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Durch Mangel an Nachfolgerinnen-Nachfolgern droht Gefahr

Pressemitteilung lt. KfW-Nachfolgemontoring Mittelstand 2021

Durch Mangel an Nachfolgerinnen-Nachfolgern droht Gefahr

Im Lockdown-Jahr 2020 wurde die Zukunftsplanung vieler mittelständischer Unternehmen auf Eis gelegt. Nun rückt das Nachfolgemanagement im Jahr 2021 wieder höher auf der Agenda. Dies zeigte das kürzlich veröffentlichte „KfW-Nachfolgemonitoring Mittelstand 2021“. Demnach wünschen 16 % der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis zum Ende des Jahres 2025 eine Nachfolgelösung. Jedoch wird dies vielen Inhaberinnen und Inhabern vermutlich nicht gelingen, denn es gibt zahlreiche Hürden. Die häufigste Hürde ist die Schwierigkeit einen geeigneten Nachfolger zu finden (76 %). Diese Nachfolgelücke liegt einerseits am demografischen Wandel, aber auch am seit Jahren geringen Gründungsinteresse.

Die zweithöchste Hürde ist mit einigem Abstand die Schwierigkeit bei der Kaufpreiseinigung (36 %). Die rechtliche Komplexität und die bürokratischen Hindernisse sieht jeweils ca. ein Viertel der Unternehmen als problematisch. Die rechtlichen Probleme nehmen mit der Unternehmensgröße zu, bürokratische Probleme betreffen insbesondere kleinere Unternehmen.
Nicht nur die Unternehmensgröße entscheidet über das Ausmaß der Problemwahrnehmung, sondern auch die Nachfolgevariante. Wenn eine externe Nachfolgelösung angestrebt wird, erscheinen die Hürden insgesamt höher. KMU, die eine Familiennachfolge anstreben, empfinden das Problem der passenden Nachfolge mit 62 % deutlich weniger häufig als die Unternehmen, die einen externen Verkauf planen (87 %). Die Einigung auf einen Kaufpreis ist bei externer Nachfolge ebenfalls weitaus häufiger ein Problem (57 vs. 30 %). Demgegenüber stellen rechtliche und bürokratische Hürden mit 32 % bzw. 34 % etwas häufiger ein Problem bei der Familiennachfolge dar. Diese betragen bei den KMU mit externen Nachfolgeplänen nur 23 % bzw. 22 %.

Das Ausmaß der wahrgenommenen Hürden ändert sich mit dem Stadium des Nachfolgeprozesses. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger wird besonders in der frühen Planungsphase als Hürde wahrgenommen, die rechtlichen und bürokratischen Pflichten erscheinen eher im fortgeschrittenen Nachfolgeprozess als Hemmnis.

Von der Gefahr nicht realisiert werden zu können, sind die kurz- wie auch die langfristig angestrebten Übernahmen betroffen. Derzeit rechnen 12 % der Unternehmen, die eine Übergabe in den nächsten zwei Jahren planen, mit dem Scheitern. Unter den etwa 600.000 KMU, die bis 2025 eine Übergabe planen, droht ca. 125.000 eine unfreiwillige Stilllegung – oder zumindest eine erhebliche Verzögerung – weil sie mit der Vorbereitung und konkreten Suche noch zu wenig fortgeschritten sind.

Laut KfW-Nachfolgemonitoring des Mittelstands sind die Hürden der Unternehmensnachfolge hoch. Zahlreiche Unternehmen haben kurz vor dem angestrebten Übergabezeitpunkt noch keine geeigneten Nachfolgerinnen oder Nachfolger gefunden. Aufgrund des demographischen Wandels sowie der damit zunehmend schwindenden Nachfolgekandidaten wird eine frühe und mehrgleisige Planung immer wichtiger, wenn man unfreiwillige Stilllegungen verhindern will. Die Verfügbarkeit von Gründungsfinanzierungen ist zwangsläufig stärker im Fokus, denn externe Übergabegründungen brauchen öfter Finanzmittel als Neugründungen. Übernahmegründerinnen und -gründer haben auch häufiger Bedenken wegen der finanziellen Risiken ihrer Selbstständigkeit. Nähere Informationen zur Finanzierung von Nachfolgeregelungen und KfW-Finanzierungsprogramme (https://www.imc-services.de/gruenderkredit-kfw.php), Beispiele für eine gelungene Finanzierung der Nachfolgeregelung (https://www.imc-services.de) ebenso.

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