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Deutscher Einzelhandel überlässt Amazon das Feld

Heribert Trunk: „Der Einzelhandel sucht verzweifelt nach Frequenz – ausgerechnet mit Hilfe des Wettbewerbers, der sie ihm wegnimmt“

Deutscher Einzelhandel überlässt Amazon das Feld

(Bildquelle: BI-LOG Warenhotel GmbH)

Bamberg, 15. Mai 2018. Immer mehr deutsche Handelshäuser stellen Amazon-Locker in ihren Filialen auf. Damit überlassen sie dem US-Giganten freiwillig ihr Feld. Und sie stellen die Grundlage ihres Geschäftsmodells, die gewachsenen Handelsstrukturen, zur Disposition. Meint Logistik-Experte und E-Commerce-Kenner Heribert Trunk. „Das ist eine Bankrotterklärung, die der eigenen Ideen- und Mutlosigkeit geschuldet ist. Und dem mangelnden Willen zum gemeinsamen Handeln.“

Wer in eine der bekannten Suchmaschinen die Begriffe Weltherrschaft“ und „Amazon“ eingibt, wird fündig. Und zwar nicht etwa in obskuren Zirkeln, die sich gerne in Verschwörungstheorien verlieren. Sondern bei gemeinhin als seriös geltenden Medien wie dem „manager magazin“, der „Zeit“ oder der „Welt“.

Ob nun Amazon-Gründer Jeff Bezos tatsächlich die Weltherrschaft anstrebt oder sein Unternehmen einfach nur wachsen lassen will bis nichts mehr geht, sei dahingestellt. Fakt ist, dass ihm der traditionelle Handel sein weiteres Wachstum mehr als leicht macht. Jetzt auch in Deutschland, wie Supermarktblog alarmiert feststellt. Und die jüngsten Locker-Kooperationen großer Einzelhandelsunternehmen mit Amazon als „Umarmungs-Trugschluss des deutschen Handels“ bezeichnet.

„Die Branche macht den Bock zum Gärtner“

Denn immer mehr Einzelhändler suchen angesichts sinkender Kundenfrequenz ihr Heil ausgerechnet bei jenem Unternehmen, das diesen Frequenzrückgang maßgeblich befördert: Sie stellen Schließfächer von Amazon ihren Filialen auf. Mitunter wählen sie deren Aufstellungsort sogar so ungeschickt, dass man geneigt ist, am Verstand der Verantwortlichen zu zweifeln. Zum Beispiel direkt an der Abholtheke für Click & Collect Kunden. Damit diese sehen, wie viel schneller und einfacher das bei Amazon geht.

„Die Branche macht den Bock zum Gärtner“, kommentiert Heribert Trunk die Entwicklung. „Seit Jahren ist offensichtlich, dass Amazon dem Einzelhandel, ob stationär oder online, massenhaft Kunden abspenstig macht. Und fast ebenso lange werden mehr oder minder schlüssige Gegenkonzepte entwickelt. Aber statt sie ähnlich entschlossen durchzusetzen wie Amazon sein Geschäftsmodell ausrollt, bleiben diese Konzepte in der Schublade.“

Kooperationen mangels Eigeninitiative

Dass die Branche jetzt auch noch den irrwitzigen Versuch unternehme, den Mangel an Mut und Eigeninitiative durch Locker-Kooperationen mit Amazon zu überdecken, gleiche „einer Bankrotterklärung“, so Trunk. „Ich bin überzeugt, dieser Trend lässt sich nur noch stoppen, wenn es gelingt, ein flächendeckendes, Anbieter unabhängiges Locker-Netz aufzubauen. Aber das muss jetzt sehr schnell gehen, sonst gehört der Markt bald Amazon.“

Unterstützung bekommt Trunk vom Branchendienst exciting commerce. Dessen Kopf, der profilierte E-Commerce-Experte Jochen Krisch, resümiert nüchtern: „In jedem Fall lässt die Art und Weise, wie stationäre Händler mit dem Thema umgehen, gute Rückschlüsse zu, ob und wie sehr sie schon in Plattform-Strukturen denken können. Denn zumindest bei Amazon ist klar, dass der Locker-Service Teil einer Plattform-Strategie ist.“

Die Weltherrschaft lässt grüßen.

Hinweis für die Redaktion:
Ein Foto von Heribert Trunk und weiteres Bildmaterial zu dieser Meldung erhalten Sie gerne auf Anfrage an Herbert Grab, Tel.: (+49) 7127-5707-10, Mail: herbert.grab@digitmedia-online.de.

Das BI-LOG Warenhotel bietet alle Dienstleistungs-Komponenten rund um moderne Logistik. Dazu gehören viele ursprünglich „Logistik fremde“ Aufgaben, die früher von den Unternehmen selbst übernommen wurden. Namhafte Lebensmittelproduzenten, Einzelhandelsketten, Telekommunikationsanbieter, Textilhersteller und Hightech-Unternehmen nutzen die Services des BI-LOG Warenhotels. Zu den besonderen Stärken des BI-LOG Warenhotels zählen Omnichannel Services. Damit realisiert das Unternehmen schon heute, was den Handel der Zukunft prägen wird: exzellente, IT-getriebene „Logistik“-Services, ohne Medienbrüche und über alle Kanäle hinweg. Zur Zufriedenheit des Endkunden – und des Auftraggebers. Zu den Kunden von BI-LOG gehören Loewe, der Hersteller hochwertiger Consumer Electronics, das Textilunternehmen mister*lady, der Mobilfunkdienstleister Tele2 und die Lebensmittelkette Netto Marken-Discount. Geschäftsführer ist Claus Huttner.

Firmenkontakt
BI-LOG Warenhotel GmbH
Claus Huttner
Am Steinernen Kreuz 9
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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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