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Informationsabend „Ist COPD und Atemnot behandelbar?“ mit ueber 40 interessierten Zuhoerern

Informationsabend "Ist COPD und Atemnot behandelbar?" mit ueber 40 interessierten Zuhoerern

Informationsabend „Ist COPD und Atemnot behandelbar?“ mit über 40 interessierten Zuhörern

Der AK Gesunde Gemeinde lud zum Kooperationsvortrag in Eningen. Der Lungenspezialist Prof. Dr. med. Dr. rer. medic. Adrian Gillissen der Kreiskliniken Reutlingen und drei Atemtherapeuten der PhysioEningen haben über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verbreiteten pulmonalen Erkrankungen Asthma und COPD („Chronic obstructive pulmonary desease“) aufgeklärt und Therapiemöglichkeiten vorgestellt. Der renommierte Mediziner erklärte im ersten Teil des Abends ausführlich die wesentlichen Merkmale der Erkrankungen und die einsetzbaren Medikamente. Anschließend legten die Atemtherapeuten die Inhalte der physiotherapeutischen Einzeltherapie aus und zeigten einige Übungen aus ihren Kursen gleich zum Mitmachen.

Medizinisches Wissen wurde anschaulich von Prof. Adrian Gillissen, Facharzt für Pneumologie, Lungenheilkunde, und Allergologie an den Kreiskliniken Reutlingen nähergebracht. In seinem rund 45-minütigen Vortrag konnten den Zuhörern die grundlegenden Mechanismen bei Asthma bronchiale und COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) aufgezeigt werden. Sowohl Asthma, als auch COPD-Patienten leiden unter Atemnot, die durch verengte und gereizte Bronchien beim Ausatmen entsteht. In beiden Fällen kann es zu schweren Anfällen kommen – eine konsequente Behandlung ist daher lebenswichtig.

Asthma ist eine weit verbreitete Erkrankung, die häufig durch allergische Reaktionen auf Pollen, Lebensmittel oder Tierhaare ausgelöst wird. Auch körperliche Überanstrengung, Stress und Luftverschmutzung können Symptome verschärfen. Ärztinnen und Ärzte betonen immer wieder die erhebliche Gefahr des Rauchens – insbesondere bei bestehenden Atemwegserkrankungen. Eine gezielte Auswahl und die richtige Anwendung von inhalativen Medikamenten kann die Beschwerden wirksam lindern. Viele Patientinnen und Patienten kommen mit der meist lebenslang notwendigen, aber gut verträglichen Therapie zurecht – selbst sportliche Betätigung ist häufig möglich.

Im Gegensatz dazu stellt COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ein deutlich schwerwiegenderes Krankheitsbild dar. Hier sind bereits irreversible Schäden im Lungengewebe entstanden: Die Lungenbläschen sind überdehnt und bieten weniger Fläche für die Sauerstoffaufnahme. Im fortgeschrittenen Stadium sind Betroffene oft dauerhaft auf Sauerstoffzufuhr angewiesen und nur noch eingeschränkt belastbar. Die Krankheit stellt eine ernste Bedrohung der Lungenfunktion dar und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich – selbst unter Therapie.

Ärztinnen und Ärzte warnen eindringlich vor den langfristigen Folgen des Rauchens. Ihr Appell: Wer betroffen ist, sollte sich frühzeitig professionelle Unterstützung suchen, um dem gesundheitsschädlichen Laster den Rücken zu kehren.

Anschließend informierte Physiotherapeutin Veronika Bittner-Wysk anschaulich über zentrale Maßnahmen, die Menschen mit Atemwegserkrankungen verstehen und anwenden sollten. In der Einzeltherapie steht zunächst die korrekte Anwendung von Sprays im Vordergrund – entscheidend ist dabei ein bewusst langes Ausatmen vor dem Inhalieren, damit der Wirkstoff die Lunge optimal erreicht.

Ebenso wichtig ist das Erlernen einfacher Notfallstrategien: Bestimmte Körperhaltungen erleichtern das Atmen, und die sogenannte „Lippenbremse“ – ein dosierter Widerstand beim Ausatmen – kann helfen, die Bronchien zu weiten. Ergänzend dazu tragen tägliche Dehnübungen für den Brustkorb und seine Muskulatur zur besseren Atemfunktion bei. Auch gezielte Massagetechniken, die in der Therapie eingesetzt werden, wirken unterstützend – einige davon lassen sich sogar eigenständig durchführen.

Da eine kontinuierliche Eigenaktivität für den Therapieerfolg entscheidend ist, empfiehlt sich die regelmäßige Teilnahme an atmungsfördernden Kursen. Hier wird praktische Atemkompetenz zur Routine, was die Selbstständigkeit der Betroffenen im Alltag stärkt.

Im Rahmen der Veranstaltung gaben Kira Röhm und Ulrike Schubert Einblicke in ihr Kursangebot zum Mitmachen. Gezeigt wurden Übungen zur bewussten Atemwahrnehmung in alle Richtungen, zur Entspannung und zur gezielten Belastungssteuerung. Die Vielfalt der Methoden bietet für jede und jeden etwas – von meditativen Elementen über autogenes Training bis hin zu aktivierenden Techniken. Besonders eindrucksvoll waren auch die asiatisch inspirierten Übungsfolgen aus dem Chan Mi Gong, die Ulrike Schubert präsentierte – ein Angebot, das Lust auf neue Bewegungserfahrungen macht.

„Mit über 70 Veranstaltungen pro Jahr bieten wir vielfältige Formate – von Informationsabenden bis zu Mitmachkursen. Unser Ziel ist, Wissen zugänglich zu machen und Betroffene nachhaltig zu unterstützen. Dieser Abend hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial in der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Klinik und Therapeuten, zum Beispiel der Physiotherapie steckt“, resümierten Dr. Barbara Dürr und Volker Feyerabend, Vorstände des AK Gesunde Gemeinde.

Der Abend zeigt die erfolgreiche und langjährige Kooperation der Kliniken mit dem Gesundheitsforum und die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Therapeuten der Nachbehandlung ist im Sinne aller Patienten.

Weitere Informationen:
www.forumgesundegemeinde.de
www.kreiskliniken-reutlingen.de
www.physioeningen.de

PHYSIO Eningen in Eningen bei Reutlingen. Physiotherapie, Betreuungsassistenz, Wellness, Krankengymnastik, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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