Neuigkeiten Timeline

Immobilien
Juni 3, 2026

Discounter Immobilien Makler

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 3, 2026

BusinessCode reduziert Aufwand bei Ausschreibungen deutlich

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 3, 2026

Sommerferien zu kurz für großes Fernweh?

Handel, Dienstleistungen
Juni 3, 2026

Lokaler Supermarkt plus(!) digitaler Warenkorb: Shopnow24 startet Pilotprojekt in Bergisch Gladbach und Koblenz

Auto, Verkehr
Juni 3, 2026

Construction Komplete: NavVis unterstützt Flughafen München mit Dynamic Laserscanning beim Bau des Terminal 1-Pier

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 3, 2026

Nordstern gesucht: Warum Vision wieder zählt

IT, NewMedia, Software
Juni 3, 2026

DBR77 stellt das erste europäische Large Language Model für industrielle Entscheidungen vor

IT, NewMedia, Software
Juni 3, 2026

AI-SECURITY-REPORT 2026: MICROSOFT-365-NUTZUNG IM BLINDFLUG

Wissenschaft, Forschung, Technik
Juni 3, 2026

Qualitätskontrolle im Wandel: Exponat zeigt menschzentrierte KI in der Praxis

Immobilien
Juni 3, 2026

Planon in Microsoft Places integriert zur Optimierung von Flächen und Workplace Management

Immobilien
Juni 3, 2026

Zukunft der Immobilienverwaltung: BVI richtet Digital-Event WEG.SMART neu aus

Immobilien
Juni 3, 2026

Lebensmittelmarkt Immobilien Makler

Computer, Information, Telekommunikation
Juni 3, 2026

Parasoft beseitigt Abhängigkeitsengpässe bei Softwarebereitstellung

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 3, 2026

TGI AG Investieren in Gold: FMA – Anordnung gegen die TGI AG – fachanwaltliche Vertretung – Rückabwicklung der Goldmodelle

Gender gap bei Prokaryonten: Nur 14,8 Prozent der Bakterien und Archaeen nach Frauen benannt

Forschende der DSMZ untersuchen Namen von Prokaryonten und finden fast keine Verbesserung seit 1947

Gender gap bei Prokaryonten: Nur 14,8 Prozent der Bakterien und Archaeen nach Frauen benannt

Dr. Heike M. Freese vom Leibniz-Institut DSMZ

In der Mikrobiologie können entdeckte Mikroorganismen nach bekannten Persönlichkeiten aus der Wissenschaft benannt werden, um sie zu ehren. Solche Eponyme kommen in der Naturwissenschaft oft vor, zum Beispiel bei den Röntgenstrahlen (nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen) oder dem Pasteurisieren (nach dem Mikrobiologen Louis Pasteur).

An der jetzt veröffentlichten Studie „The gender gap in names of prokaryotes honouring persons“ haben Dr. Heike M. Freese und Privatdozent Dr. Markus Göker vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Zusammenarbeit mit drei anderen Forschenden die Herkunft der Namen von 23.315 Prokaryonten untersucht, wovon 2018 Eponyme Personen ehren. Prokaryonten sind Mikroorganismen ohne Zellkern, die sowohl Bakterien als auch Archaeen umfassen. Die Forschenden erwarteten schon vor Beginn der Untersuchung eine geschlechtsspezifische Diskrepanz. Jedoch sollte zusätzlich erforscht werden, ob sich die Verhältnisse in den letzten Jahrzehnten verbessert haben, da der Frauenanteil in der Mikrobiologie deutlich gestiegen ist.

Beim Vergleich aller geehrten Personen von 1823 bis 2022 zeigt sich ein großer Unterschied zwischen Namen, die einen Mann ehren (84,4 Prozent) und Namen, die eine Frau ehren (14,8 Prozent). Obwohl in den letzten Jahrzehnten wegen methodischer Fortschritte mehr Prokaryonten entdeckt und benannt wurden, waren 1993 und 2015 nur vier Prozent der geehrten Personen Frauen; 1991 waren es null Prozent. Insgesamt hat sich die „gender gap“ seit der ersten Ehrung einer Frau im Jahr 1947 kaum verringert. Die Zahl der Frauen, deren Beiträge zur Mikrobiologie hätten anerkannt werden können, ist aber im Laufe der Zeit deutlich gestiegen. Diese „gender gap“ ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass viele der höchsten und angesehensten Positionen weiterhin in der Hand von Männern sind.

Die Studie ist die erste über die Benennung von Prokaryonten unter geschlechtsspezifischen Aspekten und möchte andere Forschende motivieren, die „gender gap“ nach und nach zu schließen. Die Benennung von Prokaryonten nach weiblichen Personen könnte zumindest die Sichtbarkeit von Frauen erhöhen, die einen Beitrag zur Mikrobiologie oder zu anderen Wissenschaften geleistet haben, und so jungen Frauen helfen, Vorbilder zu finden. Es steht eine ausreichende Zahl hervorragender Wissenschaftlerinnen für die Benennung von Arten zur Auswahl.

Originalpublikation
Freese HM, Giner-Perez L, Oren A, Göker M, Arahal DR. The gender gap in names of prokaryotes honouring persons. Int J Syst Evol Microbiol. 2023 Nov;73(11). doi: 10.1099/ijsem.0.006115.

DSMZ-Pressekontakt:
PhDr. Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
E-Mail: press(at)dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 85.000 Kulturen sowie Biomaterialien und hat rund 220 Beschäftigte. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 97 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 2 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist das größte Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 85.000 Bioressourcen.

Firmenkontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
PhDr. Sven-David Müller, M.Sc.
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
http://www.dsmz.de

Pressekontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
http://www.dsmz.de

(Visited 21 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert