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Die „Schatzkiste des Mondlichts“ in Guangzhou

Die

Neues Provinzmuseum in Guangzhou

Guangzhou ist eine moderne und blühende Metropole und wird mehr und mehr zu einer wahren Weltstadt. Seit dem internationalen Museumstag am 18. Mai 2010 hat auch das neue Guangdong Museum seine Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet. Und ein Besuch hier lohnt sich sicherlich! Denn in einer unvergesslichen Tour kann man hier die lokale Geschichte und Kultur erfahren.

Gelegen ist das Museum im Bezirk „Zhujiang Xincheng“, dem Finanz- und Kulturzentrum der Stadt. Dieses ist zentral gelegen und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. So befindet sich das Museum in guter Nachbarschaft, denn auch die neuen Oper und die Stadtbibliothek liegen hier. Dabei steht die Südseite des Museums direkt am Ufer des Perlflusses. Und das Museum leistet sicherlich einen großen Beitrag zur Würdigung und Förderung der kulturellen Identität Chinas im Allgemeinen und Guangzhous im Speziellen.

Das Gebäude des Guangdong Museums, welches von Rocco Design Architects Ltd. entworfen wurde, wird von den Bewohnern Guangzhous gerne auch „Schatzkiste des Mondlichts“ genannt. Und diese poetische Bezeichnung passt wunderbar zu dem fünfstöckigen Bau. Die Idee hinter dem Entwurf war, aus dem Museum auch von Außen ein wahres Kunstobjekt in Anlehnung an chinesische Artefakte wie Elfenbein-Schnitzereien oder Jadeschalen zu machen. Dies ist den Planern hier in einem monumentalen Maßstab gelungen. Die Inspiration des Baus stammt von den berühmten Chinesischen Elfenbeinschnitzereien. So scheint das Gebäude wie ein Kasten, der von ungleichmäßigen Schnitzereien durchbrochen ist. Dabei offenbaren sich verschiedenen Schichten und Einblicke in das Innere, wodurch selbst ein unaufmerksamer Betrachter auf die Exponate des Museums aufmerksam wird. Doch auch für die flexible Nutzung der einzelnen Ausstellungsräume ist die Architektur des Gebäudes hilfreich. So fällt durch die „Schnitzereien“ in der Fassade an vielen Stellen Tageslicht in die Räume, wo es sonst nur künstliche Beleuchtung geben würde und durch die scheinbar zufälligen Nischen und hervorstehenden Kanten ergibt sich auch im Innenraum eine spannende Geometrie, die in die Ausstellungen mit einbezogen werden kann.

Im Inneren des Guangdong Museums findet man auf etwa 67.000 Quadratmetern aktuell mehr als 166.000 Exponate, worunter sich einige nationale Schätze befinden. Dabei sind diese auf drei Abteilungen, namentlich Geschichte, Naturgeschichte und Kunst, verteilt. So finden sich hier Artefakte der Geschichte, wie Schreibutensilien, Keramiken und Porzellan. Darüber hinaus werden Fossilien, Skelette und andere Artefakte verschiedenster Tierarten auf aller Welt ausgestellt. Besonders bekannt ist das Museum aber vor allem für seine vielfältige und einmalige Sammlung an Keramiken und Gemälden. Die „Black Dragon“ Rolle von Chen Rong aus der Song-Dynastie ist dabei das wertvollste Gemälde, welches sich im Besitz des Museums befindet. Es besteht aus einer ausgesprochen gut erhaltenen Verbindung zweier großer Seidenstücke, die noch heute durch perfekten Glanz und strahlenden Farben begeistern. Ein weiteres unbezahlbares Stück ist eine weiß-blaue Porzellanfigur eines Menschen mit Dekor aus der Yuan Dynastie. Diese Stücke sind heute ausgesprochen selten und die Figur des Guangdong Museums wird auf 100 Millionen RMB (umgerechnet etwa 12,5 Millionen Euro) geschätzt. Jedoch kann diese Zahl den wahren Wert eines solchen nationalen Schatzes nur schwerlich erfassen.
Somit ist das Guangdong Museum in Guangzhou mit Sicherheit einen Besuch wert. Sollten Sie nun Interesse daran habe, die chinesische Metropole zu entdecken und das Museum einmal selbst zu besuchen, so können Sie sich gerne an uns wenden.
Markus Bo
Geschäftsführer von China entdecken.com
www.china-entdecken.com

Bildrechte: http://www.wmlook.com/tejia/2108.html

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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