Qatar Airways Qsuite als letzter großer Quantensprung
Mit der 2017 von Qatar Airways eingeführten Qsuite begann für viele Airlines eine neue Phase des Wettbewerbs in der Business Class. Suiten mit vollständig verschließbaren Türen, zuvor eigentlich nur in der First Class zu finden, wurden plötzlich zum Maßstab. Alle Premium-Airlines sahen sich zunehmend unter Druck, ihre Business Class Sitze ebenfalls auf ein neues Komfort-Level zu heben und innovative Sitz-Konzepte mit möglichst viel Privatsphäre zu präsentieren, um nicht den Anschluss zu verlieren. Bestes Beispiel ist hier sicherlich British Airways, die ihre vollkommen überholte Club World Business Class mit 2-4-2-Sitzanordnung seit 2019 sukzessive durch die State of the Art Club Suite Business Class ersetzt, die konzeptionell stark an die Qsuite angelehnt ist.
Die neuesten Business-Class-Produkt-Ankündigungen zeichnen nun jedoch ein anderes Bild: Das große Wettrüsten hat spürbar an Dynamik verloren. Der Grund dafür liegt auf der Hand: In vielen Kabinen ist inzwischen ein Standard erreicht, der sich beim Platzangebot kaum noch weiter steigern lässt. Entsprechend spielen sich die wichtigsten Neuerungen heute eher im Detail ab – etwa bei Technik, Design, Raumgefühl oder der Produkt-Konsistenz über die gesamte Flotte hinweg.
Evolution statt Revolution
Das zeigen etwa Air Canada und Delta. Beide arbeiten an neuen Business-Class-Produkten, der Fokus liegt dabei aber vor allem auf größeren Bildschirmen, mehr Stauraum, modernerem Design, besserem Raumgefühl und technischer Weiterentwicklung. Auch bei American und United wird kein völlig neuer Ansatz verfolgt, sondern ebenfalls auf Suiten mit Türen, mehr Privatsphäre und zusätzliche Premium-Details gesetzt. Der Wettbewerb findet damit zunehmend im Feinschliff statt — nicht mehr mit großen Paukenschlägen à la Qsuite.
Konsistenz wird zum neuen Premium-Merkmal
Besonders deutlich wird der Trend zu mehr Konsistenz bei Turkish Airlines sowie bei Discover und Edelweiss. Turkish verabschiedet sich mit der neuen Crystal Business Class endlich von der veralteten 3-2-3-Konfiguration ohne ausreichende Privatsphäre. Der entscheidende Fortschritt liegt dabei nicht in den Türen, die bei den Top-Airlines mittlerweile ja fast zum Standard geworden sind, sondern vor allem in einem deutlich konsistenteren Produkt über große Teile der Langstreckenflotte hinweg.
Ähnlich strategisch gehen die beiden Lufthansa Group Airlines Discover und Edelweiss vor, die bewusst auf dasselbe Sitzmodell setzen. Auch hier wird keine Revolution angestrebt, sondern auf ein stimmiges, modernes und verlässliches Produkt gesetzt.
Es gibt noch Ausnahmen
Ganz vorbei ist die Zeit der Ausrufezeichen dennoch nicht. Riyadh Air zeigt gemeinsam mit dem auch bei Japan Airlines im Airbus A350-1000 eingesetzten Sitz, dass im Topsegment weiterhin außergewöhnliche Business-Class-Produkte möglich sind, die die Konkurrenz teilweise deutlich in den Schatten stellen. Vollständig geschlossene Suiten, große Screens, viel persönlicher Raum und ein starker Fokus auf Privatsphäre setzen hier weiterhin Maßstäbe.
Gleichzeitig zeigt sich aber auch: Selbst ein herausragender Sitz allein reicht künftig nicht mehr aus. Entscheidend wird stärker das Gesamtprodukt aus Hard Product, Service und Markenversprechen.Genau hier muss Riyadh Air als Branchen-Neueinsteiger erst noch beweisen, dass man mit den etablierten Middle East Carrieren um Emirates und Qatar Airways mithalten kann.
Worauf es künftig ankommt
Laut First Class & More (https://first-class-and-more.de/) dürfte sich der Wettbewerb in der Business Class künftig vor allem in zwei Richtungen verlagern: erstens hin zu mehr Produktkonsistenz über die Flotte hinweg und zweitens hin zu Verbesserungen im Detail, etwa bei Technik, Stauraum, Materialien und Design in Kombination mit einem upgegradeten Service-Angebot wie es Lufthansa kürzlich mit ihrem Project FOX (https://first-class-and-more.de/lufthansa-startet-project-fox-langstrecken-service-in-allen-reiseklassen) vorgemacht hat. Für Reisende ist das durchaus eine gute Nachricht: Nicht jede Neuerung muss revolutionär sein, solange das Gesamterlebnis verlässlicher und hochwertiger wird.
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Fazit
Die Business Class ist nicht am Ende der Innovation — aber mit echten Revolutionen, wie sie damals die Qsuite dargestellt hat, ist auf absehbare Zeit wohl nicht mehr zu rechnen. Heute geht es weniger um das nächste große Sitz-Upgrade, sondern vielmehr um das bessere, über die gesamte Flotte hinweg konsistentere Gesamtprodukt.
Über den Anbieter: „Luxusreisen zu Insider-Preisen“ ist das Motto von First Class & More, dem Spezialisten für die optimale Ausnutzung von Kundenbindungsprogrammen a la Lufthansa Miles & More in den Bereichen Airlines, Hotels und Autovermietungen. Seit mehr als 15 Jahren Jahren versorgt Alexander Koenig, Gründer von First Class & More, seine Kunden regelmäßig mit den besten Insider-Informationen rund um dieses Thema. Darüber hinaus liefert First Class & More umfassende Informationen zu den interessantesten Reisezielen weltweit.
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