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KI am Arbeitsplatz: Zwischen Optimismus und Unsicherheit

Die wachsende Verankerung Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt entwickelt sich zu einem zentralen Gestaltungsfaktor für Personalabteilungen und Führungskräfte. Doch bei vielen Arbeitnehmenden lösen die erstaunlichen Ergebnisse, die KI teils liefert, nicht nur Euphorie aus. Das zeigen aktuelle Ergebnisse der ADP-Studie „People at Work 2025“, die jedes Jahr fundierte Einblicke in den Arbeitsmarkt aus Sicht der Beschäftigten liefert. Demnach stehen Arbeitnehmende dem Wandel mit einer komplexen Mischung aus Hoffnung und tief sitzender Unsicherheit gegenüber. Unternehmen weltweit müssen nun dringend diese Ambivalenz adressieren, um Mitarbeiterbindung und Produktivität zu sichern.

Ahnungslosigkeit führt zu Unsicherheit

Ein entscheidendes Ergebnis der Studie ist die weit verbreitete Unklarheit: Ein erheblicher Teil der Befragten weltweit (44 Prozent) hat keine Vorstellung davon, wie KI ihren Arbeitsplatz verändern wird. Diese Unsicherheit schürt Ängste – das wird insbesondere in Deutschland sichtbar: 15 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden äußerten diese Ahnungslosigkeit.

Eine Unkenntnis mit weitreichenden Folgen: Arbeitnehmende, die einen Jobverlust durch KI befürchten, klagen doppelt so häufig über hohen Stress am Arbeitsplatz. Zudem suchen 30 Prozent der von Zweifeln geplagten Mitarbeitenden aktiv nach neuen Jobs – im Vergleich zu 16 Prozent der weniger besorgten Gruppe. Neben der Angst vor dem Arbeitsplatzverlust plagt Arbeitnehmende auch die Angst, KI nicht richtig zu verstehen und die Technologie deshalb nicht richtig einsetzen zu können. Mangelnde Transparenz, Schulungen und Aufklärung könnten somit direkt zur Fluktuation von Fachkräften beitragen.
Diskrepanz zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden

Interessanterweise ist die Besorgnis nicht auf Technologie-Skeptiker beschränkt. Selbst unter jenen, die an die positiven Auswirkungen der KI glauben, befürchten 27 Prozent weltweit, dass die Technologie sie ersetzen könnte. Dies zeigt sich besonders bei Wissensarbeitern (z. B. Programmierern oder Ingenieuren), die zwar am ehesten einen positiven Einfluss erwarten (24 Prozent), aber auch sehr besorgt sind, ersetzt zu werden (13 Prozent).

Auf Unternehmensebene herrscht dagegen ein anderer Konsens: 84 Prozent der großen Organisationen weltweit sind der Meinung, dass KI zwar Prozesse rationalisiert, aber keine Mitarbeiter ersetzen wird. Diese Diskrepanz zwischen Unternehmensperspektive und Mitarbeitergefühl müssen Arbeitgeber durch Maßnahmen überbrücken.

Eine klare Vision

Der Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderungen liegt in einer klaren Vision wie KI im Unternehmen eingesetzt werden soll, welcher Nutzen dadurch entsteht und wie sich die Technologie auf die Mitarbeitenden auswirkt. Dieser Ansatz befähigt Beschäftigte, sich gemeinsam mit KI weiterzuentwickeln und die eigene Rolle im Unternehmen dadurch neu zu definieren. Bevor man sich also für die Einführung von KI entscheidet, muss man sich zunächst fragen, welche Ziele mit KI verfolgt werden und welche Ziele für das Unternehmen damit verbunden sind. Selbst für Unternehmen, die offensichtliche Vorteile erkennen, ist die Einführung von KI nur um der KI willen kein Schlüssel zum Erfolg. Es gilt, sich folgende Fragen zu stellen: Welche Probleme wollen wir lösen, welche Prozesse verbessern oder welche Aspekte verändern?
Damit diese Zielsetzungen erreicht werden können, sind Transparenz und Governance unerlässlich. Wer KI erfolgreich einführen will, muss zunächst Führungskräfte schulen. Denn sie sind es letztlich, die den Umgang mit KI vorleben und Fragen zum Einsatz, zu Grenzen und zu Auswirkungen beantworten. Best Practices aus dem Alltag machen den Nutzen von KI greifbar.

Zudem gilt es, Arbeitnehmenden zu verdeutlichen, dass die Entscheidungshoheit immer beim Menschen liegt – neue Technologien wie generative KI dienen allein dazu, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen und bestimmte Aufgaben zu automatisieren. Jeder Einsatz von KI sollte also von menschlicher Aufsicht begleitet werden. So stellen Unternehmen sicher, dass KI-Tools von einem geeigneten Partner mit klaren Anforderungen an Ethik, Compliance und Datensicherheit in kontrollierten und nachvollziehbaren Systemen eingesetzt werden und geben Mitarbeitenden Guidelines für einen sicheren und regelkonformen Einsatz mit klaren Grenzen vor.

Wer es schafft seinen Mitarbeitenden die Angst zu nehmen und sie im Einsatz von KI in der täglichen Arbeit zu schulen, setzt das Potenzial der Technologie frei: die Produktivität steigt, Mitarbeitende werden von monotonen und repetitiven Aufgaben entlastet und die Zufriedenheit nimmt zu.

Von Thomas Zimmermann, Managing Director ADP in Deutschland

Über den Autor: Thomas Zimmermann bringt fast 30 Jahre Erfahrung in verschiedenen Funktionen der IT- und Servicebranche mit – von Vertrieb und Service über Support bis hin zu Entwicklerrollen in unterschiedlichen Märkten. Er hat unter anderem in Osteuropa, Schweden und den USA gelebt und gearbeitet. Seit 2023 ist Herr Zimmermann Geschäftsführer der ADP Employer Services GmbH sowie interimistisch für Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei.

Über ADP (NASDAQ: ADP)
Seit mehr als 75 Jahren prägt ADP die Arbeitswelt mit Innovationskraft und Kompetenz. Als einer der führenden Anbieter von HR- und Gehaltsabrechnungslösungen weltweit arbeiten wir bei ADP kontinuierlich daran, die geschäftlichen Herausforderungen für unsere Kunden und deren Mitarbeitende zu lösen – von einfachen, benutzerfreundlichen Tools für kleine Unternehmen bis hin zu vollständig integrierten Plattformen für globale Unternehmen und alles dazwischen. „Always Designing for People“ beschreibt es gut: Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir setzen unsere unübertroffenen KI-gesteuerten Erkenntnisse und unser bewährtes Fachwissen für innovative Lösungen ein, die Menschen bei der Arbeit voranbringen. Über 1,1 Millionen Kunden in mehr als 140 Ländern vertrauen auf den herausragenden Service von ADP, um ihre Mitarbeitenden zu unterstützen und ihr Unternehmen voranzubringen – rund um die Themen HR, Talent, Zeitmanagement, Zusatzleistungen, Compliance und Entgeltabrechnung. Weitere Informationen finden Sie unter de.adp.com

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