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Brandgefahr: 40 Prozent höhere Brandgefahr am Jahresende

Weihnachtsgans und Tannenbaum als Brandursache / Rauchentwicklung lebensgefährlich / Fettbrände unterschätzt / Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung gibt Tipps

Brandgefahr:  40 Prozent höhere Brandgefahr am Jahresende

Beeindruckend und erschreckend: Im Brandversuchshaus des IFS zeigen die Experten wie schnell ein Baum brennt.

Kiel, im Dezember 2013. Immer zum Jahresende steigt die Zahl der Feuerschäden drastisch. Grund sind brennende Weihnachtsbäume und -kränze sowie Silvesterkracher. Aber auch Fettbrände stellen eine Gefahr dar. Fast 11.000 „Weihnachtsbrände“ verzeichnete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für das Jahr 2012. Diese Feuerschäden sind für ein Plus von rund 40 Prozent im Vergleich zu den Herbst- und Frühjahrsmonaten verantwortlich.

Es ist schnell passiert, dass die Flamme einer Kerze zu nah an einen Zweig kommt. Je älter die Nadelhölzer sind, desto leichter sind sie entflammbar. „Aber auch der Funke einer Wunderkerze oder eine defekte Lichterkette genügen oft, und der Baum oder der Kranz stehen augenblicklich in Flammen“, erklärt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS). Mit seinen Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen will das Institut helfen, dass die Menschen Risiken besser einschätzen können. Das IFS unterhält in Kiel ein eigenes „Brandversuchshaus“. Wie Brände entstehen und wie schnell sich Feuer ausbreitet, machen die Arbeiten in dieser Einrichtung deutlich. Aus diesen Erfahrungen haben die Experten Sicherheitshinweise für die Weihnachtszeit zusammengestellt, damit mögliche Brandursachen wirksam vermieden werden können (siehe IFS Experten-Tipps).

Gefährliche Rauchentwicklung
Wer unachtsam ist, hat bei trockenen Bäumen meist nur wenige Sekunden Zeit, um zu reagieren. Besonders die Nadeln von Tannen und Fichten enthalten relativ viel Harz, sind leicht entflammbar und brennen sehr gut. Dabei entsteht viel Rauch, der sich schnell im ganzen Raum ausbreitet. „Schon wenige Atemzüge können zu Vergiftungen führen“, sagt Drews. Dann gibt es nur eines: Raum und Gebäude verlassen und die Feuerwehr rufen. Und natürlich alle anderen Mitbewohner warnen und ihnen helfen.

Fettbrand in 4 Minuten
Aber auch vom Weihnachtsschmaus geht Brandgefahr aus: Das Olivenöl in der Pfanne riecht schon gut und beginnt sich zu er-wärmen. Die Herdplatte ist auf die größte Leistungsstufe geschaltet. Dann eine kurze Ablenkung, die Großmutter am Tele-fon oder die Nachbarn an der Haustür. Wenige Augenblicke reichen aus und das Öl steht in Flammen.

Untersuchungen im Brandversuchshaus des IFS haben ergeben, dass Fett in der Pfanne sich bereits nach etwas mehr als 4 Minuten entzünden kann. So ist es kein Wunder, dass es in Deutschland jedes Jahr einige tausend Fettbrände gibt. Sie gehören für die Feuerwehr zu den typischen Einsatzauslösern in der Weihnachtszeit.

Also: Niemals Fett auf dem Herd aus den Augen lassen. Der Zündung geht immer eine deutliche Rauchentwicklung voraus. So bleibt Zeit, um den Topf vom heißen Kochfeld zu nehmen.

Wichtig: Fettbrände niemals mit Wasser löschen!

„Vorsicht heiß“ – achtsam sein
Die ersten Toten und Schwerverletzten sind leider auch in diesem Jahr schon zu beklagen. Das IFS möchte nochmal sensibilisieren: „Die Menschen sollen die Weihnachtszeit genießen und sich dennoch der Gefahr bewusst sein“, sagt Drews. Das Institut unterstützt daher auch die Aktivitäten des „Paulinchen e. V.“, der am 7.12. den „Tag des brandverletzten Kindes“ ausrief. Der Verein hilft Betroffenen und leistet gemeinsam mit den Feuerwehren wertvolle Aufklärungsarbeit.

Weitere Informationen zu Brandursachen und Videos zu verschiedenen Brandherden und deren Auswirkungen finden Sie auf der IFS-Homepage (www.ifs-ev.org).

+++

IFS Experten-Tipps
Sicherheit in der Weihnachtszeit
– Tipps zum Umgang mit Lichtquellen und Nadelholz –

– Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Auch nicht „mal eben schnell“ in das benachbarte Zimmer gehen.
– Niedergebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln.
– Immer ausreichenden Abstand zu leicht brennbaren Materialien wie zum Beispiel Tannenzweigen oder Gardinen halten.
– Die Kerzen müssen gut befestigt werden, so dass sie nicht umkippen können. Gestecke sollten nicht auf brennbare Unterlagen gelegt werden.
– Ein Feuerlöscher, eine Feuerlöschdecke oder zumindest ein voller Wassereimer sollte griffbereit aufgestellt werden, so dass im Brandfall sofort gehandelt werden kann.
– Rauchmelder installieren. Die kleinen unscheinbaren Geräte kön-nen Leben retten.
– Brennt es und hat das Feuer noch nicht auf weitere Gegenstände übergegriffen, kann versucht werden, den Brand mit einer übergeworfenen Decke zu ersticken. Ist dies nicht möglich, sofort die Feuerwehr rufen. Wenn noch möglich, Fenster und Türen schließen, um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen. In jedem Fall sofort das Gebäude verlassen. Achtung: andere Mitbewohner informieren und Kindern, Älteren und Kranken beim Verlassen des Hauses helfen.
– Fettbrände niemals mit Wasser löschen

Bildrechte: IFS Institut für Schadenverhütung

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine über 125 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, München, Münster, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.

Kontakt
IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.
Dr. Hans-Hermann Drews
Preetzer Straße 75
24143 Kiel
0431 – 7 75 78 – 0
info@ifs-ev.org
http://www.ifs-ev.org; https://www.facebook.com/ifs.de

Pressekontakt:
eckpunkte Kommunikationsberatung
Wolfgang Eck
Bahnhofstraße 23
35781 Weilburg
06471-5073440
wolfgang.eck@eckpunkte.com
http://www.eckpunkte.com

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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