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„Gesundheitsrisiken für Heimwerker“ ERGO Verbrauchertipps

Fitness & Gesundheit

Unbekannte Gefahr: Zementbrand

Heimwerken liegt voll im Trend: Rund 14,4 Millionen Menschen gaben bei einer Umfrage im Jahr 2011 an, ihrem Hobby sogar mehrmals im Monat zu frönen. Doch die Statistik zeigt auch, dass nicht jeder passionierte Heimwerker zugleich ein perfekter Handwerker ist: Jährlich passieren rund 300.000 Heimwerkerunfälle. Dabei handelt es sich in erster Linie um Stürze sowie Quetschungen und Schnittwunden durch den ungeübten Umgang mit bestimmten Werkzeugen. Aber auch von manchen Baumaterialien gehen handfeste Gefahren aus – beispielsweise vom sogenannten „Zementbrand“, der vielen Heimwerkern so gut wie unbekannt ist. „Der Zementbrand tritt auf, wenn sich Häuslebauer selbst an die Verlegung des Estrichs heranwagen und dabei – ohne sichere Schutzkleidung – stundenlang im nassen Zement knien“, klären die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung auf. Nasser Zement enthält alkalische und ätzende Substanzen, die sogenannte Kontaktekzeme – also schwere Entzündungen der Haut – hervorrufen können. Fatalerweise reagiert die Haut in der Regel nicht sofort: Beschwerden während der Arbeit sind daher selten. Meist treten die Schmerzen und die Hautrötung erst vier bis acht Stunden später auf. Die Folgen eines Zementbrandes können dennoch schwerwiegend sein: Die alkalischen Substanzen im Zement wirken ätzender als Säure und können das verletzte Gewebe sogar zum Absterben bringen. Die DKV Experten raten deshalb, sich vor der Verlegung eines Estrichs unbedingt über geeignete Schutzkleidung zu informieren und bei Verdacht auf Zementbrand sofort einen Hautarzt zu konsultieren!

Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung

Unsichtbare Gefahr: Staub und giftige Dämpfe

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, heißt es. Aber auch Staub und giftige Dämpfe sind bei vielen Renovierungsaktionen unvermeidlich – und ein weithin unterschätztes Gesundheitsrisiko! So kann der Staub, der beim Abschleifen oder Abbeizen von Möbeln oder Holzböden entsteht, zu Reizungen und Erkrankungen der Atemwege führen oder sogar Krebserkrankungen auslösen. „Deshalb sollten Heimwerker bei solchen Arbeiten auf keinen Fall auf das Tragen einer Atemschutzmaske verzichten“, raten die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Noch schwieriger ist der Umgang mit giftigen Dämpfen, denen nicht nur Heimwerker oft ungeschützt ausgesetzt sind: Vom Weichmacher im Teppich über Holzschutzmittel in der Deckenverkleidung bis hin zum Formaldehyd im Isolierschaum – in den meisten Wohnungen gibt es bereits eine Fülle an Schadstoffen, die etwa Allergien auslösen. Vor allem passionierte Heimwerker, die gerne bei der Renovierung selbst Hand anlegen, sollten daher die Zusammensetzung von Farben und anderen chemischen Erzeugnissen genau prüfen, um die eigene Gesundheit sowie die ihrer Familie nicht zu gefährden. „Für einen neuen Anstrich im Wohn- oder Schlafbereich ist nach Möglichkeit Naturfarben, schadstoffarmen Anstrichen oder Farben mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ der Vorzug zu geben. Wo der Untergrund die Anbringung einer Tapete erforderlich macht, sind Papier- oder Raufasertapeten empfehlenswert. Sie enthalten keine Kunst- oder Konservierungsstoffe und auch keinen Kunstharzkleber“, wissen die DKV Experten. Ratsam ist außerdem, neu eingekaufte Möbel oder Baumaterialien nach Möglichkeit zwei bis vier Wochen ausdünsten zu lassen, bevor sie in die Wohnräume oder zum Einsatz gelangen. „Schwangere und Kleinkinder unter zwei Jahren reagieren besonders sensibel auf die giftigen Dämpfe von Möbeln oder Baumaterialien. Leidenschaftliche Heimwerker tun daher beiden einen großen Gefallen, wenn sie größere Umbau- und Renovierungsmaßnahmen so lange aufschieben, bis die Kinder etwas größer sind“, fügen die DKV Experten hinzu.

Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung

Sich selbst richtig einschätzen

Ein Regal zimmern, die Terrasse fliesen, den Carport aufbauen – mit einer guten Anleitung können auch handwerklich Ungeübte durchaus sehenswerte Ergebnisse erzielen. Dennoch sollten auch begeisterte Heimwerker ihre Fähigkeiten kritisch einschätzen: „Denn fehlende Erfahrung im Umgang mit Material und Technik sowie Ermüdung und Überlastung aufgrund der ungewohnten Tätigkeit können schwerwiegende Unfälle nach sich ziehen“, warnen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Ein Heimwerker, der beispielsweise schon Stunden im Hobbykeller an seinem Wunschregal zimmert, hat ein zunehmendes Risiko sich zu verletzen – weil etwa seine Konzentration nachlässt oder er im Umgang mit der Kreissäge mit der Zeit sicherer wird und sich dabei überschätzt. „Sich bei der Arbeit Ziele zu setzen gehört zwar dazu und ist wichtig. Aber versuchen Sie lieber nicht, Ihr Projekt um jeden Preis abzuschließen, wenn Sie bereits erschöpft und müde sind“, raten die DKV Experten. „Heimwerken soll immer noch Spaß machen – und Verbissenheit schadet mehr, als sie einem guten Ergebnis näher bringt.“ So kann bereits die ungewohnte Körperhaltung über längere Zeit zur Überanstrengung und mitunter sogar zu länger andauernden Beschwerden führen. Inzwischen kennen nämlich nicht nur Sportler das Phänomen des sogenannten „Tennisarms“ – auch Heimwerker leiden immer häufiger unter dieser schmerzhaften Entzündung des Sehnenansatzes. „Deshalb gilt: Hören Sie auf die Signale des Körpers und machen Sie sich klar: Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Mit der richtigen Einstellung bleibt beim Heimwerken auch die Gesundheit nicht auf der Strecke“, so die Gesundheitsexperten der DKV.

Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung

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