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Hausverwalter-Software:Marktbereinigung steht bevor

Hausverwalter Experte Andreas Schmeh warnt Hausverwaltungen davor, eine rechtzeitige Softwareumstellung zu verschlafen

Hausverwalter-Software:Marktbereinigung steht bevor

PIWI Privates Institut der Immobilienwirtschaft GmbH

„Viele Hausverwalter steuern geradewegs in eine Katastrophe hinein!“. Das behauptet Andreas Schmeh, Fachexperte für die Organisation und Führung von Hausverwaltungs-Unternehmen. Insbesondere das Thema Hausverwalter-Fachsoftware sei derzeit besonders explosiv.

Andreas Schmeh ist ein erfahrener Hausverwalter. Selbst verfügt er über 25 Jahre Berufserfahrung als Hausverwalter und seit über 6 Jahren hilft er Hausverwaltungs- Unternehmen, die Organisation im Unternehmen zu verbessern. Und dabei hat er natürlich immer auch mit der jeweils speziellen Fachsoftware des jeweils beratenen Unternehmens zu tun. „In Deutschland gibt es etwa 200 verschiedene Programme für Hausverwalter von etwa 150 verschiedenen Hausverwaltern“ berichtet Schmeh.

Was ihn jedoch sehr nachdenklich mache, sei die Tatsache, dass bei zahlreichen Herstellern von Hausverwaltern-Software die nächsten Jahre die Lichter ausgehen werden. „Das ist klar vorhersehbar“ berichtet der Hausverwalter-Experte. So gäbe es einige ältere Programme, die seit Jahren keine nennenswerten Weiterentwicklungen mehr erleben würden und bei denen die Unternehmensnachfolge beim Softwarehersteller vollkommen ungeregelt sei. „Das sind oftmals kleinere Softwarefirmen mit zwei, drei Mitarbeitern“ erzählt Schmeh. Die Programme seien dann vielleicht bei einigen hundert Hausverwaltern (von bundesweit ca. 17.000 Hausverwaltungen) im Einsatz, seien teilweise auf alten Datenbanken oder nicht mehr zeitgemäßen Programmsprachen aufgebaut. „Und dann scheidet der Unternehmensinhaber, zumeist der Entwickler, aus und niemand führt das Unternehmen fort“ befürchtet er. Und dann würden die Fachprogramme, die bei hunderten Hausverwaltern im Einsatz sind, nicht mehr weiterentwickelt, nicht mehr gewartet und es gebe dann keinen Support mehr. Zuletzt sei das bei der Software „Haus 6“ zu beobachten gewesen, die noch bei ca. 200 Hausverwaltungen im Einsatz war. „Kurz vor der SEPA-Umstellung hat der Entwickler seinen Kunden mitgeteilt, dass er das nicht mehr hinbekommt mit den notwendigen Neuprogrammierungen““ plaudert Schmeh aus dem Nähkästchen. Das habe dann bei zahlreichen Verwaltern zu Notsituationen geführt, denn die Hausgelder werden oftmals über diese Fachsoftware eingezogen. „So kam es zu hektischen Umstellaktionen, zu viel Doppelarbeit, zu Schnellkäufen und vor allem zu einem riesigen, ungeplanten Zeitaufwand bei vielen Verwaltern“. Und so seien überstürzt bei etlichen Kolleginnen und Kollegen Fehlkäufe getätigt werden.

Und nun sieht er neues Ungemach auf die Hausverwalter-Zunft zukommen:“ In vielen Hausverwaltungsbetrieben ist Hausverwalter-Software im Einsatz von Unternehmen, die die Software seit Jahren nicht mehr richtig weiterentwickeln und bei denen die Unternehmens-Nachfolge nicht geklärt ist. Ich warne jeden Hausverwalter und kann nur raten: Sprechen Sie Ihren Hersteller an, wie es mit der Software konkret weitergeht und ob der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist!“. Ausdrücklich warnt er: „Sollte Ihnen Ihre Hausverwalter-Software zum Beispiel mitten in der Abrechnungsperiode in die Knie gehen und Sie haben keinen mehr, der diese Software reparieren oder Support leisten kann, dann kann Ihr Unternehmen in eine existenzbedrohende Situation kommen“. So kenne er derzeit mindestens sechs kleine Softwarehersteller für Hausverwalter-Software, die insgesamt bei ca. 800 Kunden im Einsatz sei, bei denen es trotz hohen Alters der Inhaber keinen Nachfolger gebe. „Mir wird da Angst und Bange um manche Kolleginnen und Kollegen“ gibt Schmeh klar zu.
Zusätzlich erwartet er in der Branche der Hausverwalter-Softwarehersteller eiine klare knallharte Konsolidierung. Viele Marktteilnehmer seien zu klein, zu kapitalschwach und nicht innovativ genug, um die nächsten Jahre noch bestehen zu können. Dies werde dazu führen, dass weitere kleinere Softwarehersteller das Geschäft einstellen und die Kunden dieser Unternehmen dann schnell einen Umstieg auf eine andere Fachsoftware bewerkstelligen müssen.

Er empfiehlt allen, die eine solche „alte“ Fachsoftware nutzen, jetzt mit den Planungen für einen Umstieg auf eine neue Hausverwalter-Software zu beginnen.

„Bei der Auswahl der für den einzelnen Kollegen passenden Software helfe ich gerne beratend mit“ bietet Andreas Schmeh an. Denn er kennt natürlich auch die positiven Beispiele, wo gut gepflegte Hausverwalter-Software mit hilfreichen Funktionen und einem zukunftsorientierten Technikhintergrund einen Betrieb tatsächlich entlastet und beste Dienste leistet. „Und wenn man sich für ein gutes Produkt entschieden hat, dann ist die Einführung, die Schulung der Mitarbeiter und ein konkreter Aktionsplan mit Zeitachse zu erstellen, wann welche Tätigkeiten oder Schritte notwendig sind“ berichtet der Hausverwalter-Experte.

PIWI Privates Institut der Immobilienwirtschaft GmbH ist die Unternehmensberatung für Hausverwalter, Besitzgesellschaften und Baugenossenschaften. Die Spezialisten helfen bei allen Fragen zum Thema Nachfolge, Organisation, Marketing und Strategie bei Hausverwaltern.

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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