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EU-weites Interesse an der 116 117

Bereitschaftsdienst Deutschland ist Vorreiter mit der einheitlichen Rufnummer 116 117. Andere europäische Länder ziehen nach dem großen Erfolg nun nach.

(ddp direct) Berlin, 29. April 2013 – Die vor einem Jahr in Deutschland eingeführte einheitliche Rufnummer 116?117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst ist in vielen anderen europäischen Ländern auf großes Interesse gestoßen. Ein Symposium in Brüssel hat gezeigt, dass einige Länder die Einführung bereits vorantreiben. „Wir freuen uns, dass nun weitaus mehr Länder die einheitliche europäische Rufnummer einrichten wollen, als zuvor bekannt war. Dass wir über drei Millionen Anrufer im ersten Jahr vermitteln konnten, praktisch ohne technische Ausfallzeiten, macht hoffentlich noch mehr Ländern Mut“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler.

Unter der Telefonnummer 116 117 erreichen Patienten in Deutschland seit April 2012 den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Er übernimmt die medizinische Versorgung der Bevölkerung, wenn die Arztpraxen geschlossen haben. Die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen, welche die einheitliche Nummer initiiert haben und in Deutschland betreiben, haben diese von Anfang an als europaweite Nummer reservieren lassen.

Österreich hat den Betrieb der Nummer einem regionalen Rettungsleitstellenverbund zugeteilt und seit dem 1. April 2013 ist die 116 117 nun freigeschaltet, sagte Brandenburgs
KV-Vorsitzender Dr. Hans-Joachim Helming. In Österreich gebe es seit Jahren eine einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, mit welcher sehr gute Erfahrungen gemacht wurden. Dort seien beispielsweise auch Ärzte im Telefondienst im Einsatz, die ihre niedergelassenen Kollegen unterstützen und die Kontakthäufigkeit vor Ort reduzieren.

In Norwegen soll die Nummer im Herbst dieses Jahres starten. Drei weitere Länder – Schweden, Estland und Belgien – diskutieren ebenfalls die Einführung. „Interessant ist dabei, dass all diese Länder unterschiedliche Strukturen für ihren ärztlichen Bereitschaftsdienst haben und trotzdem diese einheitliche Rufnummer übernehmen können“, sagte Dr. Helming.

Die Vergabe der europaweiten Rufnummer 116 117 ist regulatorisch an die Bedingung geknüpft, dass dieser Dienst für den Anrufer kostenlos anzubieten ist. Werden Anrufer direkt mit einem niedergelassenen Arzt verbunden, können diese ein telefonisches Beratungsgespräch abrechnen.

Die 116 117 ist nicht zu verwechseln mit der Notrufnummer 112: Der Rettungsdienst ist für lebensbedrohliche Erkrankungen zuständig. Mehr Informationen auf: www.116117info.de.

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Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 153.900 niedergelassenen und ermächtigten Ärzte und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie ist der Dachverband der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die die ambulante medizinische Versorgung für 70 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland sicherstellen. Die KBV schließt mit den gesetzlichen Krankenkassen und anderen Sozialversicherungsträgern Vereinbarungen, beispielsweise zur Honorierung der Ärzte und zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen. Die KVen und die KBV sind als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mehr Informationen im Internet unter: www.kbv.de.

Kontakt:
Kassenärztliche Bundesvereinigung
Roland Stahl
Herbert-Lewin-Platz 2
10623 Berlin
030/4005-2201
presse@kbv.de
www.kbv.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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