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Linsenaustausch mit dem Laser

Der Femtosekundenlaser findet in der Augenchirurgie immer mehr Einsatzmöglichkeiten

Linsenaustausch mit dem Laser

(NL/9392611446) Grafrath, 7. Mai 2013 In der operativen Sehfehlerkorrektur ist er mittlerweile Standard. Der Femtosekundenlaser ermöglichte erstmals eine Augenlaserkorrektur nach dem LASIK-Verfahren komplett ohne den Einsatz mechanischer Geräte. Nun übernimmt der Laser wesentliche Schritte beim Linsenaustausch und macht das Skalpell des Operateurs bei der sogenannten Kataraktoperation überflüssig.

Der Femtosekundenlaser ist ein Infrarotlaser mit hoher Leistung trotz niedriger Strahlungsenergie. Das Besondere an ihm ist, dass er seine Energie in extrem kurzen Laserimpulsen von nur einigen 100 Femtosekunden entlädt. Eine Femtosekunde entspricht 0,000.000.000.000.001 s, das ist eine Billiardstel Sekunde (zum Vergleich: In einer Sekunde kommt Licht von der Erde zum Mond oder umrundet die Erde 7,5 mal. In 100 fs umrundet Licht noch nicht einmal ein Haar). Aufgrund seiner Spot-Größe von nur 1/100 mm können mit ihm äußerst präzise Arbeiten im Mikrometerbereich vorgenommen werden. So lässt sich Gewebe vollkommen exakt und praktisch ohne Wärmeentwicklung schneiden. Entsprechend groß ist auch sein Einsatzspektrum in der Augenchirurgie.

Beim Linsenaustausch ermöglicht er eine sehr präzise Durchtrennung unterschiedlicher Gewebeschichten im Auge und ersetzt somit mehrere wesentliche und bisher vom Arzt von Hand durchgeführte Teilschritte der Linsenoperation:
1. Der Kern der Augenlinse wird mittels Laser zerteilt und verflüssigt (bisher vom Operateur mittels Ultraschall durchgeführt).
2. Die vordere Kapsel der Augenlinse wird mit dem Laser kreisrund eröffnet (sog. Kapsulorhexis).
3. Die als Zugang zum Auge benötigten kleinen Schnitte am Hornhautrand werden mittels des Lasers durchgeführt.
4. Eine bestehende Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) kann durch bogenförmige Laserschnitte in der Hornhaut verringert oder sogar ganz ausgeglichen werden.
Der Laser bietet dabei zwei Vorteile gegenüber der manuellen Technik: der Linsenaustausch wird zum einen genauer, da die Kunstlinse exakter positioniert werden kann, und zum zweiten sicherer, da Laserschnitte präziser sind als handgeführte Schnitte. Dies ist insbesondere bei einer gleichzeitig durchgeführten Astigmatismuskorrektur von Bedeutung. Hier ermöglicht der Laser wesentlich bessere Ergebnisse, was gerade bei multifokalen Intraokularlinsen sehr wichtig ist, da diese nur bei postoperativer Emetropie gute Ergebnisse liefern.

Wird sich die Laser-Refraktive Kataraktchirurgie durchsetzen?
„Wir stehen derzeit am Anfang einer neuen Entwicklung“, so Prof. Dr. med. Michael C.Knorz, ärztlicher Leiter des FreeVis Lasikzentrums am Uniklinikum Mannheim, in dem bereits über 500 derartige OPs durchgeführt wurden. „In Deutschland wird es aufgrund der reglementierten Budgets zunächst sicher nicht zu einem breiten Einsatz in der rein therapeutischen Kataraktchirurgie, d.h. der Behandlung des Grauen Stars, kommen. Die Laser-Refraktive Kataraktchirurgie wird sich jedoch in einem ersten Schritt im Bereich der refraktiven Linsenchirurgie – zum Beispiel mit multifokalen Linsen – durchsetzen.“ Davon zeigt sich auch Dr. med. Jørn Jørgensen überzeugt, ärztlicher Leiter der EuroEyes-Klinikgruppe, die ebenfalls bereits über 500 lasergestützte Katarakt-OPs zu verzeichnen hat. „Kein Arzt ist im Stande, diese Operation derart präzise durchzuführen. Ich bin sicher, dass dieses Verfahren innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre flächendeckend seinen Durchbruch haben wird.“
Beide Experten gehen davon aus, dass die Laser-Refraktive Kataraktchirurgie, ähnlich wie damals die Phakoemulsifikation, den Beginn einer neuen Ära in der Kataraktchirurgie darstellt.

Der gemeinnützige VSDAR, Dachverband hochspezialisierter Kliniken, wurde gegründet, um größtmögliche Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowohl in der Aufklärung als auch bei der Behandlung zu erreichen. Für Interessierte, die sich über die Möglichkeiten der Refraktiven Chirurgie informieren möchten, stehen hilfreiche Informationen im Internet unter http://www.vsdar.de zur Verfügung.

Kontakt:
VSDAR e.V.
Peter Fischer
Postfach 33
82284 Grafrath
08 141/36 57 98
presse@vsdar.de
www.vsdar.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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