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ElementarpädagogInnen wieder nicht gleichwertig

PädagogInnenBildung LIGHT statt NEU

(NL/1532183045) Derzeit liegt ein Gesetzesentwurf zur Änderung der PädagogInnebildung in Österreich zur Begutachtung vor. PädagogInnen, Eltern/Großeltern, TrägerInnen, JournalistInnen und mutige PolitikerInnen sind dringend aufgerufen, sich zu Wort zu melden, Dieses Gesetz darf in dieser Form nicht kommen. Die Aufwertung von ElementarpädagogInnen muss in der ursprünglich vorgesehen Form erfolgen.
Es muss eine Studienrichtung Elementar-und/oder Primarpädagogik geben!
Mit diesem Gesetzesentwurf ist einmal mehr bewiesen: der Kindergarten ist und bleibt Stiefkind der Bildungspolitik. Das ist eine sehr kurzsichtige Politik!

Light-Variante für KindergartenpädagogInnen

Die angekündigte Gleichstellung aller PädagogInnen ist im vorliegenden Gesetzesentwurf zur PädagogInnenbildungNEU nicht vorgesehen.
Die KindergartenpädagogInnen sind nicht voll in die Reform eingebunden. Es ist lediglich eine Light-Variante der akademischen Ausbildung vorgesehen. Im Gesetzesentwurf liest sich das so: Bachelor-Studien für (z.B. Berufstätigkeit an elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen). Im Unterschied zur Ausbildung von LehrerInnen braucht man für diesen Bachelor nur 6 und nicht 8 Semester.
Die angekündigte Durchlässigkeit zwischen den unterschiedlichen pädagogischen Berufen wird damit deutlich eingeschränkt.

Politikerverspechen sind nichts wert!

KindergartenpädagogInnen hören seit Jahren in Sonntagsreden von PolitikerInnen, dass der Kindergarten als erste Bildungseinrichtung wesentlich zum weiteren Bildungserfolg von Kindern beiträgt. Das verpflichtende Kindergartenjahr und die frühe Sprachförderung werden als Erfolgsgarant für einen geglückten Start in die Schule gepriesen. Die dafür notwendige Reform der Ausbildung wurde mit der PädagogInnenbildungNEU in Aussicht gestellt. Die elementarpädagogische Community hat sich von Anfang an in die Diskussion eingebracht und Vorschläge erarbeitet.
Wie kommt eine so große Gruppe von PädagogInnen dazu, dass sie jahrelang angelogen wird?

Der Gemeindebund mag keine akademisch ausgebildeten KindergartenpädagogInnen

Ganz überraschend ist dieser Schwenk in der letzten Minute für uns allerdings nicht. Seit Jahren werden wir vom Gemeindebund-Präsidenten darüber belehrt, welche Ausbildung KindergärtnerInnen brauchen. Immer wieder hören wir, dass Österreich die beste Ausbildung Europas hat. Ganz sicher haben wir das nicht! Alle anderen Länder haben mittlerweile zumindest für die hauptverantwortlichen PädagogInnen im Kindergarten Ausbildungen an Hochschulen oder Universitäten. Auf diese Einzigartigkeit braucht sich Österreich nichts einzubilden!

So lange das österreichische Kindergartenwesen jedoch in der Verantwortung der Länder und Gemeinden liegt, wird sich an dieser Ansicht auch nichts ändern. Die Bürgermeister haben – verständlich – Angst davor, dass ihnen akademisch ausgebildete KindergartenpädagogInnen den letzten Euro aus der Tasche ziehen würden. Der Bund hält sich aus der Diskussion heraus.

Wer regt sich darüber auf, dass damit die ständig steigenden Anforderungen an das elementare Bildungswesen völlig ignoriert werden?!

Stellungnahmen können per E-Mail an die Adresse begutachtung@bmukk.gv.at und an das Präsidium des Nationalrates geschickt werden: begutachtungsverfahren@parlament.gv.at bis längstens 3. Mai 2013. Wer nicht Stellung bezieht, von dem wird Bedenkenfreiheit angenommen Betreff der Stellungnahme: Stellungnahme zum Entwurf eines Bundesgesetzes, mit dem das Hochschulgesetz 2005 (HG) geändert wird; Geschäftszahl BMUKK-13.480/0006-III/13/2012

Hintergrund:
* Gesetzesenwurf  http://www.bmukk.gv.at/medienpool/24465/bg_aend_hg2005_entw.pdf
* Erläuterungen  http://www.bmukk.gv.at/medienpool/24466/bg_aend_hg2005_mat.pdf
* Textgegenüberstellung altes Gesetz/Neues Gesetz  http://www.bmukk.gv.at/medienpool/24467/bg_aend_hg2005_tgg.pdf
* Vorblatt  http://www.bmukk.gv.at/medienpool/24464/bg_aend_hg2005_vorblatt.pdf

Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

Kontakt:
–
Heidemarie Lex-Nalis
Krausegasse 7a/10
1110 Wien
43 (664) 4634580
heide.lex-nalis@plattform-educare.org
http://www.Plattform-EduCare.org

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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