Asthmatiker fürchten viele Risiken

Zeitgemäße Therapie gegen akute Anfälle

Grafik: Supress (No. 5872)

sup.- Asthma-Patienten fürchten sich am meisten vor einem akuten Atemnot-Anfall mit Erstickungsangst, der in der Tat lebensbedrohlich werden kann. Bei nicht ausreichender Dauermedikation sind die Risikofaktoren, die Asthmatiker in solch eine Situation bringen können, zahlreich. Laut Auskunft des Helmholtz Zentrum München auf seinem Infoportal www.allergieinformationsdienst.de leiden die meisten Erwachsenen mit dieser chronischen Atemwegserkrankung unter einer Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma. Zu den Auslösern, die einen Asthma-Anfall bewirken können, zählen deshalb oftmals sowohl allergische Faktoren wie Pollen (z. B. Birke, Gräser), Hausstaubmilben, Tierhaare bzw. -schuppen oder Schimmelpilzsporen als auch nicht-allergische Reize wie Tabakrauch, ätherische Öle, Farben und Lacke, Autoabgase oder kalte Luft.

Obgleich die meisten dieser Auslöser sich kaum gänzlich vermeiden lassen, gibt es zumindest in der Theorie eine sehr gute Nachricht für Asthmatiker: „Dank moderner Medikamente lässt sich die Erkrankung heute bei den meisten Patienten so gut kontrollieren, dass Beschwerden nur gelegentlich auftreten, der Alltag gut bewältigt werden kann und lebensbedrohliche Anfälle ausbleiben“, erläutert das Helmholtz Zentrum.

Wenn Asthma-Patienten dennoch häufig ihr Notfall-Spray benötigen bzw. akute Anfälle erleiden, sind dies klare Indizien dafür, dass ihre Krankheit nicht angemessen mit Medikamenten eingestellt ist. Dafür kann es mehrere Gründe geben: Zum einen zeigen Studien, dass viele Asthma-Patienten ihre Inhalatoren für die Dauerbehandlung nicht regelmäßig und zudem oft auch nicht korrekt anwenden. Diese mangelhafte Therapietreue ist eine sehr häufige Ursache für unnötigerweise unkontrolliertes Asthma. Spezielle Patienten-Schulungen oder ein Umstieg auf moderne Inhalationsgeräte, die leichter und sicherer in der Handhabung sind, können hier zu Verbesserungen führen. Zum anderen werden bei schweren Asthma-Formen in Deutschland verglichen mit anderen europäischen Ländern bislang noch zu selten so genannte Hochdosis-Medikamente für die Dauertherapie verordnet, die verstärkt entzündungshemmend wirken. An fehlenden Therapieoptionen liegt dieses zurückhaltende Verordnungsverhalten nicht: „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren wie Foster 200/6 bzw. Foster Nexthaler 200/6, mit denen die gewünschte Intensivierung der anti-entzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, bestätigt der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Asthma-Patienten, die durch ihre Atemwegserkrankung stark belastet werden, sollten ihren Arzt auf Inhalations-Schulungen, moderne Inhalationssprays bzw. auf Hochdosis-Präparate ansprechen.

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