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Augenlasern im Ausland

Wie riskant sind Billig-Operationen?

Augenlasern im Ausland

(NL/5915146414) Grafrath, 31. Januar 2014 Mit dem Flugzeug nach Istanbul und sich zum Schnäppchenpreis die Augen operieren lassen, Stadtrundfahrt inklusive. Das böse Erwachen kommt dann oft früher als gedacht.

Der Medizintourismus boomt, ausländische Kliniken locken mit günstigen Preisen. Vor allem Augenlaserklinken buhlen hierzulande um Patienten. Doch die Risiken eines solchen Eingriffs sind im Ausland weitaus höher als in Deutschland. Viele Patienten müssen sich in Deutschland einer Nachoperation unterziehen, manche gar um Ihr Augenlicht fürchten. Da wird die Reise schnell zum Horrortrip und das vermeintlich billige Angebot mit all seinen Folgekosten zur teuren Angelegenheit. Das Problem bei Auslandsoperationen ist, dass die lokalen Ärzte den Patienten immer nur die Standards des jeweiligen Landes schulden, gibt Dr. med. Stefanie Schmickler, Präsidentin des Verbandes der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR), zu bedenken. Und diese liegen oft weit unter den deutschen. Das fängt bei den Hygienebestimmungen an und geht über unzureichendes Komplikationsmanagement bis hin zu einer oftmals mangelhaften, weil kostenintensiven, Wartung der apparativen Ausstattung.

Hierzulande unterliegen klinische Einrichtungen hohen Sicherheitskontrollen, insbesondere wenn diese LASIK-TÜV-zertifiziert sind (nicht zu verwechseln mit dem TÜV-Siegel ISO 9001, mit dem auch viele ausländische Anbieter werben). Lasergeräte beispielsweise müssen zweimal jährlich eine sicherheitstechnische Kontrolle unterlaufen. Ferner werden sowohl Reinigung und Sterilisation der Instrumente als auch das Klinikpersonal während der hygienerelevanten Abläufe durch einen eigens bestellten Hygienebeauftragten kontrolliert. „Die Hygiene ist die Achillesferse des ambulanten Operierens – hier sind sicherlich die Ansprüche in Deutschland am höchsten“, so Schmickler. Auch wird der Patient aufgrund der strengen Rechtssprechung in Deutschland (z.B. Patientenrechtegesetz ) umfassend aufgeklärt und somit die Indikation zur Operation entsprechend streng gestellt oder je nach Befund von dem Eingriff auch ganz abgeraten. Grenzfälle bzw. Indikationen mit erhöhtem Risiko werden dagegen bei Patienten, die eine lange Anreise unternommen haben und denen vor Ort nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, sicherlich eher gelasert, als dies zuhause in Deutschland der Fall wäre. Das begrenzte Zeitfenster ist ohnehin ein grundsätzliches Problem in derartigen Fällen, erklärt Schmickler, die selbst Trainingschirurgin und LASIK-Ausbilderin der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) ist. Der Patient bekommt seinen Operateur erst kurz vorher zu Gesicht und sitzt nach der ersten Nachuntersuchung bereits wieder im Flieger Richtung Heimat. Und wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist oder Komplikationen auftreten, steht man zuhause erstmal ziemlich alleine da. Letztendlich begeben sich solche Patienten zur weiteren Behandlung dann doch in die Obhut einer deutschen Klinik. Bei allem sollte man sich auch vor Augen führen, ob man einen Eingriff am wichtigsten Sinnesorgan wirklich in einem Land in Erwägung zieht, aus dem sich die meisten Urlauber bei einer Blinddarmentzündung nach Deutschland ausfliegen lassen würden.

Aufgrund der Vielzahl in- und ausländischer Angebote fällt es Patienten zunehmend schwer, sich ein klares und objektives Bild bei der Auswahl ihres Behandlungszentrums zu machen. Eine Orientierungshilfe liefert hier zum Beispiel der LASIK-TÜV. Das blaue Siegel der TÜV SÜD Management Service GmbH signalisiert dem Patienten, dass in einer solchen Einrichtung höchste Standards hinsichtlich Sicherheit und Qualität gelten und die Operateure über ein hohes Maß an Erfahrung verfügen.

Der gemeinnützige VSDAR, Dachverband hochspezialisierter Kliniken, wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die sich über die Möglichkeiten der Refraktiven Chirurgie informieren möchten, stehen hilfreiche Informationen im Internet unter http://www.vsdar.de zur Verfügung.

Kontakt:
VSDAR e.V.
Peter Fischer
Postfach 33
82284 Grafrath
08 141/36 57 98
presse@vsdar.de
www.vsdar.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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