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Gegen Narbenbildung: ScarX Therapeutics aus Ontario testet Salbe

Das Start-up aus Toronto, ScarX Therapeutics, testet eine Salbe, die die Narbenbildung nach großen Operationen verringern soll

Patienten leiden nach einem chirurgischen Eingriff meist an großen Narben. Derzeit gibt es laut Dr. Benjamin Alman, Gründer von ScarX Therapeutics, keine klinisch erprobten Medikamente, die erfolgreich die Narbenbildung nach einem operativen Eingriff reduzieren. Der Chirurg hat nun gemeinsam mit dem MaRS Centre und dem Hospital for Sick Children in Toronto eine Zusammensetzung von Inhaltsstoffen für eine Salbe entdeckt, die effektiver sein soll. Das neue Mittel soll nun zur Marktreife geführt werden.

Dabei ist Alman zufällig auf die Wunderwaffe gestoßen. Bei seiner Forschungsarbeit hat er den Wirkstoff Nefopam Hydrochlorid, der in Schmerzmitteln steckt, neu verwendet. Er hatte herausgefunden, dass Nefopam einen guten Effekt auf Myofibroblasten hat – diese sind für das Narbengewebe verantwortlich. Alman konnte zudem bestätigen, dass das Protein Catenin tatsächlich die Wundheilung positiv beeinflusst. Das Protein Catenin gehört zu einer Gruppe von Molekülen, die dafür sorgen, dass Informationen von der Zelloberfläche in den Zellkern gelangen, und diese die Anordnung von Zellen in ihrem Zellverband regulieren. Die neue Salbe soll die Narbenbildung nun um die Hälfte reduzieren. Dieses Jahr noch soll das neue Medikament in Toronto getestet werden.

Weltweit führen Ärzte jährlich rund 240 Millionen Operationen durch. „Für einen Wissenschaftler ist es ein besonderer Erfolg, wenn er den Schmerz seiner Patienten oder Folgeschäden von Operationen lindern kann. Das neue Mittel soll vielen Menschen helfen“, sagt Alman. Das Unternehmen erwarte durch die Einzigartigkeit des Produkts einen Umsatz in Milliardenhöhe.

Unterstützung für vielversprechende Produkte

Um die Salbe nun entwickeln zu lassen, hat ScarX Therapeutics im chinesischen Unternehmen NovoTek Therapeutics Inc. (NovoTek) einen Partner gefunden. Damit kann das Team um Alman den langen und teuren Weg stemmen, um die Creme marktreif zu machen. Finanzielle Unterstützung in Höhe von 185.000 Euro (250.000 kan. Dollar) bekommt das Start-up-Unternehmen von den Ontario Centres of Excellence (OCE). ScarX Therapeutics war einst aus einer Zusammenarbeit zwischen dem MaRS Centre und dem SickKids entstanden. Eine wichtige Aufgabe der OCE ist die Unterstützung bei der Vertreibung marktreifer Produkte. Es arbeitet dabei eng mit Unternehmen, Universitäten und Forschungsstätten in Ontario zusammen.

Über Ontario, Kanada

Die Provinz Ontario ist der Wirtschaftsmotor Kanadas. Zirka 38 Prozent des kanadischen Bruttoinlandsprodukts werden in der bevölkerungsreichsten kanadischen Provinz erwirtschaftet, in der mehr als 39 Prozent der 34 Millionen Einwohner Kanadas leben. Mehr als 39 Prozent der exportierten Waren Kanadas stammen aus der Provinz im Osten Kanadas. Ein Dreiklang aus Beratung, finanzieller Förderung von Unternehmen (vor allem für Innovationen sowie F&E-Projekte) und den im Vergleich mit den anderen G7-Staaten am besten ausgebildeten Arbeitskräften haben Ontario zum Spitzenrang aller Standorte in Kanada verholfen. In Nordamerika zählt er zu den Top 10.

Ontario gehört zur Freihandelszone NAFTA, die ein Handelsvolumen von 11,3 Billionen Euro (16 Billionen US-Dollar) hat. Deutschland belegt den sechsten Rang der wichtigsten bilateralen Handelspartner Ontarios: Allein 2010 exportierte Ontario Waren im Wert von 800 Millionen Euro nach Deutschland und bezog Importe in Höhe von 3,3 Milliarden Euro. Das geplante Comprehensive Economic Trade Agreement (CETA) zwischen Europa und Kanada wird den Handel zwischen den beiden Ländern weiter intensivieren.

Kontakt
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Christine Fröhler
Jurastraße 8
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Pressekontakt:
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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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