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Erfolg für Mitglieder des Bayerischen IT-Logistikclusters

Rund 600 Tausend Euro Förderung für Industrie 4.0-Projekt

Erfolg für Mitglieder des Bayerischen IT-Logistikclusters

(NL/9537220641) Regensburg, 08.06.2017 Die Technische Hochschule Deggendorf, die Technische Universität München sowie die beiden Regensburger Unternehmen Schindler & Schill GmbH und SYSTEMA GmbH starten ein gemeinsames Forschungsprojekt im Bereich Industrie 4.0. Mit MobiCM entwickeln sie ein intelligentes System zur vorausschauenden Zustandsüberwachung von Maschinen (Condition Monitoring). Angestoßen wurde das Projekt im Netzwerk I2P Innovative IT für die Produktion des Bayerischen IT-Logistikclusters mit Sitz in der TechBase. Die Fördersumme stammt aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums.

Die am Projekt beteiligten Unternehmen setzen sich das Ziel, ein mobiles Condition Monitoring System zu entwickeln, um Produktionsmaschinen von nur einem zentralen Messpunkt aus in ihrer Gesamtheit zu überwachen. Mit Hilfe der Disaggregation der Sensordaten von nur einem Messpunkt auf einzelne Anlagen und Geräte entsteht ein umfassendes Abbild des Produktionssystems mit minimalem Messaufwand. Die Gesamtheit der Signale wird dabei von einem aktiven Netzanalysesensor erfasst, der nachträglich an einem Netzverteilpunkt oder einem Netzanschlusspunkt angebracht wird. Systeme wie MobiCM sind entscheidende Faktoren bei Industrie 4.0-tauglichen Produktionsanlagen. Von den Entwicklungen und Ergebnissen des Systems profitieren daher nicht zuletzt auch unsere Mitglieder, freut sich Maria Hirschberger, Netzwerkmanagerin von I2P.

Von hohem Wert auch für Mittelständler
Besonders attraktiv an der Lösung ist, dass keine Veränderungen an der bestehenden Produktionslinie vorgenommen werden müssen und diese auch nachträglich oder für veraltete Maschinen ohne Interface eingebaut werden kann. Eine zusätzliche drahtlose Kommunikation über Funkmodule an das Visualisierungssystem via Wi-Fi oder Bluetooth zielt auf eine Sensorlösung ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand ab und ist damit ideal geeignet zur Nachrüstung bestehender Anlagen oder zur portablen Überwachung mehrerer Maschinen. Durch die Entwicklung eines schnellen, einfachen und kostengünstigen Systems ist das Vorhaben insbesondere auch auf mittelständische Betriebe ausgelegt.

Effizienzsteigerung und Kostensenkung
Früher konnte eine Produktionsanlage erst repariert werden, wenn sie ausgefallen ist. Heute werden mögliche Störungen der Maschinenkomponenten durch eine permanente Zustandsüberwachung und Datenauswertung rechtzeitig erkannt, eine entsprechende Wartung eingeleitet und Produktionsausfälle und Stillstandzeiten vermieden. Starre Wartungsintervalle und prophylaktische Komponentenaustausche werden somit überflüssig. Möglich macht dies das Zusammenspiel aus moderner Sensortechnik, intelligenter Datenanalyse, digitaler Vernetzung und Kommunikation der Maschinen. Durch Condition Monitoring werden ungeplante Stillstände verhindert, die Verfügbarkeit der Anlagen erhöht und Wartungskosten deutlich gesenkt.

Am Projekt beteiligte Unternehmen
Das Softwareunternehmen Schindler & Schill GmbH wurde 2008 in Regensburg gegründet. Die Gründer sind Experten in der Entwicklung von Windows-basierter Software sowie Leiterplatten-und Fertigungsprozessen in der Industrie.
Die SYSTEMA GmbH wurde 1993 von Dipl.-Inf. Manfred Austen gegründet. Sie ist spezialisiert auf kundenspezifische Softwareentwicklung und die Anpassung von Standardsoftware für den Bereich der Hightech-Industrie sowie die Equipmentintegration von der Maschine bis zum ERP System.

Am Technologie Campus Freyung der TH Deggendorf arbeiten interdisziplinäre Teams in anwendungsorientierter Forschung. Ziel sind Forschungs- und Entwicklungskooperationen zwischen Hochschule und Wirtschaft und die Entwicklung innovativer Technologien und Produkte. Forschungsschwerpunkte sind Eingebettete Systeme, Kommunikation und Software sowie Geoinformatik und Bionik.

Der Lehrstuhl für Anwendungs- und Middleware an der Fakultät für Informatik der TU München wird seit 2012 von Prof. Dr. Hans-Arno Jacobsen geleitet. Forschungsschwerpunkte sind Middleware-Architekturen, Event Processing, Service Computing und Ansätze zum verteilten Management von Geschäftsprozessen. Der Lehrstuhl kooperiert häufig mit industriellen Partnern wie Bell Canada, Computer Associates, IBM oder Sun Microsystems.

Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

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