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„Das können wir uns nicht leisten“

Eine Mutter aus Wistedt will, dass Kinder es besser lernen

„Das können wir uns nicht leisten"

Autorin Julia Brandt aus Wistedt an ihrem Schreibtisch mit ihren Kinderbüchern

Mit einer wachsenden Buchreihe bringt Julia Brandt Kindern und Familien spielerisch bei, was in Schule und Elternhaus oft fehlt: einen klaren, angstfreien Umgang mit Geld. Ihr neuestes Buch „Max und der Wunschstein“ richtet sich an die Jüngsten.

WISTEDT. Julia Brandt verbrachte ihre frühe Kindheit in der DDR. Einzelkind, alleinerziehende Mutter, Vollzeit berufstätig, Plattenbau. Geld war immer knapp. Was sie als Kind über Geld lernte, waren Sätze: „Das können wir uns nicht leisten.“ „Wovon soll ich das bezahlen?“ Ihre Mutter saß in jeder freien Minute über Rechnungen und rechnete von Hand. Heute ist Brandt selbst Mutter von drei Kindern im Alter von vier, fünf und sieben Jahren und sie schreibt Bücher, damit Kinder mit Geld ganz andere Erfahrungen machen können. „Ich möchte meinen Kindern den Start ins Leben geben, den ich selbst nicht hatte“, sagt sie.

Ein langer Weg aus der finanziellen Unsicherheit

Brandts eigener Weg war alles andere als geradlinig. Ihre Ausbildung zur medizinisch-technischen Laborassistentin finanzierte sie nach dem Abitur vollständig selbst – mit einem Nebenjob in der Alltagshilfe für sechs Euro die Stunde. Nach dem Umzug nach Darmstadt und einer Stelle in der Forschung und Entwicklung eines Diagnostikunternehmens reichte das Gehalt nicht: Drei Nebenjobs liefen parallel. Ihr berufsbegleitendes Studium – sie ist heute Master of Science in Medicinal Chemistry – bezahlte sie über einen teuren Kredit. Erst 2014 begann sie, sich systematisch mit Finanzen, Denkmustern und den eigenen Prägungen rund ums Geld auseinanderzusetzen.

„Ich habe am eigenen Leib gespürt, wie viel Stress und Zusatzbelastung mir erspart geblieben wären, wenn ich als Kind die richtigen Dinge über Geld gelernt hätte“, sagt Brandt. „Aber weder die Schule noch mein Elternhaus haben mir das vermittelt. Genau diese Lücke möchte ich für die nächste Generation schließen.“

Von Büchern für Mütter zu Geschichten für die Kleinsten

Begonnen hat Brandt mit Ratgebern für Mütter mit dem Ziel, Wege aus der Teilzeitfalle und der Rentenlücke aufzuzeigen. Daraus wuchs die Idee, schon Kinder zu erreichen: Ihr Buch „Investieren für Kinder“ erklärt Sparen, Zinsen und das Investieren kindgerecht ab acht Jahren. Mit der Reihe „Max & Mia im Zauberwald“ geht sie nun einen Schritt weiter und vermittelt bereits den Jüngsten über Bilder und Metaphern, was Sparen, Verzichten, Warten und Wachsenlassen bedeuten.

Im ersten Band, „Max und der Wunschstein“, finden die Freunde Max und Mia einen magischen Stein, der Wünsche erfüllt. Ein Waldgeist erscheint und verrät ihnen: Wer drei Tage wartet, bekommt noch viel mehr. Das Warten fällt schwer, doch Max hält durch. Zur Belohnung wächst am Ende ein Wunschbaum, von dem er sich immer wieder einen goldenen Apfel pflücken kann, wann immer er einen braucht. Eine Geschichte über Geduld, die belohnt wird, und darüber, dass aus Warten etwas Bleibendes wachsen kann – die Grundidee des Sparens, erzählt für Vier- bis Sechsjährige. Das Buch ist bereits erschienen und erreichte kurz nach Veröffentlichung Platz 1 der Amazon-Neuerscheinungen in drei Kategorien.

„Kinder verstehen große Themen am besten über Geschichten“, so Brandt. „Ein Wunschbaum, der nur wächst, wenn man ihm Zeit lässt – das begreift ein Kind sofort. Und genau darum geht es beim Sparen.“

Über Julia Brandt

Julia Brandt lebt mit ihren drei Kindern in Wistedt (Landkreis Harburg) und veröffentlicht unter „Mama Cashflow Guides“ eine Reihe von Büchern rund um finanzielle Bildung für Mütter, Familien und Kinder. Ihr Anliegen: Geld soll kein Tabu und kein Angstthema sein, sondern ein selbstverständlicher Teil von Bildung, beginnend mit der ersten neugierigen Frage eines Kindes.

Kontakt
2659086
Julia Brandt
Bremer Straße 5
21255 Wistedt
01520
http://juliabrandt-buecher.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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