzt seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und ein ambitioniertes und wirksames Gesetz vorlegen, so Breyer.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Stellvertretender Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-287
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit

Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.500 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 137 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

Firmenkontakt
SOS-Kinderdörfer weltweit
Louay Yassin
Ridlerstr. 55
80339 München
089 17914 259
louay.yassin@sos-kd.org
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