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Bauprojekt mit grünem Daumen

Sichtbare Ergebnisse bei der naturnahen Gestaltung der
Flutmulde Rees

Bauprojekt mit grünem Daumen

Nassansaat mit Einzelpflanzungen säumen das Ufer der Flutmulde.

Auf der Großbaustelle „Flutmulde Rees“ des Wasser- und Schifffahrtamtes (WSA) Duisburg-Rhein wurde von Anfang an großer Wert auf den Landschaftsbau und die ökologische Gestaltung der Flächen gelegt. Dazu zählen das Anlegen von Röhrichtsäumen und Schilfgürteln im Flachwasser und am Ufer, die Anpflanzung von Bäumen sowie die Hege und Pflege des Nassgrünlandes an der Reeserschanz. Ungefähr vier Millionen Euro fließen allein in diesen Teil des Bauprojekts, damit der neue Bypass, der dem Rhein zusätzlich Raum gibt, sich auf Dauer ideal in die Landschaft einfügt.

Dafür arbeitet das WSA mit Experten der Pöyry Infra GmbH zusammen, die regelmäßig vegetationskundliche Sonderuntersuchungen und Bestandsaufnahmen durchführen. Es werden die Artenvielfalt und der Zielerreichungsgrad aller nachgewiesenen Arten ermittelt.

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme 2013:

Bis zu 16 Pflanzenarten sowie sechs Kräuter- und Gräserarten sprießen im Ufer- und Randbereich der Flutmulde. Am Ufer auf der Landseite haben vor allem Sumpfkresse und die sogenannte Sumpf-Segge Wurzeln geschlagen, eine bei uns weit verbreitete Gräserart mit scharfkantigen Blättern. Dass die Bewuchsdichte gerade in diesem Bereich stark variiert, hat einen ganz natürlichen Grund: Die lang andauernden hohen Wasserstände bis Juni schwemmte viele Samen und Pflänzchen weg und führte zu Anlandungen von Flächen.

Auf der Rheinseite der Flutmulde musste die Vegetation mit nicht so langen Überschwemmungszeiten kämpfen, was für einen üppigeren Bewuchs sorgte. Hier dominieren die geruchlose Kamille und die Österreichische Sumpfkresse. An der Fährschneise ist eine dichte Grasnarbe gewachsen.

Auch die Grünlandfläche, auf der seit 2011 Rinder weiden, kann sich sehen lassen. Es wurde eine Saatgutmischung bestehend aus 45 verschiedenen Kräuter- und elf Grasarten ausgesät.

Flora und Fauna an der Flutmulde Rees entwickeln sich in den nächsten Jahren mit Sicherheit weiter. Zum einen durch die weitere behutsame Pflege- und Unterhaltungsarbeiten durch den Menschen, zum anderen wird der Rhein die Samen noch ganz anderer Pflanzen anspülen. Auch die Pflege der Uferböschung spielt eine entscheidende Rolle. So empfehlen die Experten an der Rheinseite eine Beweidung mit Schafen. Die Vierbeiner würden mit ihren Klauen den Boden verdichten, was den Graswuchs fördert. Ziegen könnten sich hinzu gesellen, die die „unerwünschten“ Pflanzen fressen würden.

Das sind tierisch gute Pläne für die weitere erfolgreiche naturnahe Gestaltung der Flutmulde Rees.

Bildrechte: Pöyry Deutschland GmbH 2013

Der Bund ist Eigentümer der Bundeswasserstraßen. Er verwaltet sie durch eigene Behörden: die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein ist eine Unterbehörde im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West. In seiner regionalen Zuständigkeit liegt u.a. der Niederrhein von der Stadtgrenze Duisburg/Krefeld bis zur deutsch-niederländischen Grenze. Der Schwerpunkt der bautechnischen Arbeiten des Amtes ist die Sohlstabilisierung des Niederrheins. Auch der Bau der Flutmulde Rees und die Sohlstabilisierung Spijk stehen in diesem Zusammenhang.

Kontakt
Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein
Dietmar Abel
Königstraße 84
47198 Duisburg
0173 7056605
wsa-duisburg-rhein@wsv.bund.de
http://www.wsa-duisburg-rhein.wsv.de

Pressekontakt:
Sigrid Heyl & Pia Hopp GbR
Sigrid Heyl
Schöttmannshof 10a
46539 Dinslaken
02064 603622
sh@heyl2hopp.de
http://www.heyl2hopp.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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