Neuigkeiten Timeline

IT, NewMedia, Software
Juni 4, 2026

Systemlösungen für die Energietechnik

IT, NewMedia, Software
Juni 4, 2026

Simulation, Charakterisierung und Zyklisierung von Batteriesystemen

Medizin, Gesundheit, Wellness
Juni 4, 2026

Gesundheitsförderung zum Mitmachen: Aktionstag im Rathaus-Center Pankow bringt Menschen, Ideen und Angebote zusammen

Freizeit, Buntes, Vermischtes
Juni 4, 2026

Rund 83.000 Wohnungseinbrüche im Jahr – smarte Technik schützt auch aus der Ferne

Tourismus, Reisen
Juni 3, 2026

Revolutionäres Glamping in den Blue Ridge Mountains in Virginia

Immobilien
Juni 3, 2026

Discounter Immobilien Makler

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 3, 2026

BusinessCode reduziert Aufwand bei Ausschreibungen deutlich

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 3, 2026

Sommerferien zu kurz für großes Fernweh?

Handel, Dienstleistungen
Juni 3, 2026

Lokaler Supermarkt plus(!) digitaler Warenkorb: Shopnow24 startet Pilotprojekt in Bergisch Gladbach und Koblenz

Auto, Verkehr
Juni 3, 2026

Construction Komplete: NavVis unterstützt Flughafen München mit Dynamic Laserscanning beim Bau des Terminal 1-Pier

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 3, 2026

Nordstern gesucht: Warum Vision wieder zählt

IT, NewMedia, Software
Juni 3, 2026

DBR77 stellt das erste europäische Large Language Model für industrielle Entscheidungen vor

IT, NewMedia, Software
Juni 3, 2026

AI-SECURITY-REPORT 2026: MICROSOFT-365-NUTZUNG IM BLINDFLUG

Wissenschaft, Forschung, Technik
Juni 3, 2026

Qualitätskontrolle im Wandel: Exponat zeigt menschzentrierte KI in der Praxis

Behandlungsfehler-Begutachtung 2015 der MDK Gemeinschaft

Am 12. Mai wurde in Berlin die Behandlungsfehler-Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen vorgestellt.

Es werden 14.828 Einzelfälle vermuteter Behandlungsfehler berichtet, wovon 4.046 (27,3%) dieser vermuteten Behandlungsfehler zu einem Patientenschaden fuhrten und eine Kausalität in 21.3% dieser Fälle nachgewiesen wurde.

Die Deutsche Gesellschaft fur Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) begrußt jede Initiative zur transparenten Darstellung von Behandlungsfehlern bei ambulanten, aber auch stationär versorgten Patienten.

Das Vorgehen des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) ist aber alles andere als transparent und fuhrt sicher nicht zu einer Verbesserung der Situation der Patienten, sondern ausschließlich zu einer erheblichen Verunsicherung von Patienten und deren Angehörigen, ohne konkrete Ansatzpunkte fur eine Verbesserung der Patientensicherheit aufzuzeigen.

Im Pressebericht des MDK aber auch in der zur Verfugung gestellten Publikation fallen substantielle Defizite auf, die aus der Sicht der DGIIN nicht unkommentiert bleiben durfen:

Der Bericht lässt unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten relevante Mängel erkennen:

– Es werden keinerlei Angaben zur Art und Weise der erfolgten Bewertung der zunächst vermuteten Behandlungsfehler gemacht. Welche Gutachter oder welche Gutachterinnen verfugen uber die notwendige Expertise und Ausbildung zur Bewertung eines Behandlungsfehlers? Erfolgte die Beurteilung nach standardisierten Kriterien? Eine gutachterliche Beurteilung eines Behandlungsfehlers erfordert eine jahrelange klinische Expertise und praktische Tätigkeit. Über diese Qualifizierung schweigt sich der Bericht aus.
– Einen kausalen Zusammenhang zwischen einem vermuteten Behandlungsfehler und einem eingetretenen Schaden fur den Patienten herzuleiten ist im Einzelfall extrem schwierig. Dieses gilt im Besonderen fur schwere Schadensfälle wie zum Beispiel fur der Tod eines Patienten. An den Gutachter sind hier besondere Anforderungen zu stellen, die im Bericht des MDK nicht offen gelegt werden.
– Von allerhöchstem Interesse ist die Anzahl der beobachteten Behandlungsfehler auf die Anzahl aller erfolgten Untersuchungen bzw. Behandlungen. Diese Daten werden im Bericht nicht dargestellt. Den Krankenversicherten und der Öffentlichkeit werden nur absolute Zahlen vorgelegt, die aber bei der Bewertung und Einschätzung nicht zwingenderweise hilfreich sind. Zum Beispiel wird uber 125 Todesfälle berichtet, die kausal auf einen Behandlungsfehler zuruckzufuhren seien. Diese und andere Zahlen werden aber nicht auf die Anzahl aller stattgehabten Behandlungsfälle bezogen. Aus unserer Sicht ein substantielles Defizit.

Eine derartige Darstellung fuhrt zu einer Verzerrung und hinterlässt in der Öffentlichkeit große Ängste und Sorgen. Der individuelle Patient muss durch diese Veröffentlichung und die nachfolgende Aufarbeitung im Hörfunk, Fernsehen und Presse den Eindruck erlangen, dass die medizinische Versorgung im ambulanten wie auch im stationären Bereich fur ihn eine potentielle Bedrohung darstellt.

Der MDK weist in seiner abschließenden Bewertung selber auf die Schwächen des Berichtes hin. Es wird jedoch verschwiegen, dass die Forderungen nach einer nachhaltigen Verbesserung der Patientensicherheit auch mit erheblichen Kosten sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich verbunden sind, die von den Leistungserbringen vor Ort in diesen Sektoren nicht mehr erbracht werden können.

Die DGIIN fordert sowohl die Krankenkassen als auch die verantwortlichen Politiker auf, von der Strategie einer Verunglimpfung der medizinischen Behandlung durch derart undifferenzierte Berichte abzuweichen und in einen konstruktiven bilateralen Dialog einzutreten, der tatsächlich nachhaltig die Patientensicherheit verbessern wird. Die erforderlichen Maßnahmen sind nicht zum Nulltarif umzusetzen und erfordern im Nachgang der gesetzlichen Vorgaben eine ausreichende Gegenfinanzierung.

Deutsche Gesellschaft fur Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin Berlin, 18.5.2016

Prof. Dr. med. Stefan Kluge, Präsident der DGIIN
Prof. Dr. med. Uwe Janssens, Generalsekretär der DGIIN

Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)

Die DGIIN hat die Förderung der wissenschaftlichen Forschung, der Lehre und der Krankenversorgung auf dem Gebiet der Internistischen Intensiv- und Notfallmedizin zum Ziel. So sollen Diagnostik- und Behandlungsoptionen für die zu behandelnden Patienten im Einflussbereich der Gesellschaft stetig aktualisiert und verbessert werden.

Kontakt
Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin
Angela Aey
Seumestr. 8
10245 Berlin
+49 30 521372-66
+49 30 521372-67
gs@dgiin.de
http://www.dgiin.de

(Visited 23 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert