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Herausforderungen in der Lieferkette Kakao

Armut, Kinderarbeit, Benachteiligung der Frauen

Herausforderungen in der Lieferkette Kakao

Foto: Fotolia / Adam Ján (No. 5933)

sup.- „Immer mehr Bürger erwarten, dass die Entstehung einer Ware auch den Anspruch an eine umweltbewusste und humane Globalisierung erfüllt“, betonte Irene Maria Plank vom Auswärtigen Amt anlässlich einer Veranstaltung des „Forum Nachhaltiger Kakao“ auf der ANUGA in Köln (September 2017). Dies ist eine besondere Herausforderung bei der Verwendung von landwirtschaftlichen Rohstoffen, die in Entwicklungsländern und zudem in ökologisch besonders sensiblen Gebieten angebaut werden.

Kakao, die wichtigste Zutat für die von fast allen Menschen geliebte Schokolade, wird in Deutschland vor allem von der Cote d“Ivoire (ehemals Elfenbeinküste, Westafrika) importiert. Die Forcierung von nachhaltig orientierten Strategien kann beim Rohstoff Kakao nur durch Multistakeholder-Ansätze erreicht werden, die die Verantwortung für die Kleinbauern und ihre Menschenrechte ebenso in den Mittelpunkt stellen wie die Verantwortung für die Umwelt. „In immer komplexer werdenden Zusammenhängen lassen sich Fortschritte nur gemeinsam erzielen, koordiniert und mit allen an der Lieferkette Beteiligten und über Landesgrenzen hinaus“, unterstreicht Wolf Kropp-Büttner, Vorsitzender des „Forum Nachhaltiger Kakao“. Deshalb wurde im Jahr 2012 das Forum als Gemeinschaftsinitiative der Schokoladenindustrie, des Lebensmittelhandels und der Zivilgesellschaft (Fairtrade, Rainforest Alliance) im Verbund mit der Bundesregierung ins Leben gerufen.

Seit ihrer Gründung hat diese Multistakeholder-Organisation bemerkenswerte Fortschritte erzielen können, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen in der Kakaoerzeugung zu verbessern und ist deshalb von der Bundesregierung als Leuchtturmprojekt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2016 ausgezeichnet worden. Zu den besonderen menschenrechtlichen Herausforderungen gehören dabei die Bekämpfung der Armut, der Kinderarbeit sowie der Benachteiligung der Frauen. Angemessene, faire Preise für Kakao durch Optimierung der Qualität der Ernte mit Hilfe von nachhaltig orientierten Anbaumethoden sind hierzu unerlässlich, denn Armut ist die Hauptursache für Menschenrechtsverletzungen.

Die Bevorzugung von nachhaltig zertifiziertem Kakao, soweit dieser auf dem Markt zunehmend erhältlich ist, gehört deshalb zu den wesentlichen Anliegen des „Forum Nachhaltiger Kakao“. Und in dieser Hinsicht konnten in der Tat in den letzten Jahren beeindruckende Erfolge erreicht werden. Während vor Gründung des Forums der Anteil von nachhaltig erzeugtem Kakao bei den in Deutschland verkauften Schokoladenprodukten nur bei drei Prozent lag, beträgt er mittlerweile bei den Mitgliedern 57 Prozent. Bis zum Jahr 2020 strebt die Gemeinschaftsinitiative einen Marktanteil von mindestens 70 Prozent an. Prominente Unternehmen mit Vorreiterfunktion wie Ferrero, Lindt & Sprüngli oder Nestle wollen bis spätestens zu diesem Zeitpunkt bereits ausschließlich nachhaltig zertifizierten Kakao einsetzen. Weitere Infos gibt es unter www.kakaoforum.de.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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