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Wohnen nach der Wahl: Politiker stehen in der Pflicht

Bundesbürger fordern größeres Engagement für bezahlbaren Wohnraum

Wohnen nach der Wahl: Politiker stehen in der Pflicht

München (06.11.2013) – Der Wohnraummangel in Städten – vor allem in süddeutschen Ballungszentren – war eines der zentralen Wahlkampfthemen. In den Augen der Bundesbürger müssen die gewählten Entscheidungsträger ihren Ankündigungen nun Taten folgen lassen: 79 Prozent sehen es als zentrale Aufgabe der Politik an, bezahlbaren Wohnraum in Wachstumsregionen und Innenstädten zu erhalten. Dies ergab die Umfrage „Wohnen nach der Wahl“, die die GfK Marktforschung im Auftrag des VdW Bayern durchgeführt hat.

Besonders ausgeprägt ist die Forderung unter den Einkommensschwächeren: 84 Prozent der befragten Haushalte, die im Monat weniger als 1.250 Euro zur Verfügung haben, verlangen ein stärkeres Engagement der Politik. „Mehr bezahlbaren Mietwohnungsbau wird es nur dann geben, wenn die Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden“, unterstreicht Verbandsvorstand Xaver Kroner die Forderungen der Bürger.

Größere Anstrengungen von Seiten des Staates erwartet sich die Bevölkerung auch beim Thema Sozialwohnungen: 69 Prozent finden, dass für einen Ausbau des Angebots wieder mehr Geld zur Verfügung stehen müsste. Von den befragten Mietern stimmen dieser Forderung knapp drei Viertel (73%) zu.

Neubau und Modernisierung müssen finanzierbar bleiben

Mit Sorge betrachten die Befragten auch die Aufrechterhaltung des sozialen Gleichgewichts in Deutschland: 63 Prozent wollen, dass eine räumliche Trennung nach sozialer Schicht oder ethnischer Gruppierung um jeden Preis vermieden wird. Dem älteren Teil der Bevölkerung sind vor allem altersgerechte Wohnungen ein Anliegen: 70 Prozent der Befragten ab 50 Jahren sprechen sich für eine stärkere Förderung aus (alle Befragten: 63%).

Beim Thema Neubau und Modernisierung fordern 58 Prozent, dass die Klimaschutzauflagen finanzierbar bleiben müssen. „Die kürzlich beschlossene Verschärfung der Energieeinsparverordnung um 25 Prozent für Neubauten zum 1.1.2016 ist hier sicherlich der falsche Weg“, so Kroner weiter.

Die Umfrage „Wohnen nach der Wahl“ wurde im Auftrag des VdW Bayern von der GfK Marktforschung durchgeführt. Dafür hat das Marktforschungsunternehmen rund 1.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren in ganz Deutschland befragt.
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Im VdW Bayern sind 458 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 330 Wohnungsgenossenschaften und 90 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 550.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

Kontakt
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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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