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Die emotionale Dimension bei Prostatakrebs

Die emotionale Dimension bei Prostatakrebs

Die Angst vor der Auswirkung auf die Lebensqualität ist dominierend. (Bildquelle: © Nastasic – istockphoto)

Viele Patienten mit Prostatakarzinom befürchten Auswirkungen auf ihre Lebensqualität. Die emotionalen Folgen einer bösartigen Erkrankung an der Prostata können zeitweise, aber auch auf Dauer das Leben der Betroffenen erheblich beeinflussen. Sie betreffen zudem nicht nur den Patienten selbst, sondern auch sein persönliches Umfeld. Mit den emotionalen und sozialen Folgen einer Prostataerkrankung hat sich eine große Europäische Studie mit dem Titel „Prostate Cancer: Living, not Just Surviving“ beschäftigt.“ Die Autoren der Studie sehen Handlungsbedarf im Bereich der emotionalen und psychischen Betreuung von Patienten mit Prostatakarzinom. Wichtig dabei vor allem: Die Rolle der Familie, die den Patienten unterstützt. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Alltag durch die Krankheit stark beeinflusst ist, 85 Prozent sagen, sie könnten nach der Diagnose nicht mehr intim mit ihrer Partnerin bzw. ihrem Partner sein.

Die Kommunikation zwischen Prostata-Patienten, Partnern und Medizinern verbessern

Die Studie kommt zu dem Ergebnis: Die Kommunikation über die Erkrankung ist ein wichtiger Faktor und sollte verbessert werden. 62 Prozent der Betroffenen möchten nicht mit ihrem Partner über die Schwierigkeiten im intimen Bereich sprechen. Zugleich betont die Studie die Notwendigkeit, Patienten ihre Chancen bewusst zu machen. 96 Prozent der Mediziner sind nach Angaben der Autoren davon überzeugt, dass die Unterstützung der Familie für den Patienten sehr wichtig ist. 94 Prozent der behandelnden Ärzte geben an, dass sie die Personen im engen privaten Umfeld des Patienten mit einbeziehen, wenn es um Entscheidungen über den Behandlungsweg geht. Die engen Angehörigen spielen auch eine entscheidende Rolle wenn es darum geht, Informationen über die Erkrankung zu sammeln.

Bessere Qualifizierung im Umgang mit der emotionalen Seite von Erkrankungen an der Prostata

Aus den Ergebnissen der Studie folgert Christian Arnold, Vize-Präsident der ANAMACAP (Frankreich), der selbst an Prostatakrebs erkrankt war, eine bessere Ausbildung des medizinischen Personals im Umgang mit den emotionalen Folgen einer Prostatakrebs-Erkrankung. Zugleich betont er die Bedeutung einer besseren Information über Therapie- und Hilfsangebote, die Patienten zur Verfügung stehen und die Vernetzung von Betroffenen. Es sei wichtig, Patienten zu unterstützen, wenn sie sich in einer emotionalen Notlage durch die Erkrankung befinden.

Quelle: Prostate Cancer: Living, not Just Surviving Survey

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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