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Covid-19: Infektionsrisiko Zoo

Covid-19: Infektionsrisiko Zoo

Menschenaffen sind hochgradig gefährdet

Covid-19: Infektionsrisiko Zoo
Zoos zählen zu den meistbesuchten Freizeiteinrichtungen hierzulande: an Spitzentagen kommen hier zehntausende Menschen auf relativ beengtem Raum zusammen. Sehr zu Recht wurden deshalb Zoos und zooähnliche Einrichtungen Mitte März 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. In den meisten Bundesländern bleiben die Zoos auf noch unabsehbare Zeit geschlossen. Nur in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz dürfen Besucher, wenn auch unter strengen Auflagen, seit Kurzem wieder eingelassen werden. Ab 28.04.2020 wurden auch die Berliner Zoos wieder geöffnet.
Ein kaum in öffentlichem Gewahrsein stehendes Problem der Haltung von Wildtieren in Zoos ist das für alle Beteiligten verbundene Infektionsrisiko. Sowohl das Zoopersonal (Pfleger, Tierärzte etc.) als auch die Besucher unterliegen der steten Gefahr, sich bei einem der Tiere mit einer infektiösen Krankheit anzustecken; wie umgekehrt auch die Tiere Gefahr laufen, von einem Menschen angesteckt zu werden. Derzeit sind etwa 200 zoonotische Erkrankungen bekannt, die, verursacht durch Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten oder pathogene Prionen, vom Tier auf den Menschen und vom Menschen auf das Tier übertragen werden können .
Tatsächlich dringen zoonotische Erkrankungsfälle in Zoos nur selten an die Öffentlichkeit. Dass es sie gleichwohl und unvermeidbarerweise gibt, wurde mehrfach nachgewiesen.
Die von Zoos vorgetragene Behauptung, Covid19-Viren könnten nicht auf Zootiere bzw. nicht von diesen auf Menschen übertragen werden, ist eine grob fahrlässige Irreführung. Insbesondere mit Blick auf Menschenaffen – Orang Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos – ist es vielmehr HÖCHSTWAHRSCHEINLICH, dass Covid19-Viren, wie dies für viele andere Infektionskrankheiten als erwiesen gilt, unmittelbar von Menschen übertragen werden können – und umgekehrt die Tiere Gefahr laufen, von Menschen angesteckt zu werden.
Am 6.4.2020 ging die Nachricht über den Ticker, dass ein Tiger in einem Zoo in New York mit dem Coronavirus infiziert worden sei. Eine vier Jahre alte malaysische Tigerkatze sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Bronx Zoo mit. Wahrscheinlich habe ein Pfleger das Virus in sich getragen, aber keine Symptome für eine Covid-19-Erkrankung gezeigt. Mittlerweile sind vier weitere Tiger und drei Löwen infiziert.
Was bedeutet das für andere in Zoos gehaltene Wildtiere? Dass auch sie sich über infiziertes Zoopersonal anstecken können, und infizierte Zootiere (aller Wahrscheinlichkeit nach) umgekehrt Zoopersonal und (nach uneingeschränkter Wiedereröffnung der Zoos, die es irgendwann einmal geben wird) auch Besucher anstecken können. Selbst bei hermetischer Abriegelung der Zootiere über Panzerglasscheiben o.ä. gäbe es mögliche Infektionsketten über das Zoopersonal (ungenügend geschützte Wärter, Tierärzte etc.), die Infektionen in die Käfige hinein und aus diesen heraustragen können.
Als Sofortmaßnahme müssten die Hygienestandards in Zoos und zooähnlichen Einrichtungen – ob nun mit oder ohne Publikumsverkehr – drastisch erhöht werden. Tierhäuser sollten von Zoopersonal wie von (später wieder zugelassenen) Besuchern nur noch mit Mund-/Nase-Masken, Latexhandschuhen, Schuhüberziehern und über Desinfektionsmatten vor den Eingängen betreten werden dürfen.

Tierrechtsorganisation

Kontakt
Great Ape Project
Colin Goldner
Pappelweg 10
94405 Landau a.d.Isar
015170868444
info@greatapeproject.de
http://www.greatapeproject.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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