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August-Sander-Preis 2026 für Frieder Bickhardt

In einem Langzeitprojekt porträtierte der Photograph die Bewohner*innen eines selbstorganisierten Geflüchtetenkollektivs in Athen

August-Sander-Preis 2026 für Frieder Bickhardt

(Bildquelle: © VG Bild-Kunst, Bonn / Frieder Bickhardt)

Für sein Projekt „City Plaza“ wird Frieder Bickhardt 2026 mit dem fünften August-Sander-Preis ausgezeichnet. Im Mittelpunkt stehen mit der Großbildkamera erarbeitete Schwarz-Weiß-Portraits von Bewohner*innen eines ehemals leerstehenden Hotels in Athen. Von 2016 bis 2019 haben Geflüchtete gemeinsam mit lokalen Aktivist*innen und zahlreichen internationalen Freiwilligen ein selbstorganisiertes Kollektiv gebildet. Bis zu 450 Personen haben zeitweise in dem Gebäude gelebt. Frieder Bickhardt hat den Ort über die Jahre insgesamt fünfmal besucht und während seiner aktiven Mitwirkung ein vielschichtiges photographisches Projekt erarbeitet. Für seine Portraits hat er auf der Dachterrasse des Gebäudes einen improvisierten weißen Hintergrund installiert, vor welchem er die Personen zumeist einzeln und als Brust- oder Halbportrait streng frontal abgelichtet hat. Durch diese Herangehensweise rückt Frieder Bickhardt einerseits die Individualität und Persönlichkeit eines jeden einzelnen in den Mittelpunkt und betont gleichzeitig das Verbindende und Gemeinschaftliche der Gruppe.

Die Jury, bestehend aus Dr. Anja Bartenbach, Stifterfamilie; Prof. Dr. Franziska Brons, Kunsthistorikerin, FU Berlin; Jean-Paul Deridder, Kurator, Brüssel; Andreas Mader, Photograph, Winterthur und Claudia Schubert, Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, zeigt sich von Konzept und technisch formaler Ausarbeitung der Portraitaufnahmen besonders überzeugt. „Frieder Bickhardt hat in seinem Projekt mit photographisch gekonnten Mitteln eine der wichtigen Fragen der Gegenwart angesprochen und auf menschliche Grundfragen verwiesen“, so die Jury.

Im Frühjahr 2027 wird „City Plaza“ in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert. Über die Portraits hinaus sind zwei weitere Serien Teil des Projekts: Zum einen eine dokumentarische Beschreibung des Ortes und der Räume, zum anderen Photographien, die die Bewohner*innen selbst von ihren alltäglichen Erfahrungen gemacht haben.Frieder Bickhardt (*1987) hat an der HS Hannover, der HAW Hamburg und der Dänischen Hochschule für Medien und Journalismus in Aarhus studiert. Seit 2014 ist er als freischaffender Photograph tätig. Er lebt und arbeitet in Leipzig. Auch ist er Mitbegründer der photographischen Initiative unofficial.pictures, die Workshops und Ausstellungen veranstaltet, Bücher und Zeitungen herausgibt, mit dem Fokus auf Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe.

Der August-Sander-Preis wird seit 2018 alle zwei Jahre ausgelobt, gestiftet von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach. Auch auf die nun fünfte Ausschreibung ist die Resonanz erfreulich groß gewesen, mehr als 120 Einsendungen aus dem In- und Ausland sind eingegangen.

Das 1992 von der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn erworbene August Sander Archiv, das neben dem künstlerischen Nachlass auch die Bildrechte von August Sander umfasst, bildet den Grundstein der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Es ist das weltweit größte Konvolut mit originalen Werken des Photographen (1876-1964). Mit Blick auf Sanders sachliche und konzeptorientierte Photographie erweiterte sich die Sammlung um weitere seinem Ansatz verwandte Arbeiten anderer historisch wichtiger und zeitgenössischer Künstler. Schwerpunkte bilden so auch die Photographien von Bernd und Hilla Becher, von Karl Blossfeldt, von Jim Dine und vielen mehr. Die Ausstellungen orientieren sich programmatisch am Sammlungsbestand.

Firmenkontakt
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Claudia Schubert
Im Mediapark 7
50670 Köln
022188895300
http://www.photographie-sk-kultur.de

Pressekontakt
SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
Ralf Convents
Im Mediapark 7
50670 Köln
022188895105
http://www.sk-kultur.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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