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THM und SEF Smart Electronic Factory e.V. stellen Reifegradmodell DigiTAMM vor

Wie steht es um den Digitalisierungsgrad in deutschen Industrieunternehmen – und wie kann er erhöht werden?

THM und SEF Smart Electronic Factory e.V. stellen   Reifegradmodell DigiTAMM vor

Mit Reifegradmodell DigiTAMM Digitalisierungsgrad bestimmen und Maßnahmen ableiten (Bildquelle: AdobeStock_536496310)

Limburg a.d. Lahn, 24. Februar 2025 – Wie ist es um die Digitalisierung in meinem Unternehmen bestellt? Und wie lässt sich der Status-quo eigentlich bestimmen, um daraus abgeleitet eine sinnvolle Digitalisierungsstrategie ausprägen zu können? Genau hier setzt das neue Reifegradmodell DigiTAMM (Digital Transformation Assessment Maturity Model) der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) an. Das Mitglied des SEF Smart Electronic Factory e.V. (www.SmartElectronicFactory.de) stellt damit ein praxisorientiertes Instrument zur systematischen Erfassung des Digitalisierungsgrades in Industrieunternehmen vor.

Viele deutsche Unternehmen in der Industrie – insbesondere im Mittelstand – haben Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Das verdeutlicht eine aktuelle Studie der THM. Die Ergebnisse zeigen: Während große Unternehmen (Non-KMU) bei der Digitalisierung schon weiter sind, kann im Mittelstand, der sich hier insbesondere durch den Maschinen- und Anlagenbau auszeichnet, nur von einer „Digitalisierung in geringem Maße“ gesprochen werden.

„Das lässt sich ändern. Mit DigiTAMM erhalten KMU ein Instrument, um ihren digitalen Reifegrad zu bestimmen und daraus konkrete Handlungsfelder für eine Digitalisierungsstrategie abzuleiten. Das ist ein wichtiger Schritt, um die digitale Transformation im Unternehmen konzertiert zu gestalten“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Gerrit Sames, Leiter des Schwerpunktes Digital Business an der THM.

Digitalisierung mit System
Das Reifegradmodell basiert auf der Logik des „VDMA-Werkzeugkasten Industrie 4.0“ und erweitert diesen um weitere Kategorien. Es soll deutschen Unternehmen eine Grundlage fur eine systematische Entwicklung einer Digitalisierungs-Roadmap bieten – als Einstieg oder fur die Erweiterung von bereits laufenden Digitalisierungsmaßnahmen.

Prof. Dr.-Ing. Gerrit Sames sagt: „Unser Modell berücksichtigt fünf essenzielle Kategorien: Produkt, Produktion, IT-Organisation und Prozesse, Mitarbeiter sowie IT-Sicherheit. Zu jeder Kategorie gibt es Merkmale, die in fünf Ausprägungsstufen bewertet werden – von der schwächsten bis zur höchsten Digitalisierungsform.“

Die Kategorie „Produkte“ fokussiert darauf, wie Industrie 4.0-Produkte – oder deren Teilkomponenten – entwickelt und weiterentwickelt werden können, um einen Mehrwert für Kunden zu schaffen. Hierbei werden Aspekte wie die Integration von Sensoren und Aktoren, Konnektivität, Datenspeicherung, Monitoring, produktbezogene IT-Services, Geschäftsmodelle und das Produktlebenszyklus-Management berücksichtigt. Die Kategorie „Produktion“ zielt darauf ab, Produktionsprozesse zu optimieren und Kosten zu senken – durch moderne Datenverarbeitung, M2M-Kommunikation, unternehmensweite Vernetzung, eine robuste IKT-Infrastruktur sowie die Einbindung von Werkzeugmanagement und Instandhaltung.

„IT-Organisation und Prozesse“ erfasst als weitere Kategorie die strategische Einbettung der Digitalisierung im Unternehmen und bildet elementare Prozesse wie Beschaffung und Auftragsabwicklung ab. Die Kategorie „Mitarbeiter“ reflektiert den Wandel der Arbeitswelt durch veränderte Rollen, Qualifikationsverschiebungen und technologische Unterstützung in der Fertigung. Die Kategorie „IT-Sicherheit“ sorgt dafür, dass Risiken der zunehmenden Vernetzung – etwa zwischen Office-IT und Fertigungs-IT – durch Maßnahmen wie Awareness, Sicherheitsprüfungen, Endpunktsicherheit und Netzabsicherung effektiv begegnet wird.

AWF-Modell ergänzt Reifegradmodell
Wie genau DigiTAMM als zentrales Instrument genutzt werden kann, hat die THM gemeinsam mit Unternehmen in der „Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftliche Fertigung (AWF)“ erarbeitet. Ergänzend zu DigiTAMM bietet das AWF-Modell einen Fahrplan für Digitalisierungsstrategien. Im Rahmen des Arbeitskreises definierten rund 20 Unternehmen vier Schritte: Zunächst geschieht die Ermittlung des Ist-Zustands anhand der DigiTAMM-Kategorien, dann folgt die Identifizierung relevanter Handlungsfelder durch Megatrend-Analysen. In Workshops wird ein Soll-Zustand festgelegt, um schließlich eine priorisierte Roadmap mit Digitalisierungsprojekten abzuleiten.

Als Mitglied im SEF Smart Electronic Factory e.V. engagiert sich die THM gemeinsam mit dem Verein dafür, den Mittelstand auf dem Weg in die digitale Zukunft zu unterstützen. Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis sorgt dafür, dass innovative Lösungen wie DigiTAMM kontinuierlich weiterentwickelt und optimal an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst werden.

Die umfassende Broschüre „DigiTAMM – Digital Transformation Assessment Maturity Model: Ein Reifegradmodell zur Einschätzung des Digitalisierungsstands in Industrieunternehmen“ steht hier zur Verfügung:
https://epflicht-hessen.hebis.de/urn/urn:nbn:de:hebis:17:epflicht-70205

Der SEF Smart Electronic Factory e.V. ist ein im Jahr 2015 gegründeter Verein, der Industrie 4.0-fähige Lösungen – mit Fokus auf die Anforderungen des Mittelstandes – entwickelt. In der Smart Electronic Factory, eine Elektronikfabrik in Limburg a. d. Lahn, werden Industrie 4.0-Szenarien und -Anwendungen unter realen Produktionsbedingungen entwickelt und erprobt. Der Verein setzt sich aus verschiedenen Unternehmen sowie universitären Einrichtungen und Instituten zusammen. Zentrale Zielsetzung ist es, Unternehmen den Weg in die vierte industrielle Revolution zu ebnen. www.SmartElectronicFactory.de

Firmenkontakt
SEF Smart Electronic Factory e.V.
Ulrike Peter
Industriestraße 11-13
65549 Limburg a.d. Lahn
+49 (0)211 9717977-0
www.SmartElectronicFactory.de

Pressekontakt
punctum pr-agentur GmbH
Ulrike Peter
Neuer Zollhof 3
40221 Düsseldorf
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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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