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Augenlasern im Ausland

Augenlasern im Ausland

(Mynewsdesk) Wie riskant sind Billig-Operationen

Grafrath, 18.März 2016 – Mit dem Flugzeug nach Istanbul und sich zum Schnäppchenpreis die Augen lasern lassen, Stadtrundfahrt inklusive. Das böse Erwachen kommt dann oft früher als gedacht.

Der Medizintourismus boomt, ausländische Kliniken locken mit günstigen Preisen. Vor allem Augenlaserklinken werben hierzulande um Patienten. Komplettangebote für eine LASIK-Behandlung inklusive Flug und Hotel sind im Internet bereits für knapp über € 1.000,- zu bekommen. Doch die Risiken eines solchen Eingriffs sind im Ausland weitaus höher als in Deutschland. Viele Patienten müssen sich in Deutschland einer Nachoperation unterziehen, manche gar um Ihr Augenlicht fürchten. Da wird die Reise schnell zum Horrortrip und das vermeintlich billige Angebot mit all seinen Folgekosten zur teuren Angelegenheit. „Das Problem bei Auslandsoperationen ist, dass die lokalen Ärzte den Patienten immer nur die Standards des jeweiligen Landes schulden“, gibt Dr. med. Georg Gerten, Präsident des Verbandes der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie (VSDAR), zu bedenken. Und diese liegen oft weit unter den deutschen Richtlinien. Das fängt bei den Hygienebestimmungen an und geht über unzureichendes Komplikationsmanagement bis hin zu einer oftmals mangelhaften, weil kostenintensiven, Wartung der apparativen Ausstattung.

Hierzulande unterliegen klinische Einrichtungen hohen Sicherheitskontrollen, insbesondere wenn diese mit dem vom VSDAR initiiertem Gütesiegel „LASIK-TÜV SÜD“ zertifiziert sind (nicht zu verwechseln mit dem TÜV-Siegel „ISO 9001“, mit dem auch viele ausländische Anbieter werben). Mit dem LASIK-TÜV werden nur Kliniken mit nachweislich hohen Erfolgsquoten (mindestens 90% innerhalb +/- 0,5 Dioptrien), erfahrensten Ärzten, OPs nach modernstem Standard sowie einer perfekten Komplikations-Prävention zertifiziert. Lasergeräte beispielsweise müssen zweimal jährlich eine sicherheitstechnische Kontrolle unterlaufen. Ferner werden sowohl Reinigung und Sterilisation der Instrumente als auch das Klinikpersonal während der hygienerelevanten Abläufe durch einen eigens bestellten Hygienebeauftragten kontrolliert. „Die Hygiene ist die Achillesferse des ambulanten Operierens – hier sind sicherlich die Ansprüche in Deutschland am höchsten“, so Gerten. Auch wird der Patient aufgrund der strengen Rechtssprechung in Deutschland (z.B. „Patientenrechtegesetz “) umfassend aufgeklärt und somit die Indikation zur Operation entsprechend streng gestellt oder – je nach Befund – von dem Eingriff auch ganz abgeraten. Grenzfälle bzw. Indikationen mit erhöhtem Risiko werden dagegen bei Patienten, die eine lange Anreise unternommen haben und denen vor Ort nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, sicherlich eher gelasert, als dies zuhause in Deutschland der Fall wäre. „Das begrenzte Zeitfenster ist ohnehin ein grundsätzliches Problem in derartigen Fällen“, erklärt Gerten, der selbst Kurse zur Weiterbildung von Augenärzten leitet (DOC, DOG, Arvo, ESCRS) und als Gutachter für diverse wissenschaftliche Vereinigungen arbeitet. „Der Patient bekommt seinen Operateur erst kurz vorher zu Gesicht und sitzt nach der ersten Nachuntersuchung bereits wieder im Flieger Richtung Heimat. Und wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist oder Komplikationen auftreten, steht man zuhause erstmal ziemlich alleine da. Letztendlich begeben sich solche Patienten zur weiteren Behandlung dann doch in die Obhut einer deutschen Klinik.“ Bei allem sollte man sich auch vor Augen führen, ob man einen Eingriff am wichtigsten Sinnesorgan wirklich in einem Land in Erwägung zieht, aus dem sich die meisten Urlauber bei einer Blinddarmentzündung nach Deutschland ausfliegen lassen würden.

Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/vsdar/pressreleases/augenlasern-im-ausland-1348331) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im VSDAR (http://www.mynewsdesk.com/de/vsdar).

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Der
gemeinnützige VSDAR, Dachverband hochspezialisierter Kliniken, wurde gegründet,
um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der
Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die
sich über die Möglichkeiten der Refraktiven Chirurgie informieren möchten,
stehen hilfreiche Informationen im Internet unter http://www.vsdar.de: http://www.vsdar.de/ zur
Verfügung.

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VSDAR
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82284 Grafrath
08141 / 36 57 98
presse@vsdar.de
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