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Digitalisierung und emotionale Erfahrungen sind kein Widerspruch

Mit dem Spannungsfeld zwischen der zunehmenden Technisierung sowie den menschlichen Bedürfnissen befassten sich mehrere Keynotes und Sessions bei der Meeting Experts Conference (MEXCON) 2014. Die interessante Erkenntnis für die Veranstaltungsbranche: Die Digitalisierung ist kein Widerspruch zu persönlichen, emotionalen Erfahrungen, sondern bietet Chancen für die Zukunft von Meetings und Events.

Digitalisierung und emotionale Erfahrungen sind kein Widerspruch

Melanie Vogel

Zu den Megatrends der Zukunft, die im Rahmen der Meeting Experts Conference (MEXCON) vom 11. bis zum 13. Juni 2014 im MARITIM Hotel Berlin am intensivsten diskutiert wurden, zählt die Technisierung sämtlicher Arbeits- und Lebensbereiche. Verschiedene Aspekte der Digitalisierung wurden im Rahmen von Keynotes, Workshops und Vorträgen aufgegriffen und sorgten in zugespitzer Form durchaus für Unbehagen in den Reihen der Teilnehmer: Etwa die Zukunftsvision eines Kinderzimmers, in dem sich statt Büchern, Spielen und Kuscheltieren nur noch Smartphones und Tablet-PCs befinden. Doch bezogen auf die Veranstaltungsbranche überwog die Erkenntnis: Trotz der zunehmenden Technisierung, in deren Rahmen digitale Medien Veranstaltungen verändern und hybride Elemente sich zu klassischen Formaten gesellen, besteht auch künftig großer Bedarf an Face-to-Face-Begegnungen und emotionalen Erfahrungen, wie sie nur Veranstaltungen bieten können.

Online-Kanäle im Marketing und beim Meeting-Design
Großen Raum nahm das Thema Digitalisierung im Vortrag von Melanie Vogel, Geschäftsführerin der AoN – AGENTUR ohne NAMEN GmbH „New Generation – Wer ist der Kunde der Zukunft?“ ein. Die „Generation Y“, die in den nächsten Jahren ins Berufsleben eintreten wird, ist demnach stark von den digitalen Medien beeinflusst worden: „Geprägt vom allgegenwärtigen Wechselspiel zwischen Beschleunigung und Vergänglichkeit ist die Generation Y gezwungen, sich anzupassen. Davon können wir sehr viel lernen: Die Generation Y wird für einen positiven und dringend notwendigen Wandel in der Veranstaltungsbranche sorgen.“ Für den Einsatz der digitalen Medien bedeutet das: „Präsent sein auf dem Markt bedeutet heute vor allem: Präsenz auf allen Online-Kanälen!“

Digitale Medien beleuchtete auch Mike van der Vijver in der Session „Meeting Design: Into the Heart of Meetings“. Die Aussage des Meeting Designers: Digitale Medien sollten ebenso wie die Meeting-Architektur immer auf ihre Funktion für die jeweilige Veranstaltung bedacht und bewusst eingesetzt werden. Die Technologie, so van der Vijver, eröffne neue Möglichkeiten, indem sie Infos aus dem Meeting nach außen bringen beziehungsweise Impulse in das Meeting tragen könne. Aber auch: „Gute Meetings brauchen Emotion“ und, so der Referent, das Publikum wolle mitbestimmen und gemeinsame, physische Erfahrungen machen.

Emotionalisierung und Sinneserleben
Die wichtige Rolle der Emotionalisierung betonte Frank Tentler in seiner Session „Smartplaces – Orte werden zu digitalen Hotspots“. Als Entwickler und Produzent von Kommunikations- und Marketing-Projekten für Unternehmen im „Social Web“ vermittelte der Referent, wie Technik unter Nutzung des Neuromarketings für die Emotionalisierung von Meetings eingesetzt werden kann. Damit knüpfte Tentler an die Neurowissenschaft an, die auch beim Vortrag der Trainer und Berater Dr. Regina Mahlmann und Hanspeter Reiter im Zentrum stand. In der Session „Tagen für alle Sinne: Was Ihnen die Hirnforschung für gelingende Events sagen kann“ zeigten sie auf, wie wichtig zum Beispiel die multisensuale und affektive Ansprache des limbischen Systems – also der Einsatz von Farben, Gerüchen, Licht und Geschmack sowie sprachlicher Formulierungen – für das Gelingen von Veranstaltungen ist.

„Die Vorträge der MEXCON haben gezeigt: Der menschliche Faktor zählt. Die Digitalisierung steht nicht im Widerspruch und nicht in Konkurrenz zu persönlichen Begegnungen und Austausch auf Veranstaltungen – sie lässt sich im Gegenteil sogar zusätzlich zur Emotionalisierung der Teilnehmer nutzen“, so das Fazit von Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau e.V.. Joachim König, Präsident des EVVC – Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V., lobte die Praxisnähe der Sessions: „Die verschiedenen Facetten der Vorträge auf der diesjährigen MEXCON ergeben zum einen ein informatives Gesamtbild der künftigen Entwicklungen und liefern zum anderen konkrete Ansatzpunkte für die tägliche Arbeit der MEXCON-Teilnehmer.“ Bildquelle:kein externes Copyright

GCB German Convention Bureau e.V.
Aufgabe des GCB German Convention Bureau e.V. ist es, die Positionierung Deutschlands als eine weltweit führende und nachhaltige Kongress- und Tagungsdestination zu sichern und weiter auszubauen.

Als Impulsgeber für Innovationsthemen in der Tagungs- und Kongressbranche bietet das GCB seinen Mitgliedern hochwertige Marktforschungsdaten. Durch die Entwicklung von zielgruppenspezifischen Marketingaktivitäten ist das GCB in den internationalen Märkten sowie national präsent und fördert die Mitglieder und Partner bei der Vermarktung ihres Angebotes.

Rund 200 Mitglieder repräsentieren über 450 Betriebe und zählen zu den führenden Hotels, Kongresszentren, Locations, städtischen Marketingorganisationen, Veranstaltungsagenturen sowie Dienstleistern aus der deutschen Tagungs- und Kongressbranche. Preferred Partner des GCB sind die Accor Hospitality Germany GmbH, DüsseldorfCongress Veranstaltungsgesellschaft mbH sowie das Stuttgart Convention Bureau. Als Strategische Partner unterstützen die Deutsche Lufthansa, Deutsche Bahn und die DZT Deutsche Zentrale für Tourismus die Arbeit des GCB.

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